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Beim ersten gemeinsamen Arbeitsgespräch (von links) Antje Heerdt, Gerd Ulrich Bauer, Jan Weckler und Frank Neubauer.

Wetterau

Neuer Leiter der Volkshochschule ist mit der Bildungslandschaft vertraut

Vor wenigen Wochen hatte die Wetterauer Volkshochschule ihr neues Kursprogramm vorgestellt. Jetzt hat die Bildungseinrichtung des Kreises mit Gerd Ulrich Bauer auch einen neuen Leiter – wohlbekannt aus Bad Vilbel.

Landrat Jan Weckler (CDU) beglückwünscht Gerd Ulrich Bauer aus Bad Vilbel zur Berufung auf diese Position und stellt den gesellschaftlichen Bildungsauftrag der Einrichtung hervor. „Die Vermittlung von Bildung sowie Angebote des lebenslangen Lernens gehören zu den wichtigsten Faktoren für die Entwicklung unserer Region“, so Weckler. „Die Volkshochschule ist ein wichtiger Impulsgeber in der Bildungslandschaft Wetterau.“

Bauer ist indes kein Unbekannter in der Kreisverwaltung, denn er arbeitete seit 2016 als Bildungskoordinator für Neuzugewanderte im Wetteraukreis und konnte in den beiden zurückliegenden Jahren sowohl die Verwaltungsstruktur als auch die Bildungslandschaft in der Wetterau mit ihren zahlreichen und vielfältigen Akteuren kennenlernen. Er übernimmt die Position von Antje Heerdt, die auch künftig als Leiterin des Fachdienstes Volkshochschule und Bildung die zentralen Aufgabengebiete der schulischen Bildung sowie der Erwachsenenbildung verantwortet.

Das neue Arbeitsfeld von Bauer in der kreiseigenen Volkshochschule eröffnet vielfältige und interessante Entwicklungsmöglichkeiten. „Der Themenkreis Bildungsgerechtigkeit, gesellschaftliche Teilhabe und lebenslanges Lernen hat Konjunktur. Mit seinen langjährigen beruflichen Erfahrungen im Bildungsbereich und mit seinem akademischen Hintergrund bringt der neue VHS-Leiter zentrale Voraussetzungen für die anstehenden Herausforderungen mit“, ist sich der Landrat sicher. Bauer ist Germanist und Kulturwissenschaftler. Zu seinen beruflichen Stationen zählt das Fachgebiet Interkulturelle Kommunikation an der Technischen Universität Chemnitz, wo er 2008 einen Doktortitel erwarb. In seiner Dissertation befasst er sich unter anderem mit der Geschichte der auswärtigen Kulturpolitik nach unter der Perspektive: Welchen Beitrag haben einzelne „Kulturdiplomaten“ an der Ausgestaltung des politischen Systems und der kulturpolitischen Programme geleistet?

Die Studie plädiert für eine Hinwendung zu individuellen Bildungs- und Berufsbiographien in der Forschung über internationale politische Systeme. Weiterhin lehrte Bauer an der Universität Bayreuth im Studiengang Interkulturelle Germanistik. Dieses Studienfach wird überwiegend von ausländischen Studenten gewählt, die ihre beruflichen Arbeitsfelder als Sprach- und Kulturvermittler zwischen ihren Herkunftsländern und den deutschsprachigen Ländern finden. Im Fach Interkulturelle Germanistik bilden die deutsche Sprache ebenso wie deutschsprachige Literaturen und Gegenwartskulturen Brücken in die Welt hinein.

Sie vermitteln Weltoffenheit sowie ein

Verständnis für Vielfalt

und tragen somit zur Verständigung bei. In seinem Wohnort Bad Vilbel ist er außerdem Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Eldoret. Die deutsch-kenianische Partnerschaft fördert seit 1982 in der fünftgrößten Stadt im ostafrikanischen Kenia eine Internatschule für Kinder mit Behinderungen.

„Die VHS Wetterau möchte sich künftig noch stärker an den Bedürfnissen der Kreisbevölkerung, der regionalen Wirtschaftsunternehmen sowie des regionalen Arbeitsmarkts orientieren“, betonten Weckler und Bauer bei einem gemeinsamen Arbeitsgespräch. Dem neuen VHS-Leiter stehen hierfür ein erfahrenes Team sowie ein Netzwerk an Volkshochschulen zur Seite. red

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