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400 Besucher - aber nur die Kleinen dürfen planschen

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Von: Harald Schuchardt

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hed_har_Ockstadt_fruehstue_4c © Loni Schuchardt

Friedberg-Ockstadt (har). Bestes Schwimmbadwetter herrschte am Sonntag. So strömten geschätzte 400 Besucher in das Ockstädter Freibad - jedoch nicht um zu schwimmen, sondern um gemeinsam zu frühstücken.

Nach zweijähriger Pandemie-Zwangspause hatte der Förderverein des Quellwasserschwimmbads, der das Bad mit Unterstützung der Stadt betreibt, vier Tage vor dem Saisonstart zum schon traditionellen Frühstücksevent eingeladen. Mit Körben und Kühltaschen bepackt kamen nicht nur Ockstädter auf die Liegewiese, wo die ehrenamtlichen Helfer unzählige Bierzeltgarnituren samt Pavillons und Zelten als Sonnenschutz aufgestellt hatten.

Rein durfte nur, wer eine Platzkarte erworben hatte. Mit dabei waren auch mehrere der sechs in Ockstadt untergebrachten Familien aus der Ukraine. »Wir haben eine Helfergruppe gebildet. Die Hilfsbereitschaft ist wahnsinnig groß«, freute sich Heinrich Bayer, der selbst eine Ukrainerin mit zwei Kindern aufgenommen hat. Als Übersetzerin fungiert die Litauerin Aukse Cosser, die mit ihrem aus England stammenden Mann seit sechs Jahren in Ockstadt lebt. Den Ukrainern jedenfalls machte das gemeinsame Frühstück viel Spaß und immer wieder gab es Dankesworte für die große Unterstützung.

Musiker verzichten auf ihre Gage

Wer kein Frühstück dabeihatte, der musste nicht hungern. Der Förderverein hatte mit Rührei (mit und ohne Speck), Würstchen, frischen Brötchen, Brezeln, Kuchen und Getränken bestens vorgesorgt. »Der Speck ist weg«, verkündete Fördervereinsvorsitzender Stephan Ewald noch vor der offiziellen Begrüßung der »unglaublich vielen Besucher«, wie er sagte. Ewald konnte unter anderem Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, Bürgermeister Dirk Antkowiak und Ortsvorsteherin Stefanie Kipp und deren Vorgänger Günther Weil begrüßen.

»Wir sind für die neue Saison bestens vorbereitet«, sagte der Fördervereinsvorsitzende, der angesichts der hohen Temperaturen spontan verkündete, etwas Wasser in das Planschbecken einzulassen, sodass der Nachwuchs schon ein bisschen planschen konnte. Um die Mittagszeit begann dann der Vorverkauf der Saisonkarten, deren Preise ebenso unverändert bleiben, wie die Einzelkarten.

Dann machte das Swinging-Pool-Quartett Musik. »Das ist ein Ockstädter Projekt«, erklärte Ewald. Saxofonistin Corinna Danzer und Gitarrist Jonas Lohse leben hier, Bassist Wolfgang Marx aus Bad Homburg arbeitet in einem Ockstädter Betrieb. Unterstützt wurde das »Ockschter Trio« vom Gießener Schlagzeuger Johannes Langenbach.

Die vier unterhielten die Besucher mit ihren Arrangements bekannter Swing- und Jazzklassiker. Viel Beifall gab es für die Ankündigung, dass die Band auf die ihnen zugesicherte Gage verzichtet, um so die Arbeit des Fördervereins zu unterstützen.

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hed_har_Ockstadt_fruehstue_4c_1 © Loni Schuchardt

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