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Der größte Semmelknödel der Welt wird auf dem Hoherodskopf angerichtet

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Von: Stefan Weil

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Rekordverdächtig: Der größte Semmelknödel der Welt soll im September beim Vulkanwiesenfest auf dem Hoherodskopf aus dem Kochtop geholt werden. © Imago Sportfotodienst GmbH

Es soll der größte Semmelknödel der Welt werden: Am 10. September wird im Berggasthof »Zum Steira« auf dem Hoherodskopf ein Guinness-Weltrekordversuch über die Bühne gehen.

Knapp 85 Kilo gilt es zu überbieten. um mit dem größten Semmelknödel der Welt ins Guinessbuch der Rekorde zu kommen. Wie Restaurantchef Thomas Jager und Küchenleiter Christoph Führer berichten, ist der Weltrekordversuch eingebettet in das erste Vulkanwiesenfest des Berggasthofs vom 9. bis 11. September. Der aktuelle Weltrekord steht bei 84,7 Kilogramm Gewicht für einen übergroßen Semmelknödel.

Die Marke wurde im Jahr 2010 im Kollnburg im Bayerischen Wald aufgestellt. Spätere Versuche scheiterten. In niederbayrischen Aldersbach bei Passau zerbrach ein sogar 208 Kilogramm schwerer Knödelkoloss beim Abstellen nach dem Herausheben aus dem Kochbehältnis.

Auf dem Hoherodskopf sind 90 Kilogramm Knödelgewicht angepeilt mit einem Durchmesser von etwa 1,40 Metern. Küchenchef Christoph Führer ist verantwortlich, dass das ganze Prozedere klappt. Ihm wird dann auch der Rekord zugesprochen - sollte alles nach Plan verlaufen.

Guinness-Weltrekord auf dem Hoherodskopf: Mundgerechte Portionen

Durch die Regularien sind einige Hürden aufgestellt, die zu beachten und zu meistern sind. »Der Knödel muss durch sein«, sagt Thomas Jager. Denn es wird kein reiner Schauknödel bleiben. »Der Knödel muss komplett verzehrt werden«, ergänzt Christoph Führer. »Das verlangen die Regularien.« Daher sollte er auch möglichst schmackhaft sein.

Der fertige Knödel wird an Ort und Stelle mit einer Küchensäge und Messer in mundgerechte Portionen zerteilt, die den Gästen des Spektakels angeboten werden. »Entscheidend ist, dass der Knödel, wenn er nach dem Kochen aus dem Jutesack entfesselt wird, auch stehen bleibt«, betont Jager. Bricht die Kugel auseinander, gilt der Weltrekordversuch als gescheitert. So sind die Regeln.

Guinness-Weltrekord auf dem Hoherodskopf: Kochkessel wird extra hergestellt

Eine Masse aus Semmeln, Milch, Eipulver und Gewürzen bildet die Substanz für den Knödel, der nach dem original Guinness-Rezept hergestellt werden muss. »Wegen der Salmonellengefahr verwenden wir keine rohe Eier«, so Jager. Das Eipulver wird etwa 180 bis 200 Eiern entsprechen.

Zur langfristigen Vorbereitung des Weltrekordversuchs gehört auch die Suche nach einem geeigneten Behältnis, in dem der Riesenknödel gekocht werden kann.

Da Töpfe mit dem nötigen Durchmesser normalerweise nicht zur Ausstattung einer Restaurantküche gehören, haben Thomas Jager und Christoph Führer im Metallbaubetrieb von Mario Deckenbach in Schotten einen Partner für die Aktion gewonnen. Der Handwerker wird einen entsprechend großen Kessel bauen, der den Rekordknödel aufnehmen kann.

Guinness-Weltrekord auf dem Hoherodskopf: Feuerwehr aus Nidda hilft beim Rausheben

Für den Weltrekordversuch wird die Teigkugel zunächst rund eineinhalb Stunden bei größerer Hitze gekocht, danach wird die Masse noch für acht bis zwölf Stunden im Wasser ziehen. »Wir werden den Garprozess öfter kontrollieren, um zu sehen, dass der Knödel wirklich bis zum Kern gar ist«, betont Jager. Erst dann kann er aus dem Topf gehoben werden.

Ein weiteres Problem bei der Zubereitung ist das Gewicht des Semmelknödels in Verbindung mit den Ausmaßen. Für das Rein- und Rausheben aus dem großen Kochkessel haben die Organisatoren die Freiwillige Feuerwehr aus Nidda gewonnen. Die Brandschützer werden mit ihrer Drehleiter Unterstützung leisten und den Knödel mit einem Abseilspinne wie gewünscht befördern.

Guinness-Weltrekord auf dem Hoherodskopf: Vulkanwiesenfest mit Live-Musik

Der entscheidende Moment, wenn der fertige Knödel aus dem Kessel gehoben und der Standtest vorgenommen wird, soll am frühen Samstagabend zwischen 17 und 18 Uhr sein. Fleischlos wird das Verspeisen des Knödels nicht sein. Es wird eine deftige Fleischbeilage geben, wie Jager ankündigt.

Das Vulkanwiesenfest rund um den Berggasthof auf dem Hoherodskopf beginnt am Freitagabend mit Livemusik des Bergwacht-Trios. Am Samstag spielt die »KG-Wirtshausmusi« aus Hungen für die Freunde von Schlagern, Oldies und volkstümlicher Musik auf. Am Sonntag wird der Volksmusikverein Wettenberg mit seiner Blasmusikkapelle ab 10 Uhr für zünftige Stimmung sorgen.

Zum Rahmen des Vulkanwiesenfestes gehören auch verschiedene Stände mit regionalen Produkten, eine Wurfbude sowie ein Kinderkarussell für die kleinen Besucher. Die Organisatoren rechnen mit einem großen Andrang. Für die Besucher wird ein Shuttleservice vom Parkgelände an der Talstation des langen Skiliftes in Breungeshain angeboten.

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Thomas Jager, Betreiber des Berggasthofes »Zum Steira« auf dem Hoherodskopf, und Küchenchef Christoph Führer freuen sich auf den Guinness-Weltrekordversuch für den größten Semmelknödel der Welt. © Stefan Weil

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