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Der neue Ritter heißt Dieter Jentzsch

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Mit Dieter Jentzsch (3.v.l.) erhält in diesem Jahr ein Mann die Ritterwürde der Büdinger Schützengesellschaft, dessen Wirken für den Verein, für die Politik und die Gesellschaft in Büdingen prägend ist. © Ingeborg Schneider

Die Schützengesellschaft proklamiert einen verdienstvollen Politiker zum Würdenträger und mit dem neunjährigen Tim Müller wird ein Naturtalent neuer Jugendritter.

Büdingen (mü). Dieter Jentzsch ist der neue Ritter der Büdinger Schützengesellschaft. Am Sonntagabend wurde der Stadtverordnetenvorsteher und Erste Bürger Büdingens zum Abschluss des Pfingstschießens dank eines erreichten Teilers von 78 vor Ludwig Prinz zu Ysenburg (145) und Peter Rings (160) von Leonille Fürstin zu Ysenburg und Büdingen mit der 470 Jahre alten silbernen Ritterkette geschmückt und anschließend von Oberschützenmeister Bernd Luft feierlich proklamiert.

Ein spontanes Ständchen

Die Ernennung von Dieter Jentzsch wurde mit großer Begeisterung aufgenommen. Der Beifall, die vielen Glückwünsche und das spontane Ständchen vor den Toren der Schützenhalle bezeugten eindrucksvoll die Beliebtheit des 65-Jährigen. Dieter Jentzsch hat sich als Angehöriger einer Büdinger Unternehmerfamilie sowohl als CDU-Politiker wie auch als Mitglied vieler Vereine, darunter Feuerwehr und Geschichtsverein, weit über die Grenzen von Region und Parteien hinaus einen Namen gemacht. Viele Menschen in und um Büdingen kennen den Mann, der durch seine gleichermaßen freundliche wie ausgleichende Art tatsächlich einen Gutteil jener Tugenden verkörpert, die man bis heute mit dem Begriff »Ritterlichkeit« verbindet. In diesem Sinne ist gewiss, dass der neue Ritter der Büdinger Schützen sein Amt als Vorbild für alle Altersgruppen und mit dem ihm eigenen Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein bekleiden wird.

Aufsehen erregte auch die Kür des jungen Tim Müller aus Eckartsborn zum Jugendritter. Der Junge, der gerade seinen neunten Geburtstag gefeiert hat, ist erst Anfang des Jahres bei der Schützengesellschaft eingestiegen, erwies sich aber schon bei den ersten Zielübungen auf der neuen Laserlichtbahn des Vereins als Naturtalent, sodass man für ihn bei der Waffenbehörde eine Sondererlaubnis zum Schießen mit Druckluftwaffen beantragte. Wie Jugendwart Ralph Wietfeld im Gespräch erläuterte, ist dieser Antrag nur nach gründlichem Elterngespräch und einer ärztlichen Voruntersuchung möglich, die dem Kind die nötige körperliche, psychische und mentale Reife bestätigt. »Diese lag im Fall von Tim Müller vor«, bestätigt der Jugendwart, der zugleich unterstreicht: »Wir legen größten Wert auf Elternarbeit sowie im pädagogischen Bereich auf Wertschätzung, aber auch das unabdingbare Setzen von Grenzen, Regeln und deren Befolgung, kurzum: auf Disziplin.« Gerade auf diesem Gebiet könne der Schießsport durch die Fokussierung auf ein Ziel einen positiven persönlichkeitsformenden Effekt haben.

Weitere Pokale wurden wie folgt vergeben: Karl-Geiss-Pokal an Ralph Wietfeld mit einem Teiler von 268, Leithner-Albert-Pokal an Alexandra Steininger (41), Trinne-Pokal an Jochen Henzel (262) sowie die Glücksscheibe an Sascha Zirus (28), gefolgt von Jochen Henzel (52) und Wolfgang Goll (77). Der gesamte Pfingstsonntag auf dem Schützengelände am Hammer wurde umrahmt von Musikbeiträgen des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Büdingen sowie am Abend von der zehnköpfigen Band »Soul of Büches«.

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Jugendritter Tim Müller (mit Pokal), flankiert von der Zweitplatzierten Annika Gerds (rechts) und Hannah Langenbach (links) auf dem dritten Platz. FOTOS: SCHNEIDER © Ingeborg Schneider

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