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Baustelle an der Burg

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Von: Petra Ihm-Fahle

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Ab Montag wird die Gießener Straße unterhalb der Friedberger Burg saniert. Die Arbeiten sollen zwei Wochen dauern.
Ab Montag wird die Gießener Straße unterhalb der Friedberger Burg saniert. Die Arbeiten sollen zwei Wochen dauern. © Petra Ihm-Fahle

Holper, holper: Dieser Zustand auf der Gießener Straße unterhalb der Friedberger Burg soll sich ändern. Ab Montag wird die Fahrbahn zwei Wochen lang instandgesetzt. Wer die Kaiserstraße erreichen will, muss die Sperrung umfahren – wer aus der Innenstadt heraus möchte, kann wie gewohnt ausfahren.

Bruuumm! Ein Auto nach dem anderen fährt die Gießener Straße in Friedberg herunter, deren Fahrbahn ab Montag, dem 7. November, saniert wird. Zwei Wochen sollen die Arbeiten dauern – stadteinwärts wird die Strecke gesperrt sein, stadtauswärts nicht. Bereits ab heute macht die Verwaltung mittels Hinweisschildern auf das Bauprojekt aufmerksam.

Wer hier unterwegs ist, kurvt an der Friedberger Burg vorbei, die über dem dichten Herbstlaub über der Szene thront. Die wenigsten Autofahrer werfen allerdings ein Auge auf die liebliche Kulisse, vielmehr haben sie die Ampel im Blick. Ist man halb in der Kurve, kann man entweder nach links Richtung Burgfeldstraße abbiegen oder begibt sich geradeaus Richtung Bad Nauheim, während gleichzeitig Pkw von unten und von der Seite entgegenkommen. Mal ist es still, mal brandet der Verkehr. Ein Nadelöhr, was laut Bürgermeister Michael Keller (SPD) daran liegt, dass es eine zentrale Einfahrt geworden ist. „Fährt man die Straße entlang, sieht man, dass sie mehr aus nachgeschüttetem Asphalt besteht, als aus einer Asphaltdecke“, kommt er auf die Bauarbeiten zu sprechen. „Wir reparieren es immer händisch, aber das ist nicht nachhaltig und man muss immer wieder nachschütten.“ Geplant ist, nur eine Fahrbahnhälfte instandzusetzen, da nur eine Seite der Straße durch Flicklöcher beschädigt ist. „Nur bergab wird gemacht. Die andere Straßenseite ist noch nicht so problematisch und ist noch lange nicht dran.“ Der Straßenunterbau werde nicht erneuert, wie er sagt.

Früher lag hier Pflaster. Die Kaiserstraße war bis Mitte der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts gepflastert, 1937 wurde die erste Asphaltschicht darüber gelegt, denn von der Beschaffenheit war das Pflaster nicht für den heutigen Straßenverkehr geeignet. Nach wie vor liegen Steine unter dem Asphalt, sie bleiben auch dort.

Wird die Gießener Straße ab Montag von unten und vom Burgfeld kommend gesperrt, dürften zahlreiche Pkw-Fahrer betroffen sein, doch die etwa 500 Meter lange Strecke kann umfahren werden. Man nimmt, um zur Kaiserstraße zu gelangen, entweder die Alte Bahnhofstraße, fährt am Parkhaus vorbei und in die Saarstraße oder man nimmt die B3 und kommt von der Ockstädter Straße aus. Aus der Kaiserstraße kann man hingegen auf gewohnter Route heraus, der Verkehr wird dafür auf die gegenüberliegende Fahrbahnseite geleitet.

Ob die Stadt den Zeitplan einhalten kann, liegt letztlich an Petrus. „Vom Ablauf her passt es, aber die Witterung ist die Unbekannte. Voraussetzung ist, dass das Wetter ideal ist, denn wenn wir Regen und Schnee haben sollten, wird es länger dauern“, erläutern Tobias Kolckhorst (Amt für Stadtentwicklung) und Oberbauleiter Bernhard Knaup (Faber & Schnepp Hoch- und Tiefbau). Rathauschef Keller hat keine Bedenken: „Straßenbautechnisch gilt der November noch nicht als Winter.“

Vor etwa zehn Jahren wurde die Fahrbahn schon einmal erneuert. Dass es nun schon wieder soweit ist. könnte laut Kolckhorst an der Qualität des damals verwendeten Bitumens liegen. „Vielleicht waren auch die Einbaubedingungen nicht ideal, dass es sich jetzt wieder auflöst.“ 90 000 Euro kostet das Straßenbauprojekt, das die Stadt aus Eigenmitteln finanziert.

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