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Familie Aulehla verbreitet weihnachtlichen Lichterglanz um ihr Zuhause

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Dieter Aulehla hat eine besonderen Neigung für eine aufwendige Weihnachtsbeleuchtung. © Stefan Weil

Weihnachten ohne glitzernede Lichter? Nicht bei Familie Aulehla in Schotten. Sie illuminiert ihr Haus mit über 100 000 LED-Lämpchen. Das lässt besonders Kinderaugen leuchten.

Seit Beginn der Adventszeit erstrahlt das Haus der Familie Aulehla in der Schottener Kernstadt im hellen Lichterglanz. »Das machen wir schon seit mehreren Jahren«, sagt Dieter Aulehla, der weiß, das sich viele Menschen darüber freuen. »Besonders für die Kinder ist es schön, die vielen Lichter zu sehen.« Das habe er aus vielen Gesprächen erfahren.

Die Anlage mit vielen Lämpchen an den Wänden und auf dem Dach, vor dem Haus und im großen Garten hat er Jahr für Jahr erweitert. 100 000 bis 120 000 Lämpchen erhalten jetzt jeden Abend Strom aus etwa 85 Steckdosen.

»Natürlich haben wir alles auf LED umgestellt«, sagt Dieter Aulehla. Die Fotovoltaikanlage auf dem Dach sorge dafür, dass die gestiegenen Kosten für den Strom im Rahmen bleiben. »Sonst wäre das nicht mehr bezahlbar.«

Energieversorgung über Solarstrom

Der Energieverbrauch jedes einzelnen Lämpchens sei sehr gering, aber durch die Menge käme doch einiges zusammen. Genau hat er das noch nicht ausgerechnet. Aulehla ist aber froh, mit den Solarpanels eigenen Strom produzieren zu können.

Auf den abendlichen Lichterschein in der advents- und Weihnachtszeit wollten er und seine Frau Gaby angesichts der besonderen äußeren Rahmenbedingungen in diesem Jahr nicht verzichten.

Allerdings sind die Einschaltzeiten täglich um zwei Stunden gekürzt. »Wir erhalten viel Zuspruch von Menschen, die sich das anschauen. Das erfahren wir auch von unseren Nachbarn, die sich mit Schaulustigen unterhalten. Die finden das gut. Daher machen wir das.«

Insbesondere, da auch viele Eltern mit ihren Kindern sich das erleuchtete Haus anschauten. Das bestärke die Motivation. »Allein der begeisterten Kinder zuliebe, die das toll finden, ist für mich Argument genug«, sagt Aulehla.

Weniger von dem gesamten Equipment aufzubauen, würde ihm keinen Spaß machen. Die kleinen Leute sollen immer nur sparen. Da sollte die Regierung erst einmal mit gutem Beispiel vorangehen, meint er.

Warum er überhaupt mit der aufwendigen Beleuchtungsaktion angefangen hat, dazu hat der bei einem großen Unternehmen beschäftigte Qualitätsmanager eine einfache Erklärung.

»Ich bin ein Weihnachtskind. Die Lichter in der dunklen Jahreszeit haben mich schon immer fasziniert. Daher kam ich irgendwann auf die Idee, mit der Aktion anzufangen.«

Großer Hirsch als Blickfang

Zunächst im kleinem, wie er sich erinnert. »Mit einer Kette und ein paar Lichterschläuchen. Dann ist es immer mehr geworden. Jedes Jahr kam etwas dazu.«

Nicht nur Ketten und Bögen sind installiert, auch ganze Figuren, wie zum Beispiel ein großer Hirsch, der sich als Blickfang einen Platz auf dem Dach ausgesucht hat. Mehrere große Sterne und ein großer Nikolaus im roten Mantel und mit weißem Bart gehören ebenfalls dazu.

Im Garten freut sich ein großer, freundlich blickender Schneemann auf Schaulustige. Auch zahlreiche Bäume und Bäumchen sind reichlich mit Lichtergirlanden behängt, und ein langer Stab spannt mehrere Lämpchenketten zu einem stilisierten Weihnachtsbaum auf.

Alles in allem sehr viel Arbeit, die Dieter Aulehla investiert. Rund drei Wochen ist er damit nach der Arbeit und an den Wochenenden beschäftigt.

Dazu müssen auch einige Gerüstteile montiert werden, um verschiedene Konstruktionen so zu installieren, dass die gesamte Lichtinstallation auch optisch ein schönes Bild ergeben.

Das Aufwendigste sei die Verkabelung, erläutert Aulehla. »Das Aufstellen ist nicht das Problem, aber damit nachher alle Lämpchen auf Knopfdruck brennen, das ist schon ziemlich mühselig. Aber ich mache es gern.«

Zu Beginn des neuen Jahres, wenn die Festtage und der Jahreswechsel vorüber sind, wird die gesamte Anlage eingelagert. Letztmals ist das Weihnachtshaus am Dreikönig-Feiertag am 6. Januar erleuchtet. »Dann wird alles verpackt - im Keller, in der Garage, auf den Dachboden, überall«, sagt der Liebhaber des weihnachtlichen Lichterglanzes.

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