1. Startseite
  2. Region
  3. Wetteraukreis

Es lohnt sich, für Träume zu kämpfen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

leo_schule1_210722_4c
leo_schule1_210722_4c © Elfriede Maresch

Ortenberg (em). Günstig, wenn eine Schule über ein »Wohnzimmer unter freiem Himmel« verfügt, das Schülerinnen und Schülern mitgestaltet haben. So bot der Hof der Erich-Kästner-Schule den sommerlichen Rahmen für die Abschlussfeier der Klassen BO 9 und H 10, zu der zahlreiche Eltern gekommen waren. Die Schule verabschiedete 22 Jugendliche. Für Bewirtung und Service sorgten die Jugendlichen der Klassen BO 7.

1 und BO 7.2. Mit Spenden hatte Stefan Rösch (Rewe-Markt Stockheim) die Bewirtung unterstützt.

»Was bleibt am Ende der Schulzeit?« Mit dieser Frage wandte sich Schulleiter Markus Metzeld an Jugendliche und Eltern: »Im besten Fall Freudschaft, das Vertrauen auf das Schulteam und die Erfahrung des Ernstgenommenwerdens.« Lächelnd richtete er sich an die Zuhörer, wie denn alle kurzen Ansprachen dieses Tages locker und persönlich waren: »Die H 10 sieht schon ganz schön erwachsen aus.« Markus Metzeld wünschte den jungen Leuten Selbstbewusstsein, die Kraft, für ihre Ziele und Träume zu kämpfen, für sich selbst einzustehen: »Ihr seid jung, alles kann im Leben noch geschehen.«

Direkt an die Klasse BO 9 wandte sich der Klassenlehrer Michael Franz: »Jeder, jede von euch war wichtig und gewollt. Ich habe euch oft in Gedanken mit nach Hause genommen. Ihr biegt nun in den Kreisverkehr ein. Setzt rechtzeitig den Blinker, dreht euch nicht im Kreis. Ich wünsche euch, dass ihr gute Freunde habt, die euch durchs Leben begleiten, Menschen, denen ihr Vertrauen schenken könnt.« Franz, der jetzt die Schule wechselt, bedankte sich beim Kollegium und dem Schulleiter für die gute Zusammenarbeit. Abschiedsgeschenkewaren angesagt: Ein Schüler trat vor und bedankte sich bei Michael Franz mit einem selbst entworfenen Poster, das dessen Lieblingsband zeigt. Die ganze Klasse war auf einer Collage abgebildet, die ein anderer Schüler angefertigt hatte.

Heitere Spielszene

Von der H 10 verabschiedeten sich die Lehrerinnen Nicole Robertson und Britta Schäfer mit einer heiteren, selbst erdachten Spielszene. »Ich mach nichts richtig, meine Schüler haben nur zu klagen« wendet sich die am Boden zerstörte Lehrerin an die Therapeutin, die krampfhaft nach »dem Positiven« sucht. Vor allem den jungen Zuhörern schienen die Klagen (»streng«, »will immer Aufmerksamkeit in der Klasse«) nur zu vertraut, Dankesworte ans Kollegium, auch für die Arbeit in der schwierigen Zeit der Pandemie, richtete Bettina Wesemann. im Namen des Elternbeirats

Mit der Zeugnisübergabe war für viele der letzte Moment der Schullaufbahn gekommen. Einige wechseln in weiterführende Klassen der Berufsschule oder beginnen eine Lehre. Andere aus der BO 9 wechseln an die H 10 und streben den Hauptschulabschluss ab. Glückwünsche und Buchgeschenke gab es für die Jahrgangsbesten Luke Schmidt (BO 9) und Jerome Lehr (H 10).

Das Unterrichten der etwa 100 Kinder und Jugendlichen an der Erich-Kästner-Schule ist nur der eine Aufgabenteil des Kollegiums. Die Schule ist darüber hinaus Beratungs- und Förderzentrum für 26 Schulen im Osten der Wetterau, wo inklusive Beschulungen von Kindern und Jugendlichen mit Lernschwierigkeiten stattfinden. 60 Fachkräfte sind in diesem Aufgabenteil im Einsatz.

leo_schule2_210722_4c
leo_schule2_210722_4c © Elfriede Maresch

Auch interessant

Kommentare