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Effizienter Brandschutz im Fokus: Zuschuss für Bau des Feuerwehrhauses in Ober-Widdersheim

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Bescheidübergabe: Benno Balser, Lucia Puttrich, Alexander Walz, Thorsten Eberhard und Michael Riesbeck. © Elfriede Maresch

Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Ober-Widdersheim wird mit 274 750 Euro bezuschusst. Ministerin Lucia Puttrich übergab es den Zuwendungsbescheid des Landes Hessen.

Ober-Widdersheim (em). Lucia Puttrich, Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, übergab einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 274 750 Euro an Niddas Bürgermeister Thorsten Eberhard - Geld , das in die Baufinanzierung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Ober-Widdersheim fließt.

Zur Übergabe waren auch Stadtbrandinspektor Benno Balser, der örtliche Wehrführer Michael Riesbeck und der Unter-Widdersheimer Wehrführer Alexander Walz gekommen. Die Ministerin betonte: »Solche Bescheide zeigen die langfristige und umfassende Unterstützung der Landesregierung für die Feuerwehren. Die Investitionen bewirken über die eigentliche Maßnahme hinaus eine bessere technische Ausstattung, bessere Arbeitsmöglichkeiten der Einsatzabteilungen und damit effizienteren Brandschutz.«

Puttrich erinnerte an die Feuerschutzsteuer als Finanzierungsgrundlage, aber auch an die von der Landesregierung schwankungsunabhängig festgelegte Garantiesumme, um Planungssicherheit zu gewährleisten. So seien dank der Erhöhung dieser Summe im Wetteraukreis in den vergangenen zwei Jahren 20 Fahrzeuge und acht Bauprojekte mit einer Gesamthöhe von mehr als 3,6 Millionen Euro gefördert worden.

1,6 Millionen Euro Gesamtkosten

»Dieser Förderbescheid ist hilfreich für die Maßnahme, deren Gesamtkosten schon bei der Planung vor zwei Jahren mit 1,6 Millionen Euro eingeschätzt wurden« meinte der Bürgermeister, zugleich erfahrener Feuerwehrmann. Es sei wichtig, den Männern und Frauen, die in den Freiwilligen Feuerwehren ihre Freizeit einsetzen, gute Arbeitsbedingungen zu bieten, auch um für die nächste Generation attraktiv zu bleiben. Insbesondere in den großen ländlichen Flächenkreisen wie der Wetterau seien die Feuerwehren unersetzlich. »Allein aus unserer kleinen Unter-Widdersheimer Jugendfeuerwehr sind 2021 drei Aktive in die Einsatzabteilung gewechselt« ergänzte Walz.

Benno Balser skizzierte die aktuellen Entwicklungsvorhaben von Wehren der Großgemeinde. Vor drei Jahren sei ein hauptamtlicher Gerätewart auch zur Unterstützung der örtlichen Feuerwehren eingestellt worden. Ein Anbau an das Gerätehaus Borsdorf/Harb sei in Arbeit. In Stornfels hoffe man, noch 2022 den ersten Spatenstich für den Neubau des Gerätehauses machen zu können. In Ober-Lais habe die Stadt bereits das Grundstück für ein neues Feuerwehrgerätehaus gekauft, der Förderantrag sei gestellt. Renovierungs- beziehungsweise Erweiterungsarbeiten seien an den Gerätehäusern Wallernhausen und Geiß-Nidda in Gang. Dank der von Landesmitteln finanzierten Funkmasten Ober-Lais und Michelnau sei die Alarmierbarkeit verbessert worden. Kürzlich konnte für den Standort Nidda ein kleiner Gerätewagen angeschafft werden, der auch von örtlichen Wehren und Feuerwehrvereinen genutzt werden kann.

Im Herbst sollen zwei Staffellöschfahrzeuge für die Kernstadt und für Geiß-Nidda/Borsdorf angeschafft werden, Ende 2022 ein neues Tanklöschfahrzeug für Wallernhausen. Zum Jahresende ist auch für Ober-Widdersheim der Kauf eines neuen Löschfahrzeugs geplant. Zudem wurden an den Niddaer Feuerwehrfahrzeugen Abgasabsauganlagen eingebaut, um die Immissionen des Dieselbetriebs zu reduzieren.

Keinen Platz zum Duschen

Das Ober-Widdersheimer Gerätehaus stammt aus dem Jahre 1950. »Seit Jahren bemängelt der Technische Prüfdienst unser überaltertes Gebäude. Wir haben keinen Platz für Duschen, zu wenig Parkmöglichkeiten für unser 25 Kräfte in der Einsatzabteilung« meint Riesbeck. »Am jetzigen Standpunkt gibt es beim besten Willen keine Erweiterungsmöglichkeiten. Die Stadt hat schon ein entsprechendes Gelände gekauft. Das Gerätehaus, das dann von einer gemeinsamen Einsatzabteilung Ober- und Unter-Widdersheim genutzt wird, kommt auf die Schotterfläche gegenüber dem Bürgerhaus. Daneben wird die künftige Festwiese sein. Die Feuerwehrvereine bleiben getrennt bestehen.« Auch in Ober-Widdersheim ist Nachwuchsförderung wichtig. 15 Jungen und Mädchen sind in der Kinderfeuerwehr, zwölf Teenager in der Jugendfeuerwehr.

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