Fehlt Abwechslung? Kunzmann wehrt sich

Muss sich Burgfestspiel-Intendant Claus-Günther Kunzmann grundsätzlich Neues überlegen oder hat seine Mischung aus Musik, Komödie und ernsten Stücken dauerhaft Erfolg? Vereinzelt kommen Stimmen auf, die mehr Abwechslung fordern. Doch Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) und Kunzmann selbst haben dazu eine differenzierte Meinung.

Muss sich Burgfestspiel-Intendant Claus-Günther Kunzmann grundsätzlich Neues überlegen oder hat seine Mischung aus Musik, Komödie und ernsten Stücken dauerhaft Erfolg? Vereinzelt kommen Stimmen auf, die mehr Abwechslung fordern. Doch Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) und Kunzmann selbst haben dazu eine differenzierte Meinung.

Einen "Tunnelblick" mag Kunzmann nicht ausschließen, "aber ich höre auf Stimmen von außen", räumt der Intendant ein. Doch er sieht fortwährend Änderungen in seinem Konzept. So etwa will er die Kinderoper auf den Prüfstand stellen (siehe Bericht oben). "Doch der Spielplan hat natürlich meine Handschrift, mein Nachfolger wird das sicherlich anders machen", sagt er. Er reagiere aber auch aktuell. "Würden wir bereits vor der laufenden Saison die nächste festlegen, hätte ›Maria, ihm schmeckt’s nicht‹ garantiert keine Neuauflage erfahren."

Gleichermaßen arbeite Kunzmann aber auch an weitreichenden strukturellen Änderungen. Das Kartenbüro wird umgebaut, eine zentrale Theaterwerkstatt soll entstehen. Und auch an der Burg selbst fallen immer wieder Arbeiten an, "das ist schon recht komplex".

Bürgermeister Stöhr gibt Kunzmann Rückendeckung. Die Kombination aus mehreren Musikstücken und Schauspielen ergebe Sinn, denn so könne man die Schauspieler mehrfach verpflichten. Die müssten sich nicht noch Zusatzengagements suchen, die Stadt hingegen zahle weniger als für die doppelte Menge an Mimen.

"Claus-Günther Kunzmann hat viel entwickelt. Und er schaut immer weiter", ist Stöhr überzeugt. So probiere er viel im Theaterkeller, auch die Kinder-Oper trage seine Handschrift. "Wenn Entwicklungen in die richtige Richtung gehen, sollte man diesen Weg nicht verlassen", sagt er angesichts der kontinuierlich ansteigenden Besucherzahlen. 

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