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2700 Gäste bei zwölf Vorstellungen

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Von: Harald Schuchardt

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Die Macher des Open-Air-Kinos im Rathauspark freuen sich über die vielen Besucher, betonen aber auch den familiären Charakter der Veranstatungen. © Loni Schuchardt

Friedberg (har). Mit dem Action-Film »Top-Gun: Maverick« ist am Sonntagabend die 22. Auflage des Open-Air-Kinos im Rathauspark zu Ende gegangen. Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr waren die 300 Plätze im Vorfeld komplett reserviert gewesen - wie zuvor schon bei den aktuellen Kino-Hits »Guglhupfgeschwader« und »Monsieur Claude und sein großes Fest«.

Wer jedoch ohne Reservierung in den Rathauspark kam, wurde nicht heimgeschickt. Viele hatten ihre Stühle oder Decken mitgebracht, und da ohnehin einige Stühle mehr gestellt waren, fand jeder Besucher immer einen Platz.

»Wir haben ja locker gestellt, schließlich leben wir noch immer in einer Pandemie«, sagte Jürgen Umsonst, der zusammen mit Hans-Albert Wunderer das Event im Rathauspark seit 1999 organisiert. »Insgesamt hatten wir gut 2500 Reservierungen, das ist super«, freute sich Umsonst. Mit den »spontanen« Besuchern wurden letztendlich gut 2700 Gäste in den zwölf Abendvorstellungen sowie in den beiden Nachmittagsaufführungen für Kinder und Jugendliche zum Auftakt vor zwei Wochen gezählt.

»Uns geht es nicht um Monster-Besucherzahlen. Die Besucher lieben diese familiäre Atmosphäre, das wurde uns immer wieder bestätigt«, sagte Umsonst - und Wunderer ergänzte: »Viele kamen mehrmals, dazugehört auch der Bürgermeister.« Wunderer lobte besonders das Team der Jugendfeuerwehr aus der Kernstadt um Jugendfeuerwehrwart Andreas Krämer und dessen Frau Franzisca: »Was die hier leisten, ist sehr bemerkenswert.« Unterstützt von einigen Wehrmitgliedern, sorgten die Kinder und Jugendlichen für Speis und Trank, wobei es einige Neuerungen gab. An mehreren Abenden wurden Bratwürstchen vom Holzkohlegrill ebenso angeboten wie Zucchini-Salat-Bruschet-tas.

Fortsetzung 2023

so gut wie sicher

»Es ist zwar anstrengend, manche Abende waren sehr lang, aber es hat Riesenspaß gemacht«, sagte Andreas Kramer. »Schade, dass es schon wieder vorbei ist. Wir sind hier eine große Familie«, fügte seine Ehefrau hinzu. Zu dieser »Open-Air-Kino-Familie« gehören auch nahezu alle Künstler, die schon seit Jahren das vom Stadtjugendring präsentierte musikalische Vorprogramm gestalten und ein Beziehung zur Jugendarbeit der Stadt haben, so wie Arlo Ibisch, Yannick Di Mari, Toni V. und Na-dine Dannehl, die inzwischen in Leonberg bei Stuttgart lebt. Jedes Jahr kommt sie zum Open-Air-Kino zurück in ihre Heimat, in diesem Jahr zusammen mit ihrer Band Leonid. Das Quartett spielt ausschließlich eigene Songs, die sich alle um das alltägliche Leben drehen. »Ich bin so froh, wieder hier zu sein, und danke allen, die das möglich machen«, sagte Dannehl am Ende ihres Auftritts am Samstagabend, bevor der Animationsfilm »Minions 2 - Auf der Suche nach dem Mini-Boss« über die große Leinwand flimmerte. Wieder waren fast 250 Besucher gekommen, darunter diesmal viele Familien mit Kindern, die sich freuten, endlich mal abends ins Kino zu gehen und ganz lange aufzubleiben.

Obwohl sich Umsonst und Wunderer bereits im (Un-)Ruhestand befinden, wollen der frühere Inhaber des Kino-Centers und der einstige Stadtjugendpfleger im nächsten Jahr weitermachen. Wunderer: »Das ist so gut wie in trockenen Tüchern, und danach sehen wir dann weiter.« Wenn es nach den Filmfans geht, kann das familiäre Open-Air-Kino noch lange so weitergehen.

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