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Auf der Suche nach einem Anspielpartner: Tobias Hahn will mit dem VfB Friedberg in der anstehenden in sportlicher Hinsicht nicht untergehen. Dafür soll vor allem der neue Trainer René Reimann sorgen.

Wasserball

„Ich sehe Potenzial in diesem Team“

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Mit einem neuen Cheftrainer strebt der VfB Friedberg eine gute Position ihm Klassement an. Vor allem soll in der neuen Saison der Abstiegskampf keine Rolle mehr spielen.

Vergangene Saison wendeten die Friedberger Wasserballer gerade so das Schreckensszenario Abstieg ab und schafften nur dank des Rückzugs vom PSV Stuttgart noch den Klassenerhalt, obwohl sie eigentlich einen Mittelfeldplatz angepeilt hatten. Dies soll 2018/19 endlich gelingen – und zwar mit einem neuen Trainer, der als Spieler dreimal bei Olympischen Spielen mitgewirkt hat.

Die sportliche Vita ist reichhaltig von René Reimann. In der Bundesliga hat der 51-Jährige viele, viele Jahre gespielt, hat mit Rekordmeister Spandau 04 dreimal den Europapokal gewonnen, nahm an Europa- und Weltmeisterschaften teil und stand auch im Aufgebot der Nationalmannschaft bei dem Olympischen Spielen in Seoul (1988), Barcelona (1992) und vier Jahre später in Atlanta. Später arbeitete als Trainer in der Schweiz und Spanien, in den beiden Ländern ließ Reimann auch seine Aktivenlaufbahn ausklingen. Er heuerte später als Coach in der Bundesliga an und wurde Frauen-Nationaltrainer. Und nun, nach einer schöpferischen Pause, der Sprung ins gewiss nicht kalte Wasser in die Zweite Bundesliga Süd, zum bescheidenen VfB Friedberg.

„Ich habe einfach gemerkt, dass es mich wieder in den Fingern juckt und ich Spaß daran habe, eine Mannschaft zu trainieren“, begründet Reimann seine Entscheidung. In der vergangenen Spielzeit hatte er, der wie der gleichaltrige Olaf Vetter, die VfB-Ikone schlechthin, aus Berlin stammt, den bisherigen Trainer Ilja Shkolnikov schon in der Trainingsarbeit unterstützt. Kurioserweise zog es Shkolnikov nun aus beruflichen Gründen in die Bundeshauptstadt.

Seine Ansprüche muss René Reimann bei dem Zweitligisten ein wenig herunterschrauben. Nichtsdestotrotz sollen sich die Spieler und freilich auch die Mannschaft sukzessive verbessern. „Ich sehe ein ungemeines Potenzial in diesem Team. Diese Saison strebe ich frühzeitig einen Platz im Mittelfeld an. Ich denke nicht, dass wir eine Rolle im Abstiegskampf spielen werden“, sagt der Mann von der Spree. Eines darf freilich nicht zu kurz kommen: „Ich will den Spaß am Wasserball fördern.“

Dass so eine renommierte Persönlichkeit wie René Reimann nun im Usa-Wellenbad den VfB führt, findet großen Anklang. Centerverteidiger und Wasserballwart Norbert Duch bringt es auf den Punkt: „Es freut mich, dass wir ihn für uns gewinnen konnten, obwohl er schon wesentlich höherklassige Mannschaften trainiert hat. Die Erfahrung eines ehemaligen Nationalspielers wird uns sicherlich noch mal ein Stück weiter nach oben in der Tabelle bringen.“

Viel grübeln musste Reimann offensichtlich nicht, um das Engagement in der Kreisstadt einzugehen. „Ich habe mich mit den Verantwortlichen des VfB zusammengesetzt, und es brauchte keine lange Überzeugungsarbeit, um mich als neuen Trainer zu gewinnen“, erklärt er. Jetzt steht erst mal viel Trainingsalltag auf dem Programm, die neue Saison startet erst im November. „Es gibt ein paar Spieler, bei denen wir gemeinsam noch an einem Kraftzuwachs arbeiten wollen, während andere nur lernen müssen, diese Kraft noch besser einzusetzen. Und so will ich jeden individuell fördern, um dadurch die Mannschaft insgesamt weiterzubringen. Auch möchte ich das Training noch näher am echten Spiel orientieren“, so der neue Coach Dies sollte auch dann am Punktekonto abzulesen sein.

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