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Drei weitere Corona-Tote

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Von: red Redaktion

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So verteilen sich die aktuellen Corona-Fälle auf die Städte und Gemeinden. GRAFIK: WETTERAUKREIS © pv

Wetteraukreis (agl/hed/red). Corona positiv und trotzdem im Krankenhaus arbeiten - seit einigen Tagen ist das in den GZW-Einrichtungen in Bad Nauheim, Friedberg und Schotten bei Symptomfreiheit erlaubt - der Grund: Personalengpass und das Umschalten der Corona-Warnstufe von Grün auf Gelb.

Wie es am Dienstag seitens des GZW hieß, seien bisher aber keine positiv getesteten Mitarbeiter in einem der Krankenhäuser eingesetzt worden. Müssen aufgrund der angespannten Personallage geplante Operationen verschoben werden? Ist die Regelversorgung der Patienten aktuell gefährdet? »Nein, und wir sorgen bestmöglich dafür, dass es dabei bleibt«, lautete die Antwort.

Zahl der

Patienten steigt

Wie sieht die Situation an der Bad Nauheimer Kerckhoff-Klinik aus? »Nicht erst seit Beginn der Pandemie haben wir - wie viele andere Krankenhäuser auch - mit Personalengpässen zu kämpfen, dies jedoch auf einem vergleichsweise moderaten Niveau. So haben wir in der aktuellen Welle auch mit coronabedingten Ausfällen zu tun. Dies führt oft zu einer starken Belastung der verbleibenden Mitarbeitenden und kann in bestimmten Fällen gegebenenfalls unsere Kapazitäten für die Patientenversorgung beeinträchtigen«, erläuterte Prof. Hossein-Ardeschir Ghofrani, Ärztlicher Geschäftsführer der Klinik. Auf die Frage, ob der Einsatz Corona positiver Mitarbeiter eine Option wäre, antwortete er: »Derzeit ist die Personalsituation in der Kerckhoff-Klinik insoweit beherrschbar, dass die bereits an den Uni-Kliniken in Gießen und Frankfurt eingesetzten Maßnahmen bei uns noch nicht notwendig sind. Diesbezüglich werden wir jedoch unser bisher sehr gut funktionierendes hauseigenes Hygienekonzept regelmäßig kritisch neu bewerten.«

Die Zahl der Patienten, die mit oder wegen Corona stationär in der Kerckhoff-Klinik behandelt werden, steige seit Wochen langsam an, teilte Ghofrani mit.

Wegen eher milden Krankheitsverläufen seien sie weit überwiegend auf der Isolierstation untergebracht. Die Klinik halte aber ein Bettenkontingent entsprechend den Vorgaben des hessischen Sozialministeriums bereit, um ihren Beitrag zur Versorgung von Corona-Patienten zu gewährleisten.

Der Wetteraukreis meldet am Mittwoch 1890 neue Corona-Fälle seit Mittwoch vergangener Woche. Sie verteilen sich wie folgt: Altenstadt (95), Bad Nauheim (169), Bad Vilbel (175), Büdingen (92), Butzbach (150), Echzell (46), Florstadt (56), Friedberg (209), Gedern (26), Glauburg (15), Hirzenhain (28), Karben (131), Kefenrod (19), Limeshain (37), Münzenberg (22), Nidda (166), Niddatal (56), Ober-Mörlen (23), Ortenberg (74), Ranstadt (38), Reichelsheim (60), Rockenberg (27), Rosbach (84), Wölfersheim (46) und Wöllstadt (46). Die Zahl der insgesamt nachgewiesenen Infektionen liegt danach bei 108 294. Aktuell sind den Angaben der Kreisverwaltung zufolge 4485 Wetterauer infiziert (Vorwoche: 5655).

Die Zahl der Todesfälle steigt ebenfalls: Drei Frauen im Alter von 71, 82 und 88 Jahren sind an den Folgen von Covid-19 gestorben.

Impftermine

im Internet

Das Robert-Koch-Institut meldet am Mittwoch für den Wetteraukreis eine Inzidenz von 561,6 (Vorwoche: 837,4). Die Hospitalisierungsinzidenz in Hessen liegt bei 6,99. Derzeit liegen den Angaben zufolge 139 Menschen wegen Covid-19 auf der Intensivstation, darüber hinaus gibt es noch 13 Verdachtsfälle.

Termine für Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen gibt es auf dem Portal https://booster-impfung-wetterau.de.

Wegen der gelockerten Corona-Regeln hat der Kreis den Veröffentlichungsrhythmus der Corona-Zahlen angepasst. Die Verwaltung gibt die Daten nur noch mittwochs und im Vergleich zur Vorwoche heraus. Für tagesaktuelle Zahlen verweist der Wetteraukreis auf die Internetseiten des Landes Hessen und das Divi-Intensivregister.

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