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»Erste echte Spuren im Leben«

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Als eine von vier Abschlussklassen erhalten die Schülerinnen und Schüler der 9Hb von Andreas Schmittberger (r.) bei der Akademischen Feier ihre Abschlusszeugnisse. © Jürgen W. Niehoff

Altenstadt (jwn). Unter dem Motto »Spuren hinterlassen« stand die akademische Feier für die Abschlussklassen der Haupt- und Realschulzweige der Limesschule in Altenstadt.

»Mit euren Abschluss hier an der Limesschule habt Ihr die ersten echten Spuren in eurem jungen Leben hinterlassen«, begann der kommissarische Schulleiter Oliver Eissing seine Rede bei der Abschlussfeier für je zwei Klassen der Haupt- und der Realschule. Die vergangen zwei Jahre seien coronabedingt sehr schwierige Jahre gewesen. Lernen allein zu Hause, Hausaufgaben per E-Mail nach Hause und Test in Wohnzimmeratmosphäre - das waren besondere Herausforderungen, die erst einmal bewältigt werden mussten. Und genau das sei ihnen gelungen - die Abschlusszeugnisse bewiesen dies.

Mit Herz und

Leidenschaft

Auch Jörg Grieshaber, der Vorsitzende des Elternbeirats, ging in seiner Rede auf die Corona-Pandemie und deren Folgen ein. Die Abgeschiedenheit zu Hause habe bei vielen zur Bildung von noch mehr Selbstvertrauen beigetragen. »Allein zu Hause die Aufgaben zu machen ohne Hilfe durch den Lehrer bewerten sehr viele als persönlichen Erfolg«, sagte Grieshaber aus eigener Erfahrung. Denn seine Tochter Jennifer gehöre ebenfalls zur Abschlussklasse. Herz und Leidenschaft gehörten aber ebenfalls zum Erfolg. Als Beweis hatte Grieshaber Leonie Schieferbein mitgebracht, eine Abiturientin des diesjährigen Jahrgangs, die, von der Hauptschule gestartet, nun ihr Abitur in der Tasche habe. »Es war ein langer und schwieriger Weg. Und hätte ich nicht so tolle Unterstützung von meinen Lehrern, meinen Eltern und meinen Freunden gehabt, hätte ich den Weg nicht geschafft. Zu oft schienen die Hürden unüberwindlich und die Selbstzweifel zu groß. Aber am Ende habe ich es geschafft und darauf bin ich sehr stolz«, berichtete die Abiturientin. Sie riet ihren ehemaligen Mitschülern der Limesschule deshalb nie aufzugeben und stets Selbstvertrauen zu bewahren.

Schließlich wünschten auch die jeweiligen Klassenlehrer ihren Schülerinnen und Schülern alles Gute. »Hört bei der Berufswahl auf Eure innere Stimme, aber lasst Euch auf der anderen Seite auch helfen. Denn nicht jeder Ratschlag von außen ist ein Besserwisserischer.« Ganz besonders stolz war der Klassenlehrer der 9Hb, Andreas Schmittberger, auf die Tatsache, dass acht Schülerinnen und Schüler bereits einen Ausbildungsplatz gefunden haben, noch bevor sie ihr Abschlusszeugnis in der Hand hatten. »Das ist ein echter Rekord in meiner Zeit als Lehrer an dieser Schule«, so Schmittberger. Und auch er betonte noch einmal, dass der Schulabschluss ein wichtiger Schritt im Leben eines jeden jungen Menschen sei. »Ihr habt etwas erreicht, auf das Ihr stolz sein könnt. Deshalb vertraut jetzt auf eure Stärke und nutzt sie für den weiteren Lebensweg«, so Schmittberger.

Jahrgangsbeste:

Sarah Fay Jochem

Nach der Übergabe der Abschlusszeugnisse ehrte man die Klassenbesten. »Eine Aufgabe, die normalerweise unser Bürgermeister vollzieht. Doch der ist leider heute verhindert«, so Christiane Petri, die Leiterin des Realschulzweigs. Er habe aber ausrichten lassen, dass er die vier Besten noch einmal ins Rathaus einladen und sie besonders ehren werde. Und das sind Emirbaran Yeniay aus der Klasse 9Ha mit einem Notenschnitt von 1,9, Isac Timotei Petrisor aus der Klasse 9Hb erreichte einem Notenschnitt von 2,0 und Tim Falk aus der 10Ra kam auf eine Durchschnittsnote von 1,4 Den Abschluss bildete Sarah Fay Jochem aus der Klasse 10Rb mit einer Durchschnittsnote von 1,2. Sie ist damit auch die Jahrgangsbeste der beiden Schulzweige.

Den anschließenden Abschied der Klassen nutzten dann noch viele Schülerinnen und Schüler für ein gemeinsames Foto mit ihrem Klassenlehrer oder der Lieblingslehrerin.

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