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Eröffnungstag macht Lust auf mehr

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leo_markt3_011222_4c © Oliver Potengowski

Mit einem kleinen, aber feinen Rahmenprogramm eröffnete die Stadt am Mittwochnachmittag den Weihnachtszauber. Seit der Verlängerung des Marktes auf fünf Tage hat er deutlich an Attraktivität gewonnen. Zahlreiche Gäste kamen am ersten Abend in die Büdinger Altstadt - eine angenehme Überraschung, mit der selbst viele Anbieter nicht gerechnet hatten.

Ich kann Euch gar nicht sagen, wie ich es vermisst habe, hier zu stehen«, erklärte Johannes Welbrink, der das Bühnenprogramm zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes moderierte. Eine Empfindung, die er offenbar mit vielen Leuten in der Region teilte. Denn schon am Nachmittag waren relativ viele Menschen gekommen. Im Verlauf der nächsten Stunden füllten sich die Gassen der Büdinger Altstadt zusehends.

Bürgermeister Benjamin Harris forderte die Gäste auf, sich in der Vorweihnachtszeit »ein bisschen Abstand vom Stress und der Hektik des Alltags« zu gönnen. Ein Gedanke, an den auch Erste Stadträtin Katja Euler anknüpfte. Nicht nur bei ihr sei die Adventszeit viel zu unruhig, vermutete sie. »Ich glaube, nicht einmal die Kinder können die verklärte Adventszeit unserer Kindheit erleben.« Umso wichtiger sei es, in der Atmosphäre der Büdinger Altstadt ein paar schöne Stunden erleben zu können.

Mehr als 90 Stände

Harris lud das Publikum zu einem Bummel zwischen den mehr als 90 festlich geschmückten Ständen ein. Neben zum Teil sehr ausgefallenen Dekorationsartikeln und Geschenkideen gibt es auch jede Menge Leckereien zu entdecken. Viele Gäste nutzten zudem die Gelegenheit, in den Geschäften der Neu- und Altstadt nach einem Geschenk zu suchen. »Interessant, dass es hier noch so viele Läden gibt«, wunderte sich ein auswärtiger Besucher.

Harris wies bei der Eröffnung auf besondere Programmpunkte wie die Künstlerweihnacht am Wochenende im Oberhof hin. Abschließend dankte er den vielen Helfern, den Mitarbeitern des Bauhofs und dem Büdinger Gewerbe- und Verkehrsverein, ohne die der Weihnachtszauber in dieser Form nicht möglich wäre. Gemeinsam mit der Froschkönigin Jule I. (Jule Eschenbrenner) und dem Apfelsaftkönig Achim Traumüller eröffneten Euler, Harris und der stellvertretende Vorsitzende des Gewerbevereins, Rüdiger Link, anschließend den Markt.

Dieser ist inzwischen nicht nur der größte und längste Weihnachtsmarkt in der Region. Auch sein umfangreiches Programm trägt maßgeblich zur Attraktivität bei. Dieses läutete auf der Bühne Danny-June Smith mit gelungenen Interpretationen traditioneller wie auch moderner Weihnachtslieder ein. Mit einer deutschen Version des Bette-Middler-Titels »From a Distance« als Zugabe schloss sie ihren Auftritt.

Stimmung mit Alphorn-Trio

Es folgte das Alphorn-Trio Blechholz-blosn. Bereits auf dem Bleichenbacher Weihnachtsmarkt hatten Matthias und Volkmar Haberland am vergangenen Wochenende zusammen mit Paul Lanzerath für vorweihnachtliche Stimmung gesorgt. Am Mittwochabend genossen ebenfalls viele Zuhörer auf dem Marktplatz den Auftritt des Trios.

Auch beim Weihnachtszauber war zu beobachten, was schon bei den meisten Festen im Verlaufe dieses Jahres zu sehen war: Die Menschen freuen sich darüber, dass es endlich wieder große Veranstaltungen und Feste gibt. Entsprechend höher sind oft die Besucherzahlen.

Dass schon am ersten Abend so viele Gäste auch aus der weiteren Region zum Weihnachtsmarkt gekommen waren, überraschte einige Standbetreiber offensichtlich. Klaus Merz, der mit CDU-Parteifreunden Wildbratwurst anbot, berichtete, dass nach knapp zwei Stunden im Laufe des Nachmittags schon 150 Bratwürste verkauft waren. Gegen 19 Uhr waren dort die Speisen ausverkauft. Ähnlich erging es auch einem professionellen Anbieter von Spießbraten im Oberhof.

Ganz bewusst unter der Woche

Dass Büdingen mit seinem Weihnachtszauber einen der attraktivsten Weihnachtsmärkte geschaffen hat, bestätigten auch Tamina aus Wächtersbach und Larissa aus Langenselbold, die sich vor dem Heuson-Museum einen Glühwein schmecken ließen. In ihren Heimatstädten sei der Markt nicht so schön, stellten sie fest. In Büdingen seien die Stadt und die Stände viel geschmackvoller geschmückt. Dabei empfehlen sie besonders die Wochentage für einen Besuch. »Da ist es nicht so überfüllt. Deshalb sind wir jetzt da.«

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leo_markt2_011222_4c © Oliver Potengowski
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leo_markt4_011222_4c © Oliver Potengowski
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leo_markt5_011222_4c © Oliver Potengowski
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leo_markt1_011222_4c © Oliver Potengowski

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