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»Ein wunderschöner Beruf«

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Von: red Redaktion

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Marco Bettner, stellvertretender Leiter des Studienseminars, und Ilse Ebert, Verantwortliche für den Förderschulbereich (v. r.), mit den 31 neuen Lehrkräften im Vorbereitungsdienst. FOTO: BÜTTNER © pv

Wetteraukreis (red). Das Studienseminar für Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen in Bad Vilbel bildet 31 neue Referendarinnen und Referendare aus: elf Lehrkräfte werden in der Grundschule unterrichten, 14 im Haupt- und Realschulbereich und sechs im Förderschulbereich.

In seiner Begrüßungsansprache bedauerte der stellvertretende Studienseminarleiter Marco Bettner die geringe Zahl, denn Lehrerinnen und Lehrer würden dringend gebraucht. Die Referendarinnen und Referendare könnten bereits stolz auf das Erreichte sein. »Das Referendariat ist zwar kein Zuckerschlecken, aber die Neugier auf das neue Aufgabengebiet und die zahlreichen neuen und gewinnbringenden Aufgabengebiete werden schon bald erste Eindrücke dieses wunderschönen Berufes liefern, in dem eine gelungene Beziehungsarbeit für vieles entschädigt«, betonte Bettner.

Interesse an Schülern zeigen

Beziehungsarbeit bedeute Kommunikationspflege, das sei unabdingbar für ein lernförderliches Klima. Darunter falle auch, Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler zu involvieren und mit festen Unterrichtsritualen zu arbeiten, welche Halt geben. Damit zeige die Lehrkraft unter anderem Interesse an den Tätigkeiten und Themen, die den Schülerinnen und Schülern wichtig sind.

»Seit der Hattie-Studie ist bekannt, dass für den Lernerfolg im Wesentlichen die Lehrkraft verantwortlich ist. Es wird unter anderem empirisch belegt, dass neben den didaktischen und methodischen Kompetenzen der Lehrkraft die Beziehung zu den Schülerinnen und Schülerin von zentraler Bedeutung ist«, betonte Bettner. Diese sei die Basis für jedes effektive Lernen. Reine Sachlichkeit sei nicht mehr der richtige Weg. Bettner: »Eine reine Beherrschung des Stoffes reicht nicht mehr aus. Wichtiger denn je ist es, die Kinder zu erreichen, Schülerinnen und Schüler wollen gesehen werden.« Kinder und Jugendliche seien nun mal keine Lernmaschinen.

Daher sei die 21 Monate dauernde Ausbildung nach dem Studium ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil, um Schulqualität zu gewährleisten. Das Studienseminar Bad Vilbel unterstütze alle Referendarinnen und Referendare individuell während der gesamten Zeit und sei ein verlässlicher Ansprechpartner für eine fachlich und methodisch gute Ausbildung.

Vorfreude und Respekt

Diese Sicht bestätigten auch die neuen Referendare. Jana Löffel, die im Haupt- und Realschulbereich an der Kurt-Schumacher-Schule in Karben ihren Dienst antritt und dort bereits während ihres Studiums tätig war, wies darauf hin, dass sie die Beziehungsarbeit mit den Jugendlichen bereits damals als elementaren Bestandteil angesehen habe. Sie freue sich darauf, ihre Kompetenzen durch das Referendariat erweitern und mit ihren Fächern weiter verzahnen zu können. Trotz aller Freude, nun feste Lerngruppen unterrichten zu dürfen, habe sie aber großen Respekt vor den Anforderungen des Studienseminars. Ähnlich sieht es auch Felix Brandt, der das Lehramt an Förderschulen anstrebt und an der Erich-Kästner-Schule in Konradsdorf arbeitet. Auch er hat bereits Erfahrung im Schulbereich, steht dem Referendariat aber unvoreingenommen gegenüber und sieht die Lernangebote als Chance.

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