Die Friedberger Christdemokraten beim Unternehmensbesuch mit Firmenchef Stefan Lück (hinten).
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Die Friedberger Christdemokraten beim Unternehmensbesuch mit Firmenchef Stefan Lück (hinten).

Stillstand wäre der Tod

Vom Grünpflanzen-Produzenten zum Gartencenter – Lücks Pflanzenwelt in Friedberg-Ockstadt zeigt den örtlichen CDU-Politikern, wie’s geht.

Von Ende der 60er-Jahre bis 1999 wurden in den Gewächshäusern auf den Weilerwiesen am Ortsausgang von Ockstadt Richtung Bad Nauheim Grünpflanzen produziert. 1993 übernahm Stefan Lück von seinem Vater Heinz Lück den Betrieb, in dem er seine Ausbildung zum Zierpflanzengärtner absolviert hatte. Doch nach Erfahrungen in den Niederlanden entschied sich Stefan Lück 1997, die Produktion aufzugeben und an gleicher Stelle ein Gartencenter zu eröffnen. Das wurde nun von der Friedberger CDU besichtigt.

Nach dem Motto „Stillstand wäre der Tod“ ist der Gärtner Stefan Lück immer in Aktion. Auf dem knapp 3,5 Hektar großen Betriebsgelände befinden sich 4000 Quadratmeter Verkaufsfläche unter Glas und über 5000 Quadratmeter Baumschulfläche. Um Mindesttemperatur im Winter zwischen plus vier und 13 Grad zu erzeugen, werden jährlich etwa 60 000 Liter Heizöl verbraucht, so Lück.

Neues Verfahren

Auf Nachfrage erklärt er, Isolierglas sei aus statischen Gründen nicht möglich. Doch Lück hat ein neues Verfahren zur Errichtung von Gewächshäusern entwickelt. Der Prototyp werde bald in Zusammenarbeit mit dem Institut für Technik an der Hochschule in Geisenheim erprobt. Gegossen wird mit Ockstädter Leitungswasser. Dafür werden etwa 10 000 Euro pro Jahr an die Friedberger Stadtwerke bezahlt.

Mehr Steine als Pflanzen

Seit 2000 ist der Baumschulbereich Bestandteil des Gartencenters. Noch vor etwa acht Jahren, als gerade die Bundesstraße 3a im Bau war, dachte Stefan Lück an eine Vergrößerung des Baumschulbereichs. Denn, so sein Gedanke, durch die Lage des Gartencenters mitten in der Wetterau, wo überall noch viel gebaut werde, kämen die Häuslebauer vermehrt zum Einkaufen von Bäumen, Sträuchern und Stauden für die Gartenneuanlage. Diese Hoffnungen, so erläuterte Lück den Friedberger CDU-Vertretern, hätten sich nicht erfüllt. In immer mehr Gärten würden mehr Steine als Pflanzen verbaut. Er befürchtet, dass der Markt für Zierpflanzen in naher Zukunft deutlich einbrechen wird. „Wo sehen Sie in Friedberg oder Bad Nauheim noch Häuser mit mehr als vier bepflanzten Balkonkästen?“

(fnp)

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