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Entspannter Tag im Garten Kölsch

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Bei Fingerfood und Kuchen genießen die Gäste den Sonnenschein, das Ambiente und die Darbietungen der Künstler. FOTO: SCHNEIDER © Ingeborg Schneider

Büdingen (mü). Es war ein entspannter und inspirierender Sonntag im Garten Kölsch: Bei Fingerfood, Kuchen und kühlen Getränken vom Stand des Bürgerforums Steinernes Haus genossen zahlreiche Gäste rund fünf Stunden lang den Sonnenschein, das wundervolle Ambiente und die vielseitigen Darbietungen der Muks-Ensembles in wechselnden Besetzungen.

Das neue Konzept für das Garten-Kölsch-Fest unter dem Motto »Blüten, Klang und Chorgesang« fand viel Beifall, zudem wurde in Gesprächen am Rande immer wieder das zauberhafte Flair der Altstadt und ihrer Gärten gelobt. Für einen Augenblick schienen die Schäden der großen Flut vom Januar 2021 vergessen, rückten Träume von einem unbeschwerten Sommer mit vielen reizvollen kulturellen Ereignissen sowie Visionen zur interkommunalen Landesgartenschau 2027 in den Fokus.

Genuss für alle Sinne

So berichteten Benedikt Bach als Leiter der Musik- und Kunstschule, Dr. Hubertus Protz als Vorsitzender des Bürgerforums Steinernes Haus sowie der Multimediamacher und Drehbuchautor Ekkehard Makosch von wechselseitiger Unterstützung und personellen Überschneidungen zwischen ihren Institutionen und dem Pflegeteam des Gartens Kölsch unter der Leitung von Landschaftsarchitektin Anette Schött. »Es wäre so schön, wenn das Fürstenhaus aktiv kooperieren und unsere Visionen für die Büdinger Gärten, Parks und Häuser ebenso konstruktiv unterstützen würde - auch im Hinblick auf die bevorstehende interkommunale Landesgartenschau 2027«, sagten die drei Männer. »Dass das Steinerne Haus und die Schlossmühle langsam verfallen und niemand zu ihrer Rettung aktiv werden darf, ist ein Unding«, war das Trio sich einig.

Diese bedauerlichen Tatsachen konnten den Genuss für alle Sinne allerdings nicht trüben: Begeistert verfolgte das Publikum das reichhaltige Programm, bei dem die Künstlerinnen und Künstler der Muks sich abwechselten. Den Auftakt bildete die »Stadtmöbelmusik« zusammen mit Vogelgeschichten von Sonja Bender, die eine Lanze für den musikalischen Wert des Pfeifens brach und das Publikum gemeinsam mit Ronka Nickel zum lustigen Imitieren der Vogelstimmen mit der Hilfe von Pfeifplättchen, auch »Vogl-Pfeiferl« genannt, animierte.

Sommermusik aus dem alten England hatte das Flötentrio um Ursula Vogt mitgebracht, während das Vororchester unter Simon Ullmann eine musikalische Weltreise unternahm. Dem Orchester »Les Chordes« folgten bezaubernde Disney- und Musicalsongs von Katharina Pipp, die von Irina Ullmann am Keyboard begleitet wurde. Der »Amselchor« der Jüngsten ab vier Jahren sang unter der Leitung von Katharina Padrock, die auch die »Jung singers« mit ihrem Gospelrepertoire und die »Singerellas« mit einem Reigen an Evergreens leitete.

Stipendium vom Inner-Wheel-Club

Ronka Nickel zeigte in Kooperation mit den Kindertagesstätten »Märchenburg« in Büches und »Villa Farbenklecks« in Büdingen, wie viel Spaß musikalische Früherziehung und bewegte Tierlieder bereiten, und der »Lerchenchor« der Sieben- bis Zwölfjährigen baute sich musikalisch sein Traumland. Den Schlussakkord setzte das Tuba-Quartett unter Jaroslav Zakoucky.

Am Rande des beschwingten Festes sicherten Vizepräsidentin Monica Monico und Pastpräsidentin Dr. Ingrid Wieland vom Inner-Wheel-Club Bad Orb, Büdingen und Nidda Benedikt Bach ein Schülerstipendium zu, das es vier Jugendlichen ermöglichen wird, pro Woche eine Viertelstunde mehr Unterricht an ihrem Lieblingsinstrument in Anspruch zu nehmen.

Der Club sei von der Qualität des Muks-Angebots, wie es sich im Rahmen dieses Festes darstelle, zutiefst überzeugt, versicherten die beiden Damen.

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Benedikt Bach, Dr. Hubertus Protz und Ekkehard Makosch berichten von vielfältiger wechselseitiger Unterstützung und personellen Überschneidungen zwischen ihren Institutionen und dem Pflegeteam des Gartens Kölsch. FOTO: SCHNEIDER © Ingeborg Schneider

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