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Treffen, einkaufen und wohnen: Aus dem „Kaufhaus Joh“ wird das „Kaiser-Forum“

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Von: Jürgen Wagner

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„Friedberg hat gewählt“: Über den neuen Namen und die Aussicht, dass es bald losgeht, freuen sich (v. l.): Ulf Berger (»Friedberg hat’s«), Bürgermeister Dirk Antkowiak, die Gewinnerin des Namenswettbewerbs Astrid Riedel, Lukas und Uwe Werkmann sowie Architekt Benjamin von Zehmen (BLFP).
„Friedberg hat gewählt“: Über den neuen Namen und die Aussicht, dass es bald losgeht, freuen sich (v. l.): Ulf Berger (»Friedberg hat’s«), Bürgermeister Dirk Antkowiak, die Gewinnerin des Namenswettbewerbs Astrid Riedel, Lukas und Uwe Werkmann sowie Architekt Benjamin von Zehmen (BLFP). © Nicole Merz

„Och Joh!“, wird jetzt so mancher Friedberger sagen. Das ehemalige Kaufhaus Joh heißt nun Kaiser-Forum – wie in einem Wettbewerb ermittelt wurde. Für die Siegerin gab’s 500 Euro.

Friedberg – Die Entscheidung ist gefallen, 871 Bürgerinnen und Bürger haben abgestimmt: Kaiser-Forum soll das ehemalige Kaufhaus Joh in Friedbergs Innenstadt künftig heißen. Am Dienstagvormittag (24. Mai) verkündeten Uwe Werkmann, Geschäftsführer der Werkmann GmbH & Co KG, sein Sohn Lucas Werkmann und Bürgermeister Dirk Antkowiak den Namen für das Bauvorhaben in der Kaiserstraße 96. „Es macht mich stolz, dass sich so viele Friedberger, aber auch Bürger aus benachbarten Orten am Wettbewerb beteiligt haben“, sagte Antkowiak. „Das zeigt das große Interesse für das, was in Friedberg passiert.“

Der Name „Kaiser-Forum“ berücksichtigt die geografische Lage auf der Kaiserstraße und nimmt Bezug auf Neues: Hier entsteht ein Forum, in dem sich Menschen treffen, einkaufen und wohnen.

Name für neues Forum in Friedberg: Jury wählt vier aus 300 Vorschlägen aus

Namensgeberin für das Kaiser-Forum ist Kristina Riedel aus Lich. „Eine weitere Person hat den gleichen Namensvorschlag eingereicht. Letztendlich hat das Los über den Gewinn entschieden“, sagte Uwe Werkmann. Riedel nahm aus der Hand von Ulf Berger („Friedberg hat’s“) eine Präsentkiste mit 50 „Friedberg-Zehnern“ entgegen: 500 Euro für Einkäufe in Friedberger Fachgeschäften. Als weitere Gewinnerin unter den Teilnehmern wurde Anne Brauburger aus Karben aus dem Lostopf gezogen; sie erhält Friedberg-Zehner in Höhe von 250 Euro.

Und wie geht es mit dem Gebäudekomplex weiter? „Bis sichtbar am Kaiser-Forum gebaut werden kann, wird noch einige Zeit vergehen“, sagte Werkmann. Die Arbeiten für das vorhabenbezogene Bebauungsplanverfahren seien in vollem Gange. Schon in dieser frühen Phase der Planung habe man Kontakt mit Fachplanern und Fachbehörden zwecks Abstimmungen aufgenommen. Pandemiebedingt habe man leichte Verzögerungen gegenüber dem Zeitplan akzeptieren müssen. Aber keine Bange: „Es läuft auf Hochtouren, die Stimmung ist gut.“

Im April hatte Werkmann zu einem Namensfindungswettbewerb aufgerufen. In der ersten Runde reichten rund 300 Bürger Namensvorschläge ein. Die Wettbewerbs-Jury bestand aus Bürgermeister Antkowiak, dem SPD-Fraktionsvorsitzenden und Historiker Dr. Klaus-Dieter Rack, Merle Ljungh von der Wirstchaftsförderung der Stadt, BLFP-Architekt Andreas Schmidt, Katja Ebert von der Kommunikationsagentur Ballcom sowie Lucas Werkmann von der Werkmann-Gruppe. Vier Favoriten wurden ausgewählt, im Anschluss konnten die Bürger final über den Namen entscheiden.

Pläne für das neue Kaiser-Forum in Friedberg: Rooftop-Café und Tiefgarage

2013 meldete das Kaufhaus Joh Insolvenz an. Neue Eigentümer übernahmen, doch auch nach Jahren war kein Baufortschritt zu erkennen. Die Politik war mit den Plänen des vormaligen Eigentümers nicht zufrieden, es kam zum Verkauf und die Werkmann-Gruppe übernahmen. Das Dietzenbacher Unternehmen entwickelt die Immobilie mit dem Friedberger Architekturbüro BLFP und in enger Abstimmung mit der Stadt.

Das Erdgeschoss bleibt erhalten, auf rund 1600 Quadratmeter sind Lebensmittelmarkt, eine SB-Bankzone und eine Tourismus-Info der Stadt vorgesehen. Die oberen Geschosse werden aufgebrochen; in drei neuen Gebäudeteilen entstehen bis zu 50 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe, vom Ein-Zimmer-Apartment bis zur Fünf-Zimmer-Wohnung. Dazwischen bleibt Platz für lichte, begrünte Innenhöfe. Für Service- und Büroflächen stehen 2500 Quadratmeter zur Verfügung. Im Keller wird eine Tiefgarage mit Zufahrt von der Färbergasse eingerichtet.

Ein Highlight soll das Rooftop-Café werden, das erste Restaurant über den Dächern Friedbergs, mit einem weiten Blick in die Wetterauer Landschaft. Allerdings wird das Restaurant, entgegen älterer Pläne, nach vorne zur Kaiserstraße postiert.

Ehemaliges Kaufhaus Joh: Die Werkmann-Gruppe aus Dietzenbach entwickelt und realisiert die Pläne

Die Werkmann-Gruppe, die in direkter Nachbarschaft in der Haagstraße aktuell das Wohnprojekt „City-Quartier“ verwirklicht, investiert rund 35 Millionen Euro in Neunutzung und Umbau des ehemaligen Joh-Gebäudes. Die Werkmann-Gruppe als inhabergeführtes Bauträgerunternehmen mit Sitz in Dietzenbach (Kreis Offenbach) entwickelt und realisiert seit mehr als 80 Jahren Wohn- und Gewerbebauten. Dabei liegt der Fokus auf Wohnanlagen und Einfamilienhäusern im Rhein-Main-Gebiet. Das Unternehmen versteht sich als Dienstleister rund um die Immobilie - von der Entwicklung über die Realisierung bis hin zur Vermietung, Verwaltung und Pflege der Liegenschaft. (Jürgen Wagner)

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