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Ein optimistischer Blick nach vorne

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Von: red Redaktion

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Der neue Vorstand des Rotary Clubs Nidda stellt sich vor (v. l.): Werner Bauer, Christine Stanelle, Gert Holle, Dr. Tina Stellwag, Dr. Christoph Kober und Hans-Werner Gierhardt. © pv

Nidda (red). Seit 2016 studiert Margarita Anishchenko an der Staatlichen Universität für Transportwesen in St. Petersburg. Ihr Schwerpunkt lag dabei auf Automation und intelligenten Technologien. Als sie 2017 vom Wettbewerb »Sprache-Kultur« erfuhr, den der Rotary Club Nidda im Rahmen seines Ost-Stipendiaten-Programms in Kooperation mit dem Deutsch-Russischen Begegnungszentrum in St.

Petersburg ausgerichtet hatte, zögerte sie nicht, ihre Bewerbung einzureichen. Sie gewann mit einem Vortrag über den deutschen Erfinder und Industriellen Werner von Siemens und erhielt ein Stipendium in Deutschland. Mittlerweile neigt sich ihr Bachelorstudium an der Universität Gießen dem Ende entgegen und sie nahm im Rahmen der Feier zum Ämterwechsel im Rotary Club die Gelegenheit wahr, über ihre Erfahrungen zu berichten.

Stipendien

für Studierende

Die Zeit der Pandemie erlebte sie als unheimlich schwer. Semesterplanungen änderten sich, Lerneinheiten fielen aus, der Job in einer Inventurfirma, der sie finanziell über Wasser hielt, beinhaltete Nachtarbeit und Reisen in andere Städte, sodass die Vorbereitungen zu Prüfungen litten. Die Entfernung zu ihrer Familie und die Ungewissheit über die Entwicklungen in ihrer Heimat erschwerten zusätzlich die Konzentration. Der RC Nidda habe sie in dieser schwierigen Zeit sehr unterstützt und die Mietkosten im Studentenwohnheim übernommen, so dass sie die anstrengende Tätigkeit einstellen und eine bessere Verdienstmöglichkeit finden konnte. Ihren Dank richtete Anishchenko besonders an die beiden Projektverantwortlichen im Club, Dr. Christoph Kober und Wolfgang Wagner, die sie vielfach unterstützt hätten.

Mit großem Engagement förderte der RC Nidda seit dem Jahr 2000 elf junge Studenten aus St. Petersburg und ermöglichte ihnen einen zweisemestrigen Aufenthalt in Deutschland. Derzeit schreibt Margarita Anishchenko an ihrer Bachelorarbeit, mit der sie gleichzeitig ihre berufspraktische Phase bei der Firma Bosch beendet. Im Namen des RC Nidda dankte Präsident Gert Holle Margarita Anishchenko für ihren Erfahrungsbericht mit einem Geschenk.

Zuvor hatte Holle, der bereits seit Februar die Führung des Clubs nach dem überraschenden Rücktritt von Gabor Szramek übernahm, die zahlreich erschienen Mitglieder und Gäste über die Aktivitäten der vergangenen zwölf Monate informiert. Auch stimmte er auf das kommende rotarische Jahr ein. Die zahlreichen Aktivitäten zeigten, dass trotz Pandemie und phasenweise eingeschränkter Kontaktmöglichkeiten doch vieles möglich gewesen sei: Ob interessante Vorträge über »Die Reisen Heinrich Schliemanns« oder »Das Leben des Arztes Ignaz Semmelweis«, ein Besuch des Films »Tomorrow - die Welt ist voller Möglichkeiten« oder eine Exkursion in die Privatrösterei Philipp sowie eine Online-Weihnachtsfeier oder Projekte wie die Baumpflanzaktion im Niddaer Schwimmbad in Kooperation mit der Stadt. Alle diese Aktivitäten seien ein Indiz, dass der RC Nidda den »Stresstest« durch Corona gut gemeistert habe, so Holle. Er dankte allen Mitgliedern, die in dieser schweren Zeit Geduld bewiesen und durch den Zusammenhalt dem Vorstand den Rücken gestärkt hätten. Ein Höhepunkt sei die Intensivierung der Partnerschaft mit den Rotary Clubs in Cergy (Frankreich) und Crewe and Nantwich Weaver durch ein gemeinsames Online-Quiz, einem weiteren Onlinetreffen und durch das Festwochenende zur 30-jährigen Partnerschaft mit Aktionswochenende im Mai in Nidda gewesen.

Aufnahme eines

neuen Mitglieds

Nach der Vorstellung des neuen Vorstands, der turnusmäßig für ein Jahr amtiert und dem neben Holle als Präsident, Dr. Christoph Kober als sein Stellvertreter, Dr. Tina Stellwag als Clubmeisterin, Christine Stanelle als Schatzmeisterin, Werner Bauer als Clubsekretär und Hans-Werner Gierhardt als Berufsdienstbeauftrager angehören, schlug Holle die Brücke zur Aufnahme eines neuen Mitglieds. Mit dem von ihm komponierten und vorgetragenen Lied »Light up the friendship of the people« (»Haltet die Freundschaft hoch«) begrüßte er Nicole Fuchs aus Nidda in den Reihen der Rotarier. Die studierte Ingenieurin hat sich vor zwei Jahren mit dem Laden »Laden, Zwirn und Fingerhut«, einem Fachgeschäft für Handarbeitsbedarf, in Nidda selbstständig gemacht.

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