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Wer pflanzt mit mir Thymian an?

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Aktion ohne Altersbeschränkung: Die Kreisstadt bereitet sich derzeit auf die Aktion ?Friedberg zum Anbeißen? vor. Sie wird mit einem Fest enden.
Aktion ohne Altersbeschränkung: Die Kreisstadt bereitet sich derzeit auf die Aktion ?Friedberg zum Anbeißen? vor. Sie wird mit einem Fest enden. © Picasa

Im vorigen Jahr war es ein Experiment, das urbane Gärtnern in Friedberg Burggarten, neudeutsch auch Urban Gardening geheißen. In diesem Jahr gibt es eine Fortsetzung dieser Aktion „Friedberg zum Anbeißen“. Nun freilich nicht mehr als Versuch. Dass es funktionieren kann, haben die zwölf Hochbeet-Paten im vergangenen Jahr eindrucksvoll bewiesen.

„Die Pflanzen durch diesen heißen, trockenen Sommer zu bekommen, das ist schon beeindruckend“, fasste Stefan Lücke von der gleichnamigen Gärtnerei im Friedberger Stadtteil Ockstadt die Leistung der Paten im vergangenen Jahr zusammen. Zwölf Paten, darunter Institutionen wie die Hospizhilfe Wetterau, die Werbegemeinschaft Friedberg hat’s, die psychosoziale Tagesstätte des Diakonischen Werks, aber auch Privatpersonen oder Familien haben über einen Zeitraum von vier Monaten fleißig im Burggarten gewerkelt.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Erdbeeren, Karotten, Kohlrabi, Feuerbohnen, Mangold in Regenbogenfarben und sogar der sogenannte Säulenapfel gediehen prächtig in den von der Stadt zur Verfügung gestellten Hochbeeten.

Auch Themenbeete wie das „Hildegard-von-Bingen-Beet“ von Simone Pachl oder das „Kräuter-Apotheken-Beet“ der Familie Ulrich schmückten die Aktion, die ihren Abschluss im Erntefest Anfang September nahm.

Jetzt geht es wieder los. Der Friedberger Bauhof bereitet die Hochbeete für die neue Saison vor, damit am Sonntag, 8. Mai, anlässlich des Friedberger Frühlingsmarktes der Startschuss für viel Essbares in den Hochbeeten gelegt werden kann. Wie im vorigen Jahr werden die alten und neuen Paten auf der HR 4-Bühne des Frühlingsmarktes vorgestellt – und dann geht es ab in den Burggarten zur Pflanz-Aktion.

Natürlich ausgerüstet mit den wichtigsten Utensilien für einen Gärtner: „FB zum Anbeißen“-Gärtnerschürze und Gießkanne. Außerdem bekommt jeder Pate einen Schlüssel, um Zugang zum eigens installierten Wasserhahn am Toilettenhäuschen zu haben. Zuvor müssen die Paten natürlich schon überlegt haben, wie ihr Hochbeet in diesem Jahr aussehen soll.

„Wir überlassen das komplett unseren Paten“, versichert die Leiterin des städtischen Kulturamtes, Christine Böhmerl. Das sei ja das Spannende an der Veranstaltung „Friedberg zum Anbeißen“, „dass es keine einheitliche Bepflanzung gibt“.

„Wir schätzen die Vielfalt und den Ideenreichtum unserer Paten und sehen unsere Aufgabe darin, gute Rahmenbedingungen zu schaffen“, unterstreicht die Kulturamtsleiterin. Deshalb können die Paten aus einer umfangreichen Pflanzenliste ihre Bepflanzung individuell zusammenstellen.

Sie erhalten die ausgesuchten Gemüse- und Obstpflanzen dann pflanzfertig am 8. Mai direkt vor ihren Hochbeeten. Auch dieses Jahr wird es, eingedenk der guten Erfahrungen, zum Abschluss ein Erntefest geben. Doch wie heißt’s so passend: Erst säen, dann ernten. fnp

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