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Bioenergieanlage wird ausgebaut

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Von: Jürgen Wagner

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Friedberg (jw). Die Stadtverordneten haben dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan »Sondergebiet für Bioenergie und Landwirtschaft« am Ortsrand von Ossenheim zugestimmt; es gab eine große Mehrheit für den Aufstellungsbeschluss, bei Enthaltungen der Grünen und der FDP.

Firmeneigentümer Matthias Preußner will seine Anlage umbauen und erweitern. Das ist einerseits aufgrund rechtlicher Vorgaben nötig; andererseits will er auch Wohn- und Verwaltungsgebäude bauen lassen. Der Firmeneigentümer wohnt derzeit in Ossenheim; schlägt die Anlage nachts Alarm, ist das ungünstig. Der Betrieb verlangt eine Anwesenheit rund um die Uhr.

Gudrun Friedrich (Grüne) hatte nach der Lektüre des Aufstellungsbeschlusses »einen faden Beigeschmack«. Dass außerhalb der Ortslage auch Wohnhäuser gebaut werden sollen, gefällt den Grünen gar nicht. Auch Achim Güssgen-Ackva (FDP) fand, es ging nicht allein um die Erweiterung der Biogasanlage, der Hausbau sei »eher ein privates Anliegen«. Das für den Betrieb aber notwendig ist, wie Axel Pabst (CDU) während der Ausschussberatungen gesagt hatte: »Soll die Elterngeneration etwa vom Hof gejagt werden?«

Dr. Klaus-Dieter Rack (SPD) betonte, es gehe hier um den einzigen städtischen Betrieb, der Biogas erzeuge und es gehe um eine relativ kleine Fläche, die für Wohnzwecke versiegelt werden solle. Es gehöre zum Prinzip der Aussiedlerhöfe, dass die Betreiber dort auch wohnen können. Außerdem stimme man aktuell nur über den Aufstellungsbeschluss ab. Rack: »Da wird es Änderungen geben.«

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