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Eberhard Bühler, Leiter der Keltenbergschule Stockheim, geht

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Eberhard Bühler, langjähriger Leiter der Keltenbergschule in Stockheim, wird in den Ruhestand verabschiedet. © Ingeborg Schneider

Kollegen und Wegbegleiterinnen, Angehörige und Freunde sowie Repräsentanten aus Politik und Elternschaft feierten mit dem Pädagogen in der Kulturhalle Stockheim das Ende seiner Dienstzeit.

Wie es seiner ein Schulleben lang praktizierten offenen Bürotür und entgegenkommenden Art entsprach, hieß der scheidende Leiter der Keltenbergschule Stockheim, Eberhard Bühler, selbst seine Gäste im Biergarten der Kulturhalle Stockheim zum Sektempfang anlässlich seiner Verabschiedung willkommen und nahm dabei schon zahlreiche Präsente von Kollegen und Wegbegleiterinnen, Angehörigen und Freunden sowie Repräsentanten aus der Politik und der Elternschaft entgegen. Für die musikalische Umrahmung der Feier sorgte am Keyboard Andreas Mann, Cousin der Hauptperson, mit Songs wie »My way«, »In my life« und »Somewhere over the rainbow«.

Vom Erzieher

zum Schulleiter

»Schule war nicht alles, aber sehr viel«, sagte Eberhard Bühler zur Begrüßung. »So sehr ich mich auf den Ruhestand freue - der Abschied fällt mir schwer, und ebenso der Gedanke, viele langjährig vertraute Menschen jetzt nicht mehr täglich zu sehen.«

»Sie waren ein Schulleiter mit Herzblut«, konstatierte Dezernentin Beate Rebstock vom Staatlichen Schulamt Bad Vilbel in ihrer Laudatio und skizzierte den Lebensweg eines jungen Absolventen des Büdinger Wolfgang-Ernst-Gymnasiums und der Universität Gießen, der wegen fehlender Einstellungsmöglichkeiten zunächst als Erzieher im Kitabereich arbeitete, wo er aber bereits seine Führungs- und Sozialkompetenz an den Tag gelegt und zum Leiter aufgestiegen sei.

Nach Episoden als Lehrer im Main-Kinzig-Kreis sowie Schulleiter der Adolf-Reichwein-Schule in Friedberg habe Eberhard Bühler seine Leitungsfunktion an der Keltenbergschule aufgenommen, für deren Namens- und Logo-Entwicklung er mit verantwortlich sei, sagte Rebstock. »Gemäß dem Bahnhofsambiente, in dem wir uns befinden, möchte ich Sie liebevoll mit einer altgedienten Dampflok vergleichen, die darauf achtet, stets alle Waggons, die großen und die kleinen, mitzunehmen, die auf ihrem Weg die vorgeschriebenen Gleise einhält, doch auch mit voller Kraft auf selbstgesteckte Ziele lossteuert.«

Die drei Säulen von Bühlers Arbeit seien seine wertschätzende Pädagogik gewesen, mit der er jedes einzelne Kind und dessen Eltern angenommen habe, seine Ansprechbarkeit und Nahbarkeit gegenüber dem Kollegium sowie sein Innovationswille, der nicht zuletzt dazu geführt habe, dass der Sportbereich der Keltenbergschule einer der bestausgestatteten unter den Grundschulen des Kreises sei, dass das Haus das Gesamtzertifikat »Gesundheitsfördernde Schule« errungen habe, über ein Ganztagsangebot mit vielen AGs sowie eine gute Zusammenarbeit mit dem Schulelternbeirat und dem Betreuungsverein Idefix verfüge.

Auch Glauburgs Bürgermeisterin Henrike Strauch unterstrich diese Eigenschaften Bühlers, die sie seinerzeit auch selbst als Mutter eines Grundschulkindes kennengelernt habe. »Die Gemeinde verdankt ihnen viel«, sagte Strauch, die dem frischgebackenen Pensionär Zeit für Träume und Visionen, die Familie und das Glück wünschte.

Tobias Stolte vom Schulelternbeirat und Michael Altvater als dessen Vorsitzender schilderten mehr als zwei Jahrzehnte gute, ausgleichende, zugewandte und transparente Zusammenarbeit aus Elternsicht, erinnerten an legendäre Schulfeste, Sponsorenläufe, Autorenlesungen sowie die Angebote der religiösen Erziehung.

Zum Abschluss

Reinhard Mey

Den Abschluss des offiziellen Teils bildeten nach einem Anspiel der Personalrätinnen Annette Gers und Meike Butt wechselnde persönliche Statements des Kollegiums, zunächst aus dem Publikum heraus, dann als Anliegen durch die sprichwörtliche offene Tür gesprochen, die auf der Bühne errichtet worden war, und schließlich als berührende Laudatio mit Geschenkübergabe samt Konzertkarten für Reinhard Mey und Herman van Veen.

Stimmig verabschiedete sich der so Geehrte - wie er es jahrelang bei seinen Viertklässlern zu tun pflegte, wenn sie die Schule verließen - mit einem Lied, in diesem Fall dem Reinhard-Mey-Song »Abschied«: »Ich hab’ nie Abschied genommen, ohne zerrissen zu sein. Doch das Leben ist wie ein reißender Fluss und erreich’ ich ein Ufer, komm’ ich doch nur zum Schluss, dass ich weitergehen muss.«

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