Vorreiter

VGO und RMV bündeln Internet-Auftritt

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Für Fahrgäste wird der Auftritt der Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO) ab morgen fast genau so aussehen wie der des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV). Die Friedberger sind damit verbundweit Vorreiter – und Fahrgäste sollen erheblich bequemer an Informationen kommen.

  Was passiert am Sonntag?

Ab 1. Juli sieht die Internet-Seite der VGO ganz neu aus. Sie ähnelt im Design stark der des RMV unter und basiert technisch auch auf dieser.

  Warum wird das gemacht?

Ohnehin musste der Internet-Auftritt der VGO überarbeitet werden, erklärt Geschäftsführer Armin Klein. Beispielsweise, weil die alte Seite nicht ordentlich auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets angezeigt wird. Die Seite ist „responsiv“: Ihr Aussehen passt sich ideal der Anzeige des Geräts an.

  Welche Lösung wurde gewählt?

Die Seite des RMV dient nun als Basis für eine lokale Variante der Verbundseite. Struktur und Menüführung sind identisch, Inhalte aber werden teils an unterschiedlichen Stellen angezeigt. „Vor allem die Innovation war uns wichtig“, sagt Armin Klein. Die Seiten seien nicht bloß kombiniert, sondern VGO-Inhalte technisch aufwendig tiefgehend integriert worden, erklärt Peter E. Vollmer, der beim RMV zuständig ist für die Seite.

  Was bringt’s den Fahrgästen?

Sie bekommen nun alle Informationen stets gebündelt an einer Stelle im Internet im von rmv.de bekannten Grundgerüst. Wer vgo.de anwählt, erhält alle Infos von RMV und VGO zusammen. Dabei sind über diesen Weg bei diversen Abfragen technische Voreinstellungen so vorgenommen worden, dass stets zunächst die Infos aus Oberhessen angezeigt werden. Über die Suchfunktionen und Menüs lassen sich aber auch Infos aus allen anderen Gebieten des RMV anzeigen. Auch soll es für jede einzelne Kommune eine auch direkt erreichbare Unterseite geben mit den vor Ort jeweils relevanten Fahrplänen. Denn Fahrpläne im PDF-Format fragten die Kunden stark nach, weiß VGO-Marketingfrau Kirsten Schmidt.

  Welchen Vorteil hat die VGO?

Die Lösung sei „viel günstiger, als selbst etwas zu entwickeln“, sagt Armin Klein. Auch fallen Serverkosten weg, weil die Seite technisch eigentlich nur eine Erweiterung von rmv.de ist. Zugleich kann die VGO selbst entscheiden, welche Inhalte auf „ihrer“ Seite an wichtigen Stellen prominent ausgespielt werden – etwas Angebote für den Schülerverkehr, wenn das gerade ein wichtiges Thema in der Region ist.

  Welchen Nutzen hat der RMV?

So erreiche man einheitliche Qualitätsstandards auch bei der Information, betont RMV-Geschäftsführer André Kavai. Sämtliche Daten – zum Beispiel Fahrpläne – haben im Hintergrund nur noch eine einzige Quelle, die dadurch viel einfacher aktuell gehalten werden kann.

  Warum mit der VGO?

Weil die VGO drei Landkreise sowie „jede Form des öffentlichen Nahverkehrs“ von der S-Bahn bis zum Anrufbus abdecke, habe diese als Vorreiter beispielhafte Bedeutung, sagt André Kavai. Die Lösung soll auch allen anderen RMV-Partnern angeboten werden – und langfristig Standard werden. „Aber wir machen das nach und nach, um zu sehen, wie gut es funktioniert“, betont Fachmann Vollmer.

  Wie steht die VGO zum RMV?

Der RMV besteht aus lokalen Verkehrsgesellschaften wie der VGO für die Landkreise Wetterau, Gießen und Vogelsberg oder auch Traffiq in Frankfurt. Für alle übergreifenden, grundsätzlichen Fragen, den Regionalzug- und S-Bahn-Verkehr sowie Regionalbusse ist der RMV zuständig. Die lokalen Gesellschaften wie die VGO kümmern sich um die lokalen Busverkehre und die Fahrgäste vor Ort.

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