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Fußball-Kreisoberliga

„Der glücklichste Sieg“ für den SV Steinfurth

Am Tag der Deutschen Einheit hatten die Stürmer in der Fußball-Kreisoberliga Friedberg ihre Stiefel offenbar besonders gut geschnürt. 33 Treffer in sieben Spielen sind eine gute Quote.

Torreich ging es etwa im Tabellenkeller zu: Hier konnte die KSG Groß-Karben dank eines 5:3 gegen den SC Dortelweil II Boden gut machen – ebenso der VfB Friedberg bei seinem 6:1-Schützenfest gegen den direkten Konkurrenten aus Staden. An der Tabellenspitze ergatterte Türk Gücü Friedberg II bei der heimstarken TSG Ober-Wöllstadt immerhin einen Punkt (2:2). Dieses wussten der SV Gronau (5:0 im Derby gegen den FV Bad Vilbel II) und der SV Steinfurth (3:2 in Nieder-Wöllstadt) zu nutzen, um den Abstand auf den Ligaprimus zu verkürzen.

KSG Groß-Karben – SC Dortelweil II 5:3 (3:0). – Endlich haben wir unsere Chancen konsequent genutzt“, sagte Groß-Karbens Pressesprecher Oliver Fritscher. Dies hatte sich besonders in Halbzeit eins gezeigt: Bereits nach sechs Minuten markierte Besir Obrazhda die Führung. Mit dieser Sicherheit im Rücken erspielte sich der Aufsteiger weitere Chancen. Eine davon nutzte Emre Gülenc zum 2:0 (30.), wie beim 1:0 war Andreas Kromm der Vorbereiter. Ihm selbst gelang der Treffer zum Pausenstand (34.). Nach dem Seitenwechsel agierte Dortelweil druckvoller und verkürzte durch Hendrik Schleibinger (51.). Doch die Gastgeber hatten dank Omar Mohammad eine Antwort parat (67.). Zwar verkürzte Yasir Bashir erneut (71.), doch Mohammad mit seinem zweiten Treffer stellte den alten Abstand wieder her (80.). Zu diesem Zeitpunkt spielten die Gastgeber schon in Unterzahl: Erhan Gök musste wegen Nachtretens in der 79. Minute vorzeitig zum Duschen. Den Endstand besorgte Hendrik Schleibinger kurz vor dem Schlusspfiff.

TSG Ober-Wöllstadt – Türk Gücü Friedberg II 2:2 (0:0). – Die Ober-Wöllstädter bleiben zu Hause eine Macht. Auch der Ligaprimus aus Friedberg gelang es nicht, drei Punkte zu entführen. Im ersten Durchgang sahen die Zuschauer ein gutes Spiel, in welchem sich beide Teams, gestützt auf stabile Abwehrreihen, weitestgehend neutralisierten. Nach dem Seitenwechsel fielen dann auch Tore: Den Anfang machte Lars Menzel, der per Freistoß (57.) die „Blauen“ in Front schoss. Doch die Gäste schlugen alsbald durch Filip Mitrovic zurück (61.). Nun waren die Gastgeber wieder am Drücker: Vier Minuten nach dem Ausgleich traf Menzel erneut. Den Schlusspunkt unter eine attraktive zweite Hälfte setzte Sayit Okumus, dessen Schuss unhaltbar zum leistungsgerechten 2:2 abgefälscht wurde (77.).

VfB Friedberg – SV Staden 6:1 (4:0). – Bereits nach einer Viertelstunde war klar, wer im Kellerduell den Platz als Sieger verlassen würde. Friedberg war gedanklich immer einen Schritt schneller und schoss dank Dominique Ware (2.), Ilja Tezkow (11.) und Malte Strothmann (15.) ein beruhigendes Polster heraus. Staden zeigte erst ab der 20. Minute erste gute Ansätze, doch Ware mit seinem zweiten Treffer legte nach (42.). Staden konnte zwar durch Sascha Roloff verkürzen (56.), doch Ware (80.) und Michael Schäfer (83.) bauten das Ergebnis aus.

SV Gronau – FV Bad Vilbel II 5:0 (0:0). – Im ersten Durchgang waren im Derby Torchancen Mangelware. „Hier hat man nicht gesehen, das der Tabellendritte gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller spielt“, sagte Gronaus Spielausschussvorsitzender Stephan Firla. Das sollte sich aber in der zweiten Halbzeit ändern: Francisco Morgeses Volltreffer zum 1:0 in der 46. Minute hatte Signalwirkung. Nun spielte die Heimmannschaft zielstrebig nach vorne und erhöhte durch Marco Grecos (52., 60.) auf 3:0. Gronau boten sich immer mehr Räume gegen nun nachlassende Gäste. Moritz Dechant (71.) und Morgese (73.) trafen zum 4:0 respektive 5:0.

SV Nieder-Wöllstadt – SV Steinfurth 2:3 (2:1). – „Das war wohl der glücklichste Sieg, den der SV Steinfurth jemals errungen hat. Wer aber mehr als zehn Top-Chancen nicht nutzt, braucht sich nicht wundern. Und was der Steinfurther Goalie Tom Bayer gehalten hat, war schon nicht von schlechten Eltern“, sagte Nieder-Wöllstadts Pressesprecher Walter Nebel. Dabei hatte es gut für die „Roten“ begonnen: Bereits in der sechsten Minute traf Stefano Amore zum 1:0. Danach scheiterten die Hausherren mehrmals am Steinfurther Keeper. Und die Gäste? Diese nutzten ihre erste Chance eiskalt, Pascal Marx’ Heber in der 25. Minute bedeutete den überraschenden Ausgleich. Die hochverdiente Pausenführung der Gastgeber ging auf das Konto von Sascha Reitzhammer. Nach der Pause war die Heimmannschaft im Vorwärtsgang, doch Stefano Amore, Pierre Pfeil und Thomas Schubert konnte ihre Chancen nicht nutzen. Anders die Gäste: In der 49. Minute waren fast alle auf den Abseitspfiff des Schiedsrichters eingestellt. Florian Knoke erkannte die Chance und glich aus. Doch damit nicht genug. Zuerst musste Yannik Braun in der 83. Minute mit „Gelb-Rot“ vom Feld, dann entschied der Unparteiische in der Nachspielzeit auf Freistoß für die Gäste: Marx nahm Maß und traf zum 3:2.

FC Ober-Rosbach – SV Nieder-Weisel 2:1 (1:0). – Durch ein Eigentor von Frederic Nockemann gerieten die Gastgeber in der 25. Minute in Führung. Nach dem Seitenwechsel hatten die Butzbacher Vorstädter mehr vom Spiel, sie konnten ihre Überlegenheit jedoch nicht in Tore ummünzen. Für die Entscheidung sorgte Tim Hohn per Volleyschuss (86.). Erst in der Nachspielzeit kamen die Gäste durch Pascal Rohe zum Anschlusstreffer.

SG Rodheim – TSV Ostheim 0:1 (0:1). – Nachdem Ostheims Dominik Ruppel nach acht Minuten freistehend an SGR-Keeper Benjamin Hofmann gescheitert war, verpassten Marvin Nussbaum (13.), Erik Baur (19.) und Nico Würtemberger (20.) auf der Gegenseite die Führung für die Hausherren. Besser machte es Henning Noll in der 34. Minute, als er mit einem 40-Meter-Schuss, der sich ins Rodheimer Tor senkte, den Treffer des Tages markierte. Nach einer Tätlichkeit gegen Baur sah Noll eine Viertelstunde nach dem Wiederanpfiff aber die Rote Karte. In Überzahl verpasste Frederic Bausch den Ausgleich (62.). Auch wenn durch die Gelb-Rote Karte gegen Kupilayhan Yasaroglu (70.) die numerische Gleichheit wieder hergestellt war, passierte kaum mehr etwas.

(tbr,kun)

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