Wetterauer Bevölkerung wächst weiter

Exakt 297 369 Menschen lebten am 31. Dezember 2014 in der Wetterau. Damit hat sich der Anstieg der Bevölkerung in der Landschaft zwischen Taunus und Vogelsberg auch im zweiten Halbjahr 2014 fortgesetzt. Für Landrat Joachim Arnold (SPD) ist das ein Beleg, dass die Wetterau eine der beliebtesten Wohnregionen Hessens ist.

Wie gefragt die Wetterau ist, macht ein Vergleich mit anderen Landkreisen deutlich. Blickt man auf die Zahlen der vorletzten Volkszählung im Jahre 1987 zurück, dann steht der Wetteraukreis mit Abstand an der Spitze der beliebtesten Landkreise in Hessen.

Um knapp 19 Prozent hat die Bevölkerung in dieser Zeit zugenommen, mehr noch als in der Stadt Frankfurt (16,2 Prozent) oder in den Landkreisen Fulda, Darmstadt-Dieburg oder Main-Taunus mit jeweils um die 15 Prozent. Drei Landkreise in Hessen mussten gar Bevölkerungsrückgänge verzeichnen, der Werra-Meisner-Kreis mit 10,7 Prozent, Hersfeld-Rotenburg mit 4,6 Prozent und der benachbarte Vogelsbergkreis mit 1,6 Prozent. Das Wachstum in der Bevölkerung ist allerdings schon seit einigen Jahren nicht mehr auf die große Zahl der Geburten zurückzuführen. Seit mehr als zehn Jahren übersteigt die Zahl der Verstorbenen regelmäßig die Zahl der Geburten.

Nicht anders war es im vergangenen Jahr. Den 2447 Neugeborenen, 1278 Buben und 1169 Mädchen, standen 3059 Sterbefälle gegenüber. Dass die Bevölkerungszahl trotzdem um knapp 2000 stieg, liegt vor allem an dem sogenannten Wanderungssaldo. Der Zahl von 20 012 Fortgezogenen standen 22 544 Neu-Wetterauer gegenüber. Dabei ist auch die Zahl der Flüchtlinge enthalten.

Die größte Stadt in der Wetterau ist und bleibt Bad Vilbel mit zuletzt 32 584 Menschen (plus 564), vor Bad Nauheim 31 018 (plus 139), der Kreisstadt Friedberg mit 27 859 (plus 101). Über 20 000 Einwohner zählen auch die Städte Butzbach, 24 900 (plus 516), Karben 21 936 (plus 220) und Büdingen, 21 061 (plus 66). Die kleinsten Kommunen in der Wetterau bleiben Kefenrod, 2746 (plus 2), Hirzenhain, 2816 (minus 61) und Glauburg, 3015 (plus 30).

Den stärksten Bevölkerungszuwachs hatte im kurz- und mittelfristigen Vergleich Butzbach zu verzeichnen. Seit der Volkszählung von 2011 nahm die Bevölkerung dort um 4,25 Prozent zu, vor Bad Vilbel (plus 4,17) und Karben (plus 3,72). Von den 25 Kommunen in der Wetterau haben seit der Volkszählung 14 Zuwachs. In elf Kommunen ist die Zahl der Einwohner gesunken. Fünf dieser Kommunen liegen im Altkreis Büdingen. fnp

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