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Bauarbeiter schaffen Attraktion

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Von: red Redaktion

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Der von den Kindern aufgebaute Niedrigseilgarten kann jederzeit durch weitere Elemente erweitert werden. © pv

Friedberg (pm). Seit fast zwei Jahren wurde geplant und die Finanzierung auf die Beine gestellt, jetzt ist es soweit: Die Kinderfarm Jimbala hat einen Niedrigseilgarten als neue Attraktion. Zunächst hatten sich im Frühjahr 17 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren auf der Kinderfarm zusammengefunden, um ihre Ideen in Modelle umzusetzen. Unter Anleitung von vier pädagogischen Fachkräften entstanden viele Skizzen und Modelle.

Nach einem Besuch im Niedrigseilgarten »Goldstein« sprudelten die Ideen nur so heraus, es wurde mit viel Liebe zum Detail gesägt, gehämmert, geklebt, geschraubt, gemalt. Zwischen den Modellbau-Einheiten wurden Bewegungsübungen an provisorischen Balancier- und Kletterelementen gemacht, um die Umsetzungsfähigkeit der Modelle zu prüfen.

Balancieren und

entlang hangeln

Im Juli ging es in Kooperation mit zwei Klassen der Grundschule Fauerbach mit über 40 Kindern im Alter von etwa zehn Jahren an die Umsetzung. Unter Anleitung von drei pädagogischen Fachkräften, einem Baufachmann und zwei Lehrerinnen wurden die Kinder an mehreren »Bautagen« in Gruppen aufgeteilt, in denen sie das vorab erstellte Grundgerüst des Niedrigseilgartens fertigstellten.

So montierte eine Gruppe mehrere bereits fertige Einzelelemente, die dann zum Spielen und Balancieren genutzt werden konnten. Eine Gruppe fertigte aus Feuerwehrschläuchen Schlaufen an, die an einen Querbalken gehängt wurden, eine Gruppe montierte eine Wand mit Vorsprüngen und Halteseil zum seitlichen Entlanghangeln, eine weitere Gruppe bemalte die vielen Stützen, Querbalken und Balancier-Elemente. Die Kinder durften selbst wählen, welcher Gruppe sie angehören wollten, und diese auch wechseln. Die Arbeiten konnten nur gemeinsam bewältigt werden, da die einzelnen Bauteile für ein Kind teilweise zu schwer waren. So wurde die Teamarbeit gefördert. Im Anschluss konnten die einzelnen Elemente dann den anderen Kindern stolz vorgeführt werden.

Die Kinder lernten, mit Werkzeug umzugehen, auch dass dieses erst zusammengestellt, beigeschafft und am Ende wieder weggeräumt werden muss. Alle neu gebauten Stationen wurden mit großem Spaß sofort auf Spiel- und Balanciertauglichkeit geprüft.

Holzhackschnitzel

als Fallschutz

Am Ende musste noch ein großer Haufen Hackschnitzel als Fallschutz verteilt werden, wobei spielerische Fallübungen nicht ausblieben. Hier bekamen die Kinder einige Sicherungsmaßnahmen erklärt.

Der Niedrigseilgarten wurde erfolgreich gebaut, kann aber jederzeit durch weitere Elemente erweitert werden und steht jetzt allen kleinen Besuchern offen.

Das Projekt wurde vom Rotary-Club Bad Nauheim/Friedberg, vom Förderverein Jimbala, dem Deutschen Kinderhilfswerk, dem Verein »Children for a better World«, der Mühl24 GmbH und vielen weiteren - privaten - Spendern großzügig unterstützt.

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