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Innenentwicklung im Blick

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Von: red Redaktion

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Florstadt (pm). Die Stadtverordneten haben in ihrer jüngsten Sitzung drei weitere Innenentwicklungspotenziale auf den Weg gebracht.

Zuerst ging es um einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan in Ober-Florstadt, wo ein Investor auf einer innerörtlichen, unbebauten Fläche bezahlbaren Wohnraum errichten möchte. Bei dieser Thematik, der sog. Innenverdichtung und Nutzung bestehender Innenentwicklungspotenziale, besteht in Florstadt seit vielen Jahren große Einigkeit zwischen SPD, CDU und Grünen. Denn die Zeit der Dorferneuerung (IKEK), während der keine neuen Baugebiete »auf der grünen Wiese« genehmigt werden, hat man genutzt, um diese Potenziale zu identifizieren und einer geordneten Bebauung zuzuführen. So wurden in Ober-Florstadt und Nieder-Mockstadt vergleichbare Verfahren mit großer Einmütigkeit realisiert. Auch bei den jüngsten Vorlagen war kein Dissens zu erwarten, zumal auch bei den Offenlagen keine K.O.-Kriterien der Träger öffentlicher Belange vorgetragen wurden.

Lediglich wünschte die CDU eine Pflicht zur Nutzung der Fotovoltaik beim jüngsten Projekt, und die Grünen wollten eine Betriebswassernutzung verbindlich vorschreiben. Bürgermeister Herbert Unger (SPD) erläuterte, dass in einem öffentlich-rechtlichen Verfahren hierfür die Rechtsgrundlagen fehlen und man sich auch nicht mehr in der Aufstellungsphase befinde. Daher formulierten alle drei Parteien einvernehmlich diese Anträge in Empfehlungen an den Investor um.

Des Weiteren äußerte man zum Neubau an der Stelle der alten Feuerwehr unisono den Wunsch, dort nach Möglichkeit ein gastronomisches Angebot am Ufer der Nidda zu etablieren, bevor man auch hier dem B-Plan einstimmig Satzungscharakter verlieh.

Beim letzten Tagesordnungspunkt wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen, da aus Rücksicht auf geschäftliche und unternehmerische Interessen noch keine Details veröffentlicht werden sollten. Danach wurde der Beschluss sinngemäß bekanntgegeben: Demnach unterstützt die Stadt die Florstädter Lebensmittelfilialisten bei ihren Expansionsbestrebungen, um ihre Standorte zu sichern, attraktiver zu machen und die wohnortnahe Versorgung auch künftig zu garantieren.

Öffentliche Toilette

Gemeinsam sprach man sich dafür aus, den Messeplatz in Nieder-Florstadt auch im Falle von Neu- und Umbauten attraktiv und sowohl ökonomisch als auch ökologisch anspruchsvoll zu erhalten. Neben der Nahversorgung der Bevölkerung soll es dort auch Begegnungs- und Verweilräume an bepflanzten und schattigen Plätzen geben. Unger wies darauf hin, dass die Errichtung einer öffentlichen Toilette am Festplatz ebenso in Planung sei wie eine Aufwertung des Wochenmarktes.

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