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Einbruchsschutz

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Von: red Redaktion

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Ulrike Stelz (VdK Nieder-Florstadt) und Ellen Otto (VdK Stammheim, r.) danken Referentin Sylvia Jacob von der Polizei für ihren Vortrag zum Thema »Sicheres Zuhause«. © pv

Florstadt (red). Der vierte und letzte aufklärende Vortrag der Florstädter Sozialverbände befasste sich dieser Tage im Bürgerhaus Nieder-Florstadt mit dem sicheren Zuhause. Beim Zusammenschluss der VdK-Ortsverbände Nieder-Florstadt und Stammheim sowie der Awo-Ortsgruppe Stammheim war Sylvia Jacob von der Polizei Bad Nauheim zu Gast, die als kriminalpolizeiliche Beraterin für den Wetteraukreis dort auch zu präventiven Maßnahmen berät.

Ihr Betätigungsfeld umfasst neben der Einbruchssicherheit auch Seniorenkriminalität, Zufahrtschutz und Schulen im Polizeipräsidium Mittelhessen, zu dem auch der Wetteraukreis gehört.

Jacob begann ihre Ausführungen mit Zahlen: So bilanzierte man 2021 im Polizeipräsidium Mittelhessen 622 Einbrüche, fast die Hälfte - 49 Prozent - blieben jedoch erfolglos. Im Wetteraukreis zählte man 196 Einbruchsdelikte. Die Zahlen seien rückläufig, so Jacob, weil immer mehr Bürger ihre Häuser und Wohnungen aufrüsten, wegen Corona mehr Menschen zu Hause sind und es immer mehr Fahndungserfolge gebe.

Das wichtigste Argument gegen Einbrüche bleibe aber der richtige Einbruchsschutz, so Jacob. Ihr Rat: »Fenster immer vom Fachmann einbauen lassen.« Gerade bei Neu- und Umbauten sollte man Wert auf Sicherheitsfenster legen. Die seien zwar rund 15 Prozent teurer, verfügten aber über entsprechende Widerstandsklassen (RC2 oder RC3). Doch auch für vorhandene Fenster gebe es Nachrüstmöglichkeiten. Wobei Fenstersicherungen und bessere Beschläge auch ein Fachmann einbauen sollte. »Geprüfte und zertifizierte einbruchhemmende Nachrüstprodukte findet man in der Liste www.k-einbruch.de«, sagte Jacob. Dort sind auch Betriebe aufgelistet, die die Polizei für den Einbau der Sicherungsprodukte empfiehlt. Weitere Informationen gibt es auch auf www.polizei-beratung.de.

Hilft eine Alarmanlage?

Die meisten Einbrüche geschehen tagsüber in der dunkleren Jahreszeit. Haustüren sollte man grundsätzlich abschließen, zusätzliche Sicherung verspricht das Nachrüsten mit Querriegel oder Kastenriegelschloss. Alarmanlagen seien nur sinnvoll, wenn man alle Fenster und Türen mit mechanischen Sicherungen versieht. »Der Einbrecher braucht keine zwei Minuten, um ins Haus zu gelangen, wo er zumeist im Schlafzimmer, Wohnzimmer und Büro Gold, Schmuck und Bargeld sucht. Bis über die Meldung der Alarmanlage Hilfe eintrifft, ist der Täter längst über alle Berge«, weiß Sylvia Jacob.

Wenn man länger nicht zu Hause ist, sollte man für Leben in der Bude sorgen, rät die Polizistin. Es gibt Flackerlichter, die einen laufenden Fernseher simulieren, Rollläden sollten rauf und runter bewegt werden, Mülltonnen nicht lange draußen stehen und man soll mögliche Aufstiegsmöglichkeiten für Einbrecher rund ums Haus entfernen. Auch eine funktionierende Nachbarschaft sei ein gutes Mittel gegen Einbrüche. Bettler oder auffällig langsam fahrende Fahrzeuge kann man melden.

Sylvia Jacob verwies weiter auf Informationsbroschüren zur technischen Sicherheit, zum Smart Home mit Einbruchsschutz und eine mögliche staatliche Förderung.

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