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Der hessische Landtag.

Landtagswahl

Diese Politik-Stars besuchen in nächster Zeit die Region

Es ist ein probates Mittel im Wahlkampf, auf Schützenhilfe aus der Parteispitze zurückzugreifen. Zu Beginn der heißen Phase des Landtagswahlkampfes stehen bei einigen Parteien daher wieder Besuche einiger ganz großen Namen an. Andere Parteien gehen es hingegen ruhiger an oder verzichten ganz auf große Kundgebungen.

Bis zur Landtagswahl 2018 in Hessen sind es keine sechs Wochen mehr. Wenn am 28. Oktober die Wahllokale schließen, werden beispielsweise die beiden Spitzenkandidaten der Grünen, Tarek Al-Wazir und Priska Hinz, über 400 Wahltermine absolviert haben.

Auch in der Wetterau werden die Spitzenkandidaten der Grünen haltmachen. Al- Wazir beispielsweise schon heute Nachmittag (18. September). Ab 15.30 Uhr ist er auf dem Aliceplatz in Bad Nauheim am Stand der Grünen anzutreffen. Und um 19.30 Uhr steht er im Bürgerzentrum in Karben den interessierten Bürgern Rede und Antwort.

Lange um Wahlkampfhilfe bitten musste auch nicht die Direktkandidatin der SPD für den Wahlbezirk 25, Mirjam Fuhrmann. Viele Bundespolitiker bieten im Wahlkampf ihre Hilfe an. Wenn sie in der Nähe Termine haben. So war es auch bei Andrea Nahles. „Sie kommt zwischen zwei Terminen in Friedberg vorbei. Ich habe dann ein Unternehmen herausgesucht, das zu unseren Hauptwahlkampfthemen passt. In diesem Fall Bildung“, erklärt Fuhrmann.

Wahlkampfhilfe erhält sie gleich von drei Genossen: von Hessens SPD-Vorsitzendem Thorsten Schäfer-Gümbel, von Nancy Faeser, der hessischen SPD-Generalsekretärin, und von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Schäfer-Gümbel und Faeser werden auch die beiden anderen Wahlbezirke der Wetterau von Lisa Gnadl und Karl-Otto Waas aufsuchen.

Große Unterstützung erhält auch die CDU vonseiten der Bundespartei. Sowohl die CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer als auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn haben sich für Termine im Wetteraukreis angemeldet. Kramp-Karrenbauer am 18. Oktober in Butzbach und Spahn am 23. Oktober in Bad Vilbel.

Höhepunkt des christdemokratischen Wahlkampfes in der Wetterau dürfte jedoch der Besuch der CDU-Bundesvorsitzenden und Bundeskanzlerin Angela Merkel am 22. Oktober im Festzelt des Kalten Marktes Ortenberg werden, bei dem auch der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier anwesend sein wird. Aber auch aus der Landespolitik lassen sich CDU-Minister in der Wetterau sehen. Beispielsweise Staatsminister Michael Boddenberg am 27. September in Bad Vilbel und Kultusminister Alexander Lorz am 9. Oktober in Friedberg.

„Wahlkampf ist eine Zeit, in der man besonders viele Kontakte und intensive Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern hat“, erläuterte der Bad Vilbeler Landtagsabgeordnete Tobias Utter, und deshalb setzen die drei CDU-Direktkandidaten Lucia Puttrich, Norbert Kartmann und auch Utter vor allem auf den Haustürwahlkampf, auf den sich die CDU mit Schulungen gesondert vorbereitet hat.

Die Wetterauer FDP verzichtet in der bevorstehenden heißen Wahlkampfphase auf größere Veranstaltungen, „Wir haben ein klares programmatisches Profil und punkten mit klugen, sachlichen Antworten. Damit werden wir auch den Wahlkampf bestreiten,“ meint dazu vor Kurzem der Wetterauer FPD-Kreisvorsitzende Jens Jacobi.

Die Freien Wähler rechnen mit „politischer Prominenz“ erst nach der Bayernwahl Mitte Oktober. Nach Auskunft von Ronald Berg, dem FWG-Kreisvorsitzenden, käme dann der Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger in Frage. Im Gespräch seien auch der „Fernsehrichter“ und Spitzenkandidat in Bayern Alexander Hold und die Europaabgeordnete Ulrike Müller.

Die AfD und die Linke verzichten auf größere Veranstaltungen, Letztere setzt deshalb beispielsweise nur auf die Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Organisationen – etwa, indem sie die Demonstration „Seebrücke statt Seehofer“ oder den Protest gegen den „Mietwahnsinn in Frankfurt“ unterstützt.

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