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Linke fordern Cannabis-Clubs

Festnahmen

Wetterau: Drogennetzwerk agierte international - Dimensionen werden deutlich

Polizei, Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung haben am Montag bundesweit zugeschlagen. Sie durchsuchten Wohnungen, entdeckten Drogen, nahmen Verdächtige fest. Im Zentrum stand die Wetterau. 

  • Ermittlungen gegen Drogenhändler-Ring in Wetterau und Mittelhessen
  • Auch Durchsuchungen in anderen Bundesländern
  • Drogenbande soll international agiert haben
  • Unter anderem Maschinenpistole, Schrotflinte und Machete entdeckt

Update, 13.11.2019: Nach der großangelegten Drogenrazzia mit Schwerpunkt in der Wetterau und in Mittelhessen werden die Dimensionen immer deutlicher: Insgesamt sind nun zehn Personen in Haft, rund 50 Objekte wurden durchsucht. Der Verdacht: Die Verdächtigen sollen in den vergangenen Jahren im großen Stil mit Drogen gehandelt oder dazu Hilfe geleistet zu haben.

Die Ermittlungsarbeiten liefen schon seit zwei Jahren, die Tätergruppe soll international agiert haben. 

Gießen/Wetterau: Zentrum bundesweiter Ermittlungen in Hessen

Allein in Hessen wurden Wohnhäuser, Gartengrundstücke, Garagen und Schließfächer in Butzbach, Gießen, Lollar, Biebertal, Buseck, Pohlheim, Reiskirchen, Ronneburg, Friedrichsdorf, Wetzlar, Wölfersheim, Münzenberg, Bad Nauheim und Kronberg durchsucht. Ebenfalls in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen waren die Ermittler im Einsatz. 

Inzwischen ist auch klar: Im Zuge bundesweiter Durchsuchungen entdeckten Polizei und Staatsanwaltschaft unter anderem eine Maschinenpistole, eine Schrotflinte und eine Machete. Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten Drogen wie Marihuana, Ecstasy und Kokain sicher. Auch Beweismittel wie 100 000 Euro Bargeld, technisches Equipment für eine Marihuana-Plantage, ein Ferrari und fünf weitere Fahrzeuge seien entdeckt worden.

Update, 12.11.2019: Nach der groß angelegten Razzia gegen organisierten Drogenhandel und Geldwäsche am Montag gibt es nun weitere Details vonseiten der Staatsanwaltschaft Gießen. 

Wie deren Sprecher Rouven Spieler am Dienstag mitteilte, hat die Polizei gleichzeitig mit den Durchsuchungen acht Haftbefehle vollstreckt. Es handele sich um drei Butzbacher – einen 40- und einen 33-jährigen Mann sowie eine 42-jährige Frau –, zudem einen 64-jährigen Biebertaler, einen 31-jährigen Gießener und drei Reiskirchener (43-jähriger und 33-jähriger Mann und eine 21-jährige Frau).

Wetterau: Mutmaßliche Bandenmitglieder aus Butzbach, Gießen, Biebertal und Reiskirchen

Wie berichtet, hatte es im Zuge der Aktion von Staatsanwaltschaft, Polizei und Steuerfahndung bundesweit Aktionen gegeben. Ein Schwerpunkt lag in der Wetterau und in Mittelhessen. In Ronneburg wurde eine Cannabisplantage entdeckt. 

Es laufen Ermittlungsverfahren gegen 43 Personen im Alter von 19 bis 74 Jahren, die im Verdacht stehen, einem bandenmäßig organisierten Netzwerk zum Vertrieb von Betäubungsmitteln in Mittelhessen und dem Rhein-Main-Gebiet anzugehören. Auch wegen Geldwäsche wird ermittelt. 

Laut Staatsanwaltschaft bestehe der Verdacht, dass die Bande über die vergangenen fünf Jahre hinweg Cannabis im Zentner- sowie Kokain und Amphetamin im Kilogrammbereich aus dem europäischen Ausland, insbesondere Spanien und den Niederlanden, eingeführt und gewinnbringend weiter verkauft habe. 

Gießen/Wetterau: Boot und Ferrari nach Drogenrazzia beschlagnahmt

Um Vermögenswerte – je nachdem, wie das Gerichtsurteil ausfällt – beschlagnahmen zu können, wurden Vermögenswerte eingezogen. Staatsanwalt Spieler dies als "U-Haft für Sachen". Ein beschlagnahmtes Boot gehörte einem Biebertaler, und dem 33-jährigen Butzbacher wurde ein Ferrari weggenommen. Bei dem Butzbacher wurden außerdem rund 100.000 Euro, eine Maschinenpistole, etwa eineinhalb Pfund Ecstasy, Ausrüstung für eine Mariuhana-Plantage und neben dem Ferrari noch fünf weitere Fahrzeuge beschlagnahmt.

Spieler: "Es besteht der Verdacht dass die Vermögenswerte entweder direkt oder indirekt durch den Betäubungsmittelhandel finanziert worden sind." ​

Erstmeldung, 11.11.2019: Drogen beschlagnahmt, Wohnungen durchsucht, Verdächtige festgenommen und Vermögen beschlagnahmt - Polizei, Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung ist am Montag ein Schlag gegen den organisierten Drogenhandel und gegen Geldwäsche gelungen. Ein Schwerpunkt der Ermittlungserfolge liegt in der Wetterau und in Mittelhessen.

Rouven Spieler, Sprecher der Staatsanwaltschaft Gießen, sagte auf Nachfrage nichts zu den genauen Orten, an denen es zu Festnahmen gekommen war. Nur soviel: Sowohl in der Wetterau, als auch in Stadt und Landkreis Gießen wurden Verdächtige festgenommen. In Ronneburg in der Wetterau wurde eine Cannabisplantage entdeckt.

Schlag gegen Drogenbande in der Wetterau und Gießen: Zentnerweise Cannabis

Durchsuchungen und Festnahmen hat es bundesweit gegeben. Die Staatsanwaltschaft Gießen, das Polizeipräsidium Mittelhessen und die Steuerfahndung Wetzlar führen mehrere Ermittlungsverfahren gegen 43 Personen im Alter von 19 bis 74 Jahren, die im Verdacht stehen, einem bandenmäßig organisierten Netzwerk zum Vertrieb von Betäubungsmitteln in Mittelhessen und dem Rhein-Main-Gebiet anzugehören. Einigen dieser Beschuldigten wird Geldwäsche im Zusammenhang mit durch Drogenhandel erwirtschaftetem Vermögen vorgeworfen.

Nach den bisherigen Ermittlungen besteht der Verdacht, dass die Bande über die vergangenen fünf Jahre hinweg Cannabis im Zentner- sowie Kokain und Amphetamin im Kilobereich aus dem europäischen Ausland, insbesondere Spanien und den Niederlanden, eingeführt und gewinnbringend weiter verkauft hat.

Schlag gegen Drogenbande in der Wetterau und Gießen: Ferrari und Maschinenpistole

Am Montag fanden im gesamten Bundesgebiet, schwerpunktmäßig in Mittelhessen, Durchsuchungen an über 40 Objekten statt, ferner wurden Haftbefehle wegen Flucht- und Verdunklungsgefahr gegen acht Personen vollstreckt. Weitere sieben wurden vorläufig festgenommen. Gegen sie sollen Haftbefehle erwirkt werden.

Bei den Durchsuchungen wurden zwei Cannabisplantagen entdeckt - neben der in Ronneburg auch eine in Mecklenburg-Vorpommern. Zudem fanden die Ermittler umfangreiche Ausrüstung zur Aufzucht von Cannabispflanzen und eine Maschinenpistole. Überdies wurden Cannabis, Amphetamin und Ecstasy im dreistelligen und Kokain im zweistelligen Grammbereich gefunden. Zum Zwecke der Vermögensabschöpfung wurden Summen im hohen sechsstelligen Bereich auf Konten vorläufig gesichert, ferner wurde rund eine Viertelmillion Euro Bargeld ebenso sichergestellt wie ein Boot, hochwertiger Schmuck und ein Ferrari-Sportwagen. Noch auszuwerten sind diverse Unterlagen, Smartphones und sonstige EDV-Gerätschaften, die von den Beamten mitgenommen wurden. Die umfangreichen Ermittlungen dauern an.

agl/fd

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