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Exklusives »Wohnzimmer-Konzert« in Ortenberg

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Stephan Sulke © pv

Ortenberg/Schotten (mig). Schon lange war es angekündigt, das Konzert mit dem Gesangspoeten Stephan Sulke am Freitag, 26. August, in der Festhalle Schotten. Die Vorbereitungen mit der Stadt Schotten liefen hervorragend, die mündliche Resonanz des Publikums war groß.

Dann aber zeichnete sich ab, was in der aktuell für Kulturschaffende schwierigen Zeit zu befürchten war: Der Vorverkauf lief zu schleppend, um das Konzert zu realisieren. »Es kann aber nicht angehen, dass das Publikum, das bereits Karten hat, darunter leidet. Wenn ständig verschoben wird, merkt irgendwann niemand mehr, wie gut und wichtig Kultur ist«, sagt der Vorstand der Kulturfreunde Galerie am Alten Markt aus Ortenberg. Daher kam man mit Sulke auf die Idee, alles zu tun, um jedem gerecht zu werden.

Das Konzert findet nun in exklusivem Rahmen in der Galerie am Alten Markt in Ortenberg statt. Diese »Wohnzimmer-Konzerte« gab es bereits in der Vergangenheit. »Es ist nicht selbstverständlich, dass Stephan Sulke, der im Mai in der Alten Oper in Frankfurt spielt, in meiner kleinen Sinalco-Bar auftritt«, sagt Dörthe Herrler. Die Kulturfreunde sehen es als Glück an, aus der Situation nun doch das Beste machen zu können. »Natürlich haben wir uns auch auf Schotten gefreut und werden, wenn die Zeiten sich wieder normalisieren, 2024 einen neuen Anlauf wagen«, kündigen die Kulturfreunde an.

Stephan Sulke, geboren in Shanghai und aufgewachsen in Bern, ist seit über 50 Jahren eine feste Größe im Musikgeschäft. 1982 erschien sein bis heute wohl bekanntestes Lied »Uschi, mach kein Quatsch«. Inzwischen hat er über 20 Alben veröffentlicht. Neben eigenen Liedern schrieb Sulke auch Texte für andere Künstler, etwa für Katja Ebstein, Erika Pluhar oder für Herbert Grönemeyer den Song »Ich hab dich bloß geliebt«.

Dass sich seine leisen Lieder von Liebe und Leiden und seine humorvollen, komischen Songs auch in der heutigen Zeit sehr gut hören lassen, beweisen seine aktuellen Erfolge. Der Schweizer Gesangspoet wird gerne mit einem guten Rotwein verglichen: Als Chansonnier war er schon jung genießbar, reifte weiter und weist im Alter ausgeprägte Qualitäten auf. Die Stimme samtig, ein wenig rau - die Lieder schwermütig, aber dennoch mit der dazugehörenden notwendigen Leichtigkeit. Sulke versteht es wie kein anderer, nachdenkliche Themen in Texte und Melodien zu kleiden, die tröstend ausklingen, zuweilen fröhlich stimmen und Lebensfreude vermitteln.

Die Anzahl der Sitzplätze für das »Wohnzimmer-Konzert« ist auf 35 beschränkt, eine kons-tante Belüftung des Raumes ist gewährleistet. Einige Karten sind noch im Vorverkauf für 45 Euro (inklusive Begrüßungsgetränk) per E-Mail an Fritz.Fratz@gmx.net (Dörthe Herrler) erhältlich. Das Konzert beginnt um 20 Uhr, Einlass ist eine Stunde vor Beginn. FOTO: RED

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