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LEADER: Florstadt will »mit Vehemenz« einsteigen

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Von: Stephan Lutz

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Florstadt (sl). Einstimmig haben die Stadtverordneten die erneute Teilnahme Florstadts am LEADER-Förderprogramm beschlossen. Sprecher aller drei Fraktionen betonten, sie sähen darin ausschließlich Vorteile für die Stadt. Die Förderperiode umfasst die Jahre 2023 bis 2027; 19 der 25 Wetterauer Kommunen sind mittlerweile Teil der LEADER-Region Wetterau/Oberhessen.

Bürgermeister Herbert Unger (SPD) erinnerte daran, dass sich Florstadt in der zu Ende gegangenen Förderperiode nur mit einem Projekt, dem »Florstädter Stern«, beteiligt habe, weil man noch bis 2021 im IKEK-Programm eingebunden gewesen sei. Mit neuen Projekten wie der Belebung des Wochenmarkts, einer öffentlichen Toilette am Festplatz Nieder-Florstadt, Wohnmobil-Stellplätzen oder einem Campingplatz an der Nidda »wollen wir mit Vehemenz einsteigen«, sagte der Rathauschef.

Dafür werde man auch in Kauf nehmen, dass künftig eine Gebühr in Höhe von rund 4400 Euro pro Jahr (50 Cent pro Einwohner) für die Personalaufwendungen der Wirtschaftsförderung Wetterau fällig wird, die das LEADER-Programm betreut. Karl-Gerhard Stiebeling sprach für die CDU von einem »enormen Aufwertungsprozess« für die Stadt, Gudrun Neher (Grüne) freute sich darauf, spannende Ideen zu entwickeln. Beatrix Happel (SPD) hob hervor, dass man nach dem Abschluss der IKEK-Maßnahmen nun diesen Fördertopf nutzen wolle.

Ohne Aussprache wurde die Aufstellung eines Bebauungsplans für das »Gartengebiet Reichelsheimer Weg« einstimmig verabschiedet. Weil eine Verwechslungsgefahr mit der gleichnamigen Straße in Leidhecken drohte, fügte man die Informationen »K 178 und Stadtteil Nieder-Florstadt« hinzu. Ziel ist die Sicherung des seit vielen Jahren für Freizeitgärtnerei genutzten Areals im Nordosten von Nieder-Florstadt. Mit der Planung wurde ein Ingenieurbüro aus Weimar an der Lahn beauftragt.

Radweg: Ausschuss soll entscheiden

In den Ausschuss wurde ein Antrag der Verwaltung zur Entwicklung weiterer Innenentwicklungspotenziale verwiesen. Als Alternative zur Ausweisung neuer Neubaugebiete könnten Baulücken erfasst und bebaut werden, wie das bereits in der Hauptstraße in Ober-Florstadt und in der Friedel-Münch-Straße in Nieder-Florstadt geklappt hat. Vorgesehen sind laut Verwaltung Areale in der Dorfwiesenstraße in Nieder-Mockstadt« und in der Bachstraße in Stammheim.

Ebenfalls im Ausschuss landeten die Anträge der Grünen und der SPD zum Bau eines Radwegs zwischen Nieder-Florstadt und Ossenheim. Zusammen mit weiteren Ergänzungsanträgen, unter anderem von der CDU-Fraktion, soll dort die Trasse, die nicht direkt parallel zur Bundesstraße 275 laufen soll, beraten und auch beschlossen werden. Von Nieder-Florstadt aus wird eine Strecke über die Feldwege »Ellenpfad« und »Teufelsgraben« empfohlen, die die Landesstraße 3187 zwischen Assenheim und Florstädter Kreuz quert und entweder durch das Ossenheimer Wäldchen oder in Ossenheim auf den Usa-Radweg trifft.

Auch der Grünen-Antrag zur Eigenstromversorgung in Florstadt landete im Ausschuss. Zur Beratung liegt zudem ein Ergänzungsantrag der Christdemokraten vor; außerdem wird eine Stellungnahme des Energieversorgers Ovag auf eine Anfrage erwartet.

Die Sitzung war begonnen worden mit der Totenehrung für den kürzlich verstorbenen Hans-Wilhelm Stürtz. Er hatte nicht nur viele Jahre dem Parlament vorgestanden, sondern danach auch lange Jahre als Erster Beigeordneter und Erster Stadtrat fungiert.

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