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Fußball-Kreisliga A Friedberg

Blagojevic mit Köpfchen kurz vor Toreschluss

Achtes Spiel, achte Niederlage: Tristesse beim FSV Dorheim. Dabei stand der Tabellenletzte so dicht vor einem Punktgewinn wie bislang noch nicht in dieser Runde.

Keine Veränderung an der Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga A Friedberg. Dort thront auch weiterhin Liganeuling Türk Gücü Friedberg II nach seinem gestrigen 2:1-Last-Minute-Sieg über den FC Nieder-Florstadt. Im Verfolgerduell trennten sich die SG Rodheim und KSG 1920 Groß-Karben 1:1. Schlusslicht FSV Dorheim ging zum achten Mal punktlos aus einer Partie und unterlag der SG Wohnbach/Berstadt mit 2:4.

Türk Gücü Friedberg II – FC Nieder-Florstadt 2:1 (1:0): Da musste der Spitzenreiter einen langen Atem beweisen, bis die drei Punkte unter Dach und Fach waren. Es dauerte schließlich bis zur 90. Minute, dann erlöste Luki Matondo die Gastgeber mit dem 2:1, als er im Anschluss an einen Eckball vom Elfmeterpunkt aus traf. Özgür Genc hatte Türk Gücü in der 31. Minute mit einem an Fidel Zegai verschuldeten Elfer in Front gebracht. Das 1:1 (51.) für Florstadt markierte Murat Akbulut. In der Folge drohten die Hausherren immer wieder an Florstadts Klassekeeper Dennis Sürer zu verzweifeln – bis die 90. Minute anbrach.

FC Olympia Fauerbach II – FC Rendel 3:0 (2:0): Bis auf einen tückischen Distanzschuss von Hufnagel (44.) hatte Rendel nur wenig anzubieten. Die durch das KOL-Quartett Muntean, Macker, Bodea und Unverzagt „getunten“ Gastgeber siegten hochverdient. Beim 1:0 (27.) verwertete Muntean einen Querpass von Cristian Bodea. Das 2:0 (44.) durch Till Macker glich dem Dortmunder 6:1 durch Weigl gegen Borussia Mönchengladbach, ehe Tim Seifert noch das 3:0 (76.) draufpackte.

SV Ober-Mörlen – Germania Ockstadt 0:0: Am Ende hatte Ober-Mörlens Tormann Steve Johnigk zwar zwei Mal seine ganze Klasse demonstrieren müssen, um das Zunull gegen die Ockstädter festzuhalten. Näher dran an einem Dreier war allerdings Aufsteiger Ober-Mörlen, der in einem gutklassigen Kick klare Chancenvorteile hatte. Vor allem Alexander Löwe war es, der gleich mehrmals den Kasten von Ockstadts Keeper Maximilian Bock in Gefahr brachte. 250 Zuschauer sahen die im Rahmen des Mörlener Oktoberfestets ausgetragene Partie, die in der Schlussviertelstunde immer nickeliger wurde.

SG Rodheim – KSG 1920 Groß-Karben 1:1 (0:0): Ein Spitzenspiel war es nur auf dem Papier. Beide Teams leisteten sich in einer zerfahrenen Partie viele Stockfehler, das schließlich zu einem leistungsgerechten Remis führte. In der 23. Minute wehrte Karbens Keeper Meho Maric einen Strafstoß von Dennis Becker ab, der zuvor von Sorin Guibega von den Beinen geholt worden war. Auf der Gegenseite verpasste Obrazhda das 0:1 aus der Nahdistanz (40.). Auch in der 66. Minute wollte bei einer Rodheimer Doppelchance für Freddy Bausch und Becker nicht das erste Tor der Partie fallen. Vier Minuten später konnte Rodheims Schlussmann Hofmann einen Freistoß von Emre Gülenc noch an den Pfosten lenken – bis es dann passierte: Nachdem Neubauer den Ball vertändelt hatte, passte Obrazhda zu Gülenc – es hieß 0:1 (76.). Kurz darauf kassierte Karbens Pascal König die Rote Karte nach Foulspiel an Bausch (78.). Die nummerische Überzahl nutzte die SGR in der 85. Minute zum 1:1 durch Becker, der nach Nussbaums Vorarbeit per Direktabnahme erfolgreich war.

Traiser FC – FC Hessen Massenheim 3:1 (1:1): Die Gäste hatten wohl die bessere Spielanlage, die Traiser dafür die besseren Chancen und im zweiten Abschnitt auch wesentlich mehr zuzusetzen. Die Entscheidung fiel erst in der Nachspielzeit. Gerade hatte Massenheims Timo Hofmann für Meckern Gelb-Rot kassiert (90.+3), setzte Fabian Lotz zum Solo an, umkurvte dabei auch Gästekeeper Philipp Luderer und traf zum 3:1 (90.+4). Luderer, der bis dahin vorzüglich gehalten hatte, versuchte Lotz unsanft zu bremsen und sah dafür prompt die Rote Karte. Torfolge zuvor: 1:0 (5.) Tassilo zur Löwen (Querpass Lotz), 1:1 (20.) Marco Höchst (Zuspiel Robert Schuch), 2:1 (66.) Fabian Lotz (Steilpass Daniel Edlich).

FSV Dorheim – SG Wohnbach/Berstadt 2:4 (0:2): Eigentlich hatte die Partie keinen Sieger gehabt – doch am Ende standen die Dorheimer wieder einmal mit leeren Händen und damit immer noch ohne Punkt da. Wer weiß, wie das Spiel verlaufen wäre, hätte in der 6. Minute die Wohnbacher Querlatte einem Kopfball von Jürgen Regner nicht im Wege gestanden. Stattdessen hieß es wenig später 0:1 (8.) durch Dominik Ittner. Für den 0:2-Pausenstand (30.) sorgte dann Andrzej Paskuda, der nach einer Umstimmigkeit in Dorheims Abwehr einköpfte. Das schnelle 1:2 direkt nach der Pause (47,) durch einen Kopfball von Johannes Schnell machte dem FSV wieder Mut. Man warf alles nach vorne, doch leistete man sich einen Fehlpass, den Paskuda zum 1:3 (72.) bestrafte. Nochmals kam der FSV heran: Schnell verwandelte einen Freistoß aus 17 Metern zum 2:3 (84.). Mit dem Schlusspfiff jedoch holte der Gast zum 2:4-K.o. aus – durch Tim Kolodziejs Lupfer über Dorheims Keeper Kevin Hartmann hinweg.

SV Hoch-Weisel – Spvgg. 08 Bad Nauheim 1:2 (0:0): In der vergangenen Saison hatten die „08er“ noch ein böses 3:11-Debakel in Hoch-Weisel kassiert – gestern setzten sie sich nicht unverdient durch, mussten aber zunächst in der 70. Minute Hoch-Weisels 1:0 durch Sergej Tillmann verdauen, der nach einem Beier-Querpass vollstreckte. Im Straftaumgetümmel gelang dann Martin Gaube der schnelle 1:1 (75.)-Ausgleich – bis die „92.“ Minute anbrach und Bad Nauheims Spielertrainer Bojan Blagojevic einen Eckball zum 1:2 einköpfte. gg

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