1. Startseite
  2. Region
  3. Wetteraukreis

Entwicklungsziele werden neu definiert

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

hks_Naturpark-Vorstand_2_4c
Der Vorstand des Zweckverbandes Vulkanregion Vogelsberg traf sich zu seiner Frühjahrssitzung zusammen mit dem Mitarbeiter-Team auf dem Hoherodskopf. FOTO: WEIL © Stefan Weil

Schotten (sw). Der Naturpark Vulkanregion Vogelsberg hat die Weichen für die Zukunft gestellt. Das teilt Geschäftsführer Rolf Frischmuth nach der Frühjahrssitzung des Vorstandes im Infozentrum auf dem Hoherodskopf mit. Wichtigstes Thema der kommenden Monate ist die Erarbeitung eines Pflege- und Entwicklungsplanes.

Hintergrund ist eine Vorgabe des Landes Hessen an alle Naturparke, solche zukunftsweisenden Konzepte zu erstellen. Zielsetzung ist es, Schutz- und Entwicklungsziele für die nächsten zehn bis 15 Jahre zu definieren und umzusetzen. Mit dieser Aufgabe im Vogelsberg wurde das Büro PlanWerk in Nidda beauftragt.

Konzept soll im Herbst vorliegen

Wie Bürgermeisterin Susanne Schaab sagt, wird für die Erstellung des Pflege- und Entwicklungsplans mit rund 50 000 Euro an Kosten gerechnet. 80 Prozent davon übernimmt das Land Hessen. Zur Verbandsversammlung im Herbst dieses Jahres soll ein Entwurf vorliegen.

Der Naturpark hat einen neuen Mitarbeiter, der auf der Vorstandssitzung vorgestellt wurde. Niclass Brähler, Zimmermannsmeister aus Herbstein, wird zukünftig das Team verstärken, zu dem seit rund zwei Jahren auch Uwe Radmacher gehört. »Wir haben damit unsere Mannschaft für den Außendienst im Hinblick auf die Zukunft erheblich verjüngt«, betont Rolf Frischmuth. Der Geschäftsführer erinnert in diesem Zusammenhang an die vielfältigen Aufgaben bei der Pflege von Wanderwegen, Waldparkplätzen, Spielplätzen und anderen Freizeiteinrichtungen für Entspannung und Erholung suchende Menschen. Dazukommt in den Wintermonaten die aufwendige Pflege des Loipennetzes im hohen Vogelsberg, wobei sich der Naturpark - nicht zuletzt im vergangenen Winter - Bestnoten verdient hat, wie immer wieder aus Kreisen von Skilangläufern und Skiwanderern zu vernehmen ist.

Um die umfangreichen Pflegearbeiten zukünftig effektiver zu gestalten, hat der Zweckverband einen neuen Hochgrasmäher angeschafft. Das 15 000 Euro teure Spezialgerät ermöglicht es, im Frühjahr das in dieser Jahreszeit schnell wachsende Gras deutlich schneller als mit den sonst üblichen Geräten kurzzuhalten. Zur Finanzierung hat das Land Hessen mit 8000 Euro beigetragen. »Mit dem Einsatz modernster Technik wird die Arbeit unserer Mitarbeiter effizienter und letztlich auch kostengünstiger«, sagt der Geschäftsführer.

Eigentlich seien zwei Mitarbeiter für den Außendienst angesichts der Fülle der Aufgaben zu wenig«, so Frischmuth. Der Naturpark hat eine Fläche von 90 000 Hektar und erstreckt sich in mehr oder weniger großen Bereichen über die drei Landkreise Vogelsberg, Wetterau und Gießen. Insbesondere im Frühjahr zum Saisonstart steht die Instandsetzung der zahlreichen Wanderwege auf dem Arbeitsplan, darunter auch der Vogelsberger Vulkanring. Der rund 120 Kilometer lange Qualitätswanderweg hat eine überregionale Bedeutung und wird jährlich von vielen Wanderern für einen erholsamen Ausflug genutzt. Der Vulkan-Ring lässt sich auch in mehreren Tagesetappen erwandern.

»Im Info-Zentrum auf dem Hoherodskopf mit der naturschutzfachlichen Ausstellung nehmen in diesen Tagen ein neuer Mitarbeiter und eine neue Mitarbeiterin ihren Dienst auf. Damit können wir die umfangreichen Öffnungszeiten aufrechterhalten«, freut sich Rolf Frischmuth. In der Sommersaison ist das Info-Zentrum täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Nach Mitteilung des Geschäftsführers wurde auch das Thema Bismarckturm in der Vorstandssitzung des Zweckverbandes angesprochen. Der zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts gebaute Aussichtsturm auf dem Taufstein, der höchsten Erhebung des Vogelsbergs, ist wegen massiver Witterungsschäden seit Jahresbeginn 2020 für Besucher geschlossen.

Der Naturpark beteiligt sich zum vierten Mal an der »Qualitätsoffensive Naturparke« des Verbandes Deutscher Naturparke. Sie entstand in den Jahren 2004/2005 mit Förderung durch das Bundesamt für Naturschutz und durch das Bundesumweltministerium. Alle fünf Jahre erfolgt eine Weiterentwicklung. Sogenannte Qualitäts-Scouts werden die Naturparke anhand eines Kriterienkataloges bewerten. Ihre qualifizierte Beratung ist zugleich ein wertvolles Instrument zur Selbsteinschätzung und kontinuierlichen Verbesserung der Arbeit vor Ort, wie Bürgermeisterin Schaab sagt.

Auch interessant

Kommentare