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Sebastian Spisla (re.), hier noch im Trikot des FC Kalbach

Fußball-Gruppenliga

Zum Treffen der Kumpels kommt’s nicht

Sie gewannen zusammen Meisterschaften, sie zogen gemeinsam die Fäden in der Offensive, jetzt sind sie Trainer und nach wie vor beste Freunde – heute wollten sie sich wiedersehen. Aber der eine ist ab sofort nicht mehr Trainer, sondern wurde gegangen.

Im einzigen Spiel der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West stehen sich heute Abend der FC Oberstedten (14.) und Aufsteiger SKV Beienheim (6.) gegenüber. Dabei wird es – entgegen aller Erwartungen im Vorfeld – nicht zum Wiedersehen zweier langjähriger Freunde kommen, nachdem sich die beiden Trainer bereits vor Wochen auf den Freitagstermin gefreut hatten – Sebastian Spisla als Spielertrainer des SKV und Artur Rissling als Coach des FCO. Rissling ist nach rund zehn Jahren in Diensten der Oberstedter von seinen Aufgaben entbunden worden. Zu den Hintergründen wollte der geschasste Coach keine Stellungnahme abgeben. Und Manager Rüdiger Rau stand erkrankt ebenfalls nicht für ein Statement zur Verfügung.

„Das haut mich echt um – eine richtig traurige Nachricht“, wirkt derweil Sebastian Spisla, konfrontiert mit der Nachricht aus Oberstedten, wie aus allen Wolken gefallen – zumal die Oberstedter zuletzt mit einem Sieg beim FC Kalbach hatten aufhorchen lassen.

Apropos Kalbach: Spisla und Rissling, das sind nicht nur bloße Trainerkollegen – das sind vielmehr „richtig gute Kumpels“, wie Spisla verrät. Beim FC Kalbach hatten beide zu ihrer Aktivenzeit sechs Jahre lang in einer Mannschaft gespielt: „Artur im Sturm, ich als Zehner dahinter“, spricht Spisla von blindem Verständnis, das zwischen beiden auf dem Platz herrschte. Auch zwei Meisterschaften haben Spisla und Rosslung zudem gemeinsam in Kalbach gewonnen – den Aufstieg aus der Kreisliga A und den Sprung in die Gruppenliga.

„Da werden wir uns heute Abend wohl noch wärmer als ohnehin schon anziehen müssen“, weiß Sebastian Spisla um die oftmals eintretenden Gesetzmäßigkeiten eines Trainerwechsels. Er erwartet ein hart umkämpftes Spiel – und nach der jüngsten Heimniederlage seiner Mannschaft gegen den TuS Merzhausen „eine entsprechende Reaktion meiner Mannschaft“. Kardinalvorwurf an seine SKV-Jungs: „Wir haben gegen Merzhausen keine Ideen und auch keine Durchschlagskraft gehabt.“ Das erhofft er sich heute Abend von Ante Paradzik. Der Spielmacher ist aus seinem Urlaub zurück und gilt als der kreative Kopf der Beienheimer. Auch der zuletzt wegen Adduktorenproblemen aussetzende Admir Pllana kann wieder spielen.

Interimsweise betreut wird das Team des FC Oberstedten bis auf weiteres von Risslings bisherigem Assistenzcoach Lars Arr-You sowie Christopher Roth, 2. Vorsitzender und Jugendtrainer. gg

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