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Begeisterung über die Orgel

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Von: red Redaktion

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Die erweiterte Orgel wird nun endlich den Klangmöglichkeiten des Stadtkirchenraums gerecht. FOTO: SEEGER © pv

Friedberg (pm). Unter den vom Sonnenlicht strahlenden spätgotischen Fenstern des Chors traf sich der Förderverein Stadtkirche zur Mitgliederversammlung. »Einen schöneren Ort für unsere Zusammenkunft gibt es nicht«, sagte der Vorsitzende Prof. Peter Schubert, der nach der Begrüßung der verstorbenen Mitglieder Mechthild Kreißl und Christian Herrmann gedachte.

Schubert dankte für die gute Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde, dem Magistrat sowie den Kooperationspartnern »Kultur auf der Spur« und Friedberger Geschichtsverein. Trotz Pandemie gab es 2021 laut Schubert kaum Einschränkungen der Aktivitäten. Die Mitgliederzahl wurde deutlich gesteigert, die »Friedberger Sommeruni« erfuhr keine Unterbrechung - sechs Vorträge zum Thema »Die Zeit - nicht zu fassen« fanden trotz der Corona-Einschränkungen eine starke Resonanz.

Eine Aufgabe mit generationenübergreifender Wirkung stand 2021 an: die Restaurierung des Sakramentshauses, eine filigrane, überregional herausragende, nach 1480 entstande Kleinarchitektur, die Restaurator Stefan Klöckner und seine Mitarbeiter wieder haben erstrahlen lassen.

Wie Vorstandsmitglied und Architekt Ulrich Schulteß sagte, mussten für Restaurierung, Beleuchtung und Vandalismus-Schutz deutlich über 100 000 Euro aufgewendet werden. Etwas mehr als Dreiviertel der Summe hat der Förderverein aus eigenen Mitteln eingebracht; es gab Zuschüsse der Stiftung Sparkasse Oberhessen, der OVAG, des Friedberger Geschichtsvereins und der Stadt Friedberg, ergänzt durch viele private Spenden. Auf diese Weise, erinnerte Schubert, wurden schon der Bau und die Ausstattung der Stadtkirche im Mittelalter sowie die späteren Restaurierungsarbeiten geschultert: durch bürgerliches Engagement.

Peter Schubert bleibt Vorsitzender

Der Bericht zur Finanzsituation durch Stefan Otto und Ulrike Wicke machte die Handlungsfähigkeit des Vereins auch auf die Zukunft hin deutlich. Die ordnungsgemäße Kassenführung wurde bestätigt, der Vorstand entlastet. Vor der Wahl eines neuen Vorstands würdigte der stellvertretende Vorsitzende Johannes Kögler das Engagement von Peter Schubert, der wiederum für die motivierende, konfliktfreie und konstruktive Zusammenarbeit im Vorstand dankte. Schubert wurde ohne Gegenstimmen als 1. Vorsitzender bestätigt, genauso einmütig waren die Wahlergebnisse für Johannes Kögler (Stellvertreter), Gabriele Kögler (Schriftführerin), Stefan Otto (Schatzmeister) und Ulrike Wicke (Stellvertreterin). Ohne Gegenstimmen wurden Katja Augustin, Susanne Domnick, Ernst Götz, Karl Andreas Mehling und Ulrich Schulteß zu Beisitzern gewählt. Silke Vesper und Hans-Helmut Hoos traten nicht mehr zur Wahl an; ihnen dankte Schubert für ihr Engagement.

Pfarrerin Claudia Ginkel und Ingrid Schäfer gehören weiterhin dem Vorstand als Repräsentantinnen der Evangelische Kirchengemeinde an, genauso für die Stadt Friedberg Stadträtin Evelyn Weiß und als ihr Stellvertreter Norbert Simmer.

Die Stadtkirche sei ein »außerordnetliches Denkmal«, sagte Schubert: »Es wird immer etwas zu tun sein für den Erhalt des mittelterlichen Sakralbaus.« Anschließend berichtete Kantor Ulrich Seeger über die Orgelsanierung und die Erweiterung der Klangmöglichkeiten, die nicht nur das Repertoire der spielbaren Orgelliteratur erheblich vergrößern, sondern auch den Dimensionen des Erlebnisraums Stadtkirche gerecht werden - so der Eindruck der begeisterten Zuhörer.

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