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Fraktionen sind sich einig: Neues Hallenbad für Nidda

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Von: Klaus Nissen

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Seit 2016 ist das Hallenbad in Nidda geschlossen, nun soll in direkter Nähe ein neues entstehen. © Klaus Nissen

Der Magistrat und alle Fraktionsvorsitzenden haben sich unisono für den Bau eines neuen Schwimmbads ausgesprochen. Es soll eine Minimallösung mit einem 25-Meter-Becken werden.

Seit zwölf Jahren diskutieren die Niddaer nun schon, ob und welches Hallenbad sie brauchen. Seit Donnerstag steht fest, dass das neue Bad fast am jetzigen Standort nahe Bürgerhaus, Freibad und Gymnasium spätestens 2027 stehen soll. Für diese Entscheidung gibt es unter den städtischen Parteien zum ersten Mal einen breiten Konsens.

Eine Stadt wie Nidda braucht ein Hallenbad. Darüber sind sich alle Parlamentsfraktionen einig. Trotzdem konnten sie sich viele Jahre lang nicht einigen, ob, wann und wie sie Ersatz für das vor gut 50 Jahren erbaute und 2016 geschlossene Bad am Schulzentrum schaffen. Mit dem Magistratsbeschluss vom Mittwoch wurde endlich klar: Die Stadt baut neu. Sobald die Planung steht, wird eine neue Schwimmhalle errichtet.

Kein Spaßbad,

nur zweckmäßig

Auf große Spaßbad-Attraktionen darf man dabei nicht hoffen. »Es soll eine zweckmäßige, eine Minimallösung sein«, sagte Bürgermeister Thorsten Eberhard während einer Pressekonferenz Donnerstagabend im Kurhaus-Hotel. Also ein Hallenbad, das die Stadt sich leisten kann. Schon ein bescheidenes Badehaus koste etwa 15 Millionen.

Nicht der Badespaß, sondern die Anforderungen für Schwimmunterricht für die Kinder, der auch im Winter möglich ist, motivierte die Fraktionen und Magistratsmitglieder, nach langem Zögern nun doch den Beschluss für den Bau zu fassen. Offiziell muss er noch von den Stadtverordneten bekräftigt werden. »Wir sind ein Schulstandort«, betont Thorsten Eberhard. »Wir wollen, dass die Schülerinnen und Schüler Angebote bekommen, schwimmen zu lernen.«

Schon im Jahr 2012 gab es eine fertige Neubauplanung, erinnert der SPD-Sprecher Thomas Jungermann.

Doch angesichts der damaligen hohen Verschuldung zögerten die Stadtverordneten. Nun sind erneut Planer mit dem Projekt befasst. Details fehlen noch. Sicher ist nur, dass die Halle ein 25-Meter-Becken und eine Badezone für Nichtschwimmer bekommt.

Die Heizwärme und wohl auch den Strom für den Betrieb des Hallenbades soll ein Blockheizkraftwerk liefern, das Holzschnitzel oder Biogas verbrennt. Auf dem Dach der Schwimmhalle werden voraussichtlich Solarmodule verlegt.

Die neue Energiezentrale soll möglichst auch das Bürgerhaus, die Schulen und den Feuerwehrstützpunkt beheizen.

»Je größer der Verbrauch, desto günstiger werden die Herstellungskosten für die Heizung«, begründet der Grünen-Stadtverordnete Marcus Stadler. Ihm war bei der Präsentation des Projekts am Donnerstagabend deutlich die Freude anzusehen, dass in Nidda nun nachhaltiger und klimafreundlicher als bisher gebaut werden soll.

Kraftwerk könnte auch Freibad heizen

Falls es wieder einmal kühlere Sommer geben sollte, könnte das Kraftwerk im Sommer auch das städtische Freibad beheizen. Damit würde man laut Bürgermeister Thorsten Eberhard hoffentlich das jährliche Freibad-Defizit in Höhe von gut 500 000 Euro dann auch verringern.

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