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Fasching

Ein neues Sicherheitskonzept  für den Narrenexpress

Sicherheit wird beim Wetterauer Narrenexpress, der sich am Fastnachtsdienstag durch Friedberg bewegt, großgeschrieben. Es gibt erstmals ein eigenes Sicherheitskonzept, auf den Zufahrtsstraßen werden Betonpoller stehen und Sanitäter sind auch im Einsatz. Die auf der Straße feiernden Menschen sollen davon idealerweise kaum etwas mitbekommen.

So sicher wie noch nie zuvor soll der Wetterauer Narrenexpress am Faschingsdienstag, 5. März, ab 14.11 Uhr durch Friedberg rollen. "Wir haben zum ersten Mal ein umfassendes Sicherheitskonzept erstellt", erklärten Bürgermeister Dirk Antkowiak, Ordnungsamtsleiter Jürgen Schlerf und der für den Narrenexpress zuständige Ordnungsamtsmitarbeiter Maximilian Haack bei der alljährlichen Vorbesprechung mit den Vereinsvertretern im "Brauhaus", zu der auch Zugmarschall Norbert Simmer gekommen war.

Sichtbar sind die Maßnahmen des Konzepts für die Besucher nur teilweise. Einige Betonpoller werden an Zufahrtsstraßen aufgestellt. Dabei handelt es sich um ehemalige Panzersperren der Amerikaner, die laut Schlerf jeweils bis zu 1,2 Tonnen wiegen.

81 närrische Nummern in Friedberg

Bauhofmitarbeiter haben sie rot-weiß angestrichen. Neu beim Narrenxpress ist außerdem der Sanitätsdienst. "Wir haben Sicherheit schon immer großgeschrieben", sagte Schlerf. Das sah Sven Runkel, Stabführer des Musikcorps Dorheim, genauso: "Der Narrenexpress ist ohnehin der sicherste Zug überhaupt, an dem wir teilnehmen", lobt er.

Ansonsten bleibt nahezu alles beim Alten. So dürfte der Wetterauer Narrenexpress in diesem Jahr wieder die gleiche Länge wie im Vorjahr haben. "Aktuell liegen wir bei 81 Zugnummern", sagte Haack, der zuvor ein äußerst positives Fazit des Narrenexpress 2018 gezogen hatte: "Es war ein super Umzug bei tollem Wetter. Wir hatten keinerlei Probleme."

Wer ist alles beim Zug dabei?

Unter den angemeldeten Vereinen für den bevorstehenden Zug befinden sich auch zahlreiche Narrenexpress-Stammgäste, wie die Wisselsheimer Wagenbauer, die seit ihrer Gründung 1993 dabei sind. Die 18-köpfige Untergruppe der Vereinigung Wisselsheimer Carnevalisten um deren Chefin Claudia Roth sind mit ihrem aufwendigen Motivwagen "Steampunk" aus dem Vorjahr in einer "aufgefrischten" Version dabei. Ein Hingucker dürfte wieder der über 20 Meter lange Motivwagen der "Issgemer Buben" aus Bruchköbel-Nieder-Issigheim werden.

Mit neun Zugnummern sind die Karnevalisten aus Griedel traditionell stark vertreten. Die drei Friedberger Narrenzünfte Schwarze 7, VFCG und Dorheimer Wetterfrösche dürfen nicht fehlen. Acht Musikgruppen werden für Stimmung im Zug sorgen. Die Kaiserstraße wird ab 11 Uhr gesperrt. Die Zugaufstellung beginnt ab 11.30 Uhr in umgekehrter Reihenfolge an der Gießener Straße und an der Burgfeldstraße.

Einmal mehr übernehmen die DLRG und die Bruchenbrückener Feuerwehr die Zugaufstellung und die Zugwegsicherung. Der ASB Karben wird ebenfalls vor Ort sein. Gegen 13.50 Uhr wird Zugnummer eins starten, sodass die Spitze pünktlich um 14.11 Uhr in die Kaiserstraße einbiegen kann.

Kommentare zum Zug und eine Straßenparty

Der närrische Lindwurm wird wieder an mehreren Stellen kommentiert: Vom Hotel Trapp aus wird Markus Bach (Schwarze 7) die Teilnehmer begrüßen. Auf dem Elvis-Platz kommentiert Anke Rüting (VFCG) das Geschehen, unterstützt von DJ Robby Hildmann. Mitten im Zug wird wieder Harald Schuchardt im Auftrag der Colorado Ranchers an der Ecke Kaiserstraße/Goetheplatz seine Kommentare abgeben.

Am Rathaus beginnt um 13.33 Uhr die traditionelle Straßenparty mit Tom Anhäuser. Vor und nach dem Zug wird auf dem Elvis-Platz mit DJ Robby gefeiert. Ein halbes Dutzend Stände sowie ein Kinderkarussell laden dort zum Verweilen ein.

Machtübernahme im Rathaus

In kleinem Rahmen wird die Machtübernahme der Narrenschar noch einmal am Rathaus stattfinden: Am Faschingsfreitag, 1. März, werden kleinere Abordnungen der drei Friedberger Narrenzünfte Bürgermeister Dirk Antkowiak den Rathausschlüssel abnehmen. Der freut sich drauf: "Ich möchte den Rathaussturm gerne wieder im größeren Rahmen durchführen, doch da müssen alle Vereine mitmachen."

Hoffentlich kann alles so stattfinden, wie geplant: Die Wettervorhersage für Rosenmontag und Faschingsdienstag sind bisher sehr beunruhigend.

von HARALD SCHUCHARDT

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