AfD Wetterau rutscht weiter nach rechts

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Aus einzelnen Steinen ist ein Erdrutsch geworden: Inzwischen sind fünf Vorstandsmitglieder der AfD Wetterau zurückgetreten. Auslöser ist die Wahl des Karbener Rechtsintellektuellen Andreas Lichert

Aus einzelnen Steinen ist ein Erdrutsch geworden: Inzwischen sind fünf Vorstandsmitglieder der AfD Wetterau zurückgetreten. Auslöser ist die Wahl des Karbener Rechtsintellektuellen Andreas Lichert zum Beisitzer am vergangenen Freitag. Dies führt Christiane Gleissner an, die als Kreissprecherin zurückgetreten ist.

Direkt nach der Wahl hatten Schatzmeister Albrecht Pachl und Beisitzer Horst Kuschetzki hingeworfen, weil sie sich eine Zusammenarbeit mit Lichert laut einer parteiinternen Erklärung Gleissners nicht vorstellen konnten. Ihnen folgten die Beisitzer Manfred Knöbel und Stefan Bechtel. Gleissner habe dann Recherchen über Lichert betrieben. „Auf Basis dieser Informationen muss ich feststellen, dass jede Zusammenarbeit mit Lichert in einem Organ der AfD Hessen für mich völlig undenkbar ist.“

Die Antifaschistische Bildungsinitiative aus Friedberg (Antifabi) hatte bereits zuvor die Aufnahme Licherts in die AfD kritisiert und von einem „Rechtsruck“ gesprochen. Diese Befürchtungen hätten sich bestätigt, zumal die verbliebenen Vorstandsmitglieder Lichert und Karel Marel die als extrem eingestufte „Erfurter Resolution“ unterschrieben hätten. „Somit ist die rechte Machtübernahme vollendet“, analysiert der Antifabi-Vorsitzende Andreas Balser.

(kop)

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