1. Startseite
  2. Region
  3. Wetteraukreis

Der Gemeindebauhof zieht auf das Gelände Treppen Becker in Glauberg

Erstellt:

Von: Andrea Schinzel

Kommentare

jub_bauhof_300922_4c
Der Bauhof der Gemeinde Glauburg wird demnächst sein Domizil am Ortsrand von Glauberg auf der Liegenschaft des ehemaligen Betriebes Treppen Becker haben. © Andrea Schinzel

Die Gemeinde Glauburg hatte das 4600 Quadratmeter große Grundstück mit Werkstatt, Halle, Büro- und Sozialräumen 2020 gekauft. Ursprünglich war dort ein Kindergarten geplant.

Glauburg (asl). Der Bauhof der Gemeinde Glauburg wird künftig die Liegenschaft »Auf den Stockäckern 1« des einstigen Betriebes Treppen Becker am Ortsrand von Glauberg als Unterkunft nutzen. Das entschieden die Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig. Die Gemeinde Glauburg hatte das 4600 Quadratmeter große Grundstück mit Werkstatt, Halle, Büro- und Sozialräumen 2020 gekauft.

Die einzelnen Umbaumaßnahmen der Werkstatt der früheren Treppenbaufirma - so sollen ein Büro für den Bauhof-Vorarbeiter eingerichtet, die Heizungsanlage ausgetauscht, Sanitärräume umgebaut und die Liegenschaft eingezäunt werden - sollen nach und nach ausgeführt werden und dürfen 150 000 Euro nicht überschreiten, legte die Gemeindevertretung fest. Die einstigen Büroräume des Gewerbebetriebs wurden inzwischen an die Keltenwelt am Glauburg vermietet. Dort soll das Forschungszentrum des Landesmuseums Platz finden.

Die Gemeindevertreter waren damit den Vorschlägen des Haupt- und Finanzausschusses und des Bauausschusses gefolgt.

Bislang ist der kommunale Bauhof dezentral im Ortsteil Stockheim untergebracht. Die mit dem Kauf der Liegenschaft einhergehenden früheren Pläne, dort eine zweite Kindertagesstätte zu errichten, sind damit endgültig vom Tisch. Die FWG-Fraktion hatte im Frühjahr dieses Jahres gegen diese Absicht mobil gemacht und vorgeschlagen, dort den Bauhof unterzubringen.

Überschuss zum Jahresende

Vorgelegt wurde dem Parlament in dieser Sitzung auch der Bericht zur finanziellen Lage der Gemeinde im zweiten Quartal 2022. Demnach ergibt sich bislang zum Jahresende ein Überschuss im Haushalt der Gemeinde in Höhe von 50 000 Euro, geplant war für das Gesamtjahr zunächst ein Plus von 69 640 Euro. Deutlich wird in dem Bericht darauf hingewiesen, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie für die Gemeinde 2021 weniger dramatisch als befürchtet gewesen seien. Allerdings würden einige Langzeitfolgen erst im weiteren Verlauf spürbar. Die Entwicklung des Gemeindeanteils an der Einkommensteuer sei aktuell nicht planbar. Ein weiterer Einbruch hätte aber schwere finanzielle Folgen. Ein neues finanzielles Risiko ergebe sich durch den Krieg in der Ukraine. Viele Unternehmen hätten bereits Preiserhöhungen angekündigt. Diese und weitere Zusatzaufwendungen wie auch für die Flüchtlingsbetreuung seien im Haushalt 2022 nicht geplant. Steigende Aufwendungen für Heizöl, Strom seien bereits bekannt.

Im Rahmen der Mitteilungen aus dem Gemeindevorstand sagte Bürgermeisterin Henrike Strauch, dass die Kommune einen Antrag auf Zuwendungen aus dem Landesausgleichsstock gestellt habe, um kommunale Schäden durch das Hochwasser abzufedern. Es sei ein Antrag über eine geschätzte Schadenssumme in Höhe von 151 000 Euro gestellt, der bewilligt worden sei. Die vorläufige Landeszuweisung umfasse 65 Prozent der zuweisungsfähigen Kosten (70 727 Euro). Davon erhalte die Gemeinde demnächst einen Abschlag in Höhe von 35 350 Euro.

Weiteres Thema war die mögliche Aktualisierung von Projektdaten zum Abwassergebührensplitting. Dafür sollten knapp 30 000 Euro in die Hand genommen werden. Da noch erheblicher Klärungsbedarf zu den entstehenden Kosten bestand, wurde der Tagesordnungspunkt einstimmig zur weiteren Beratung in den Haupt- und Finanzausschuss überwiesen. Vor allem solle eine Kosten-Nutzen-Abwägung erstellt werden, wie Frank Grob, CDU-Fraktionsvorsitzender, vorschlug. Auch FWG-Fraktionschef Harald Steinke kritisierte die Verhältnismäßigkeit der Mittel: »Es ist überspannt, 30 000 Euro auszugeben, um den einen oder anderen Euro gutzumachen, und dem Bürger zu unterstellen, falsche Angaben zu machen.«

Drohnenflug über Ortsteile

Bürgermeisterin Henrike Strauch (SPD) hatte zuvor erläutert, dass im Rahmen der Starkregensimulation durch einen Drohnenflug aktuelle Bilder beider Ortsteile erstellt worden seien, die wiederum zur Aktualisierung der Flächendaten als Grundlage verwendet werden könnten. Die letztmalige Befliegung habe 2011 zur Einführung der gesplitteten Abwassergebühren stattgefunden. Veränderungen der Flächenver- und entsiegelungen habe es seitdem nur im Rahmen der Selbstauskunft durch Grundstückseigentümer gegeben. Die Verwaltung gehe davon aus, dass es besonders im Bereich der neuen Wohn- und Gewerbegebiete Veränderungen gegeben habe.

Für die Aktualisierung der Projektdaten habe das Büro, das die Aufnahmen gemacht habe und die Daten für die Gemeinde verwalte, der Verwaltung ein entsprechendes Angebot vorgelegt.

Auch interessant

Kommentare