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Diesmal keine Weihnachtssterne

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Von: red Redaktion

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Die Besucher der Friedberger CDU und die Gastgeber im Gewächshaus des Gartenbaubetriebs Höfler (v. l.): Norbert Simmer, Stephan Ewald, Bernd Wagner, Gunther Best, Christina Bohl, Ingrid Höfler, Anja Müller, Burghard Höfler, Gisela Rasper, Hendrik Hollender, Landrat Jan Weckler, Gerhard Bohl und Beate Ewald. © pv

Friedberg-Ockstadt (pm). »Wenn Arbeit Spaß macht, ist es keine Arbeit!« Nach diesem Motto betreibt Burkhard Höfler zusammen mit seiner Frau Ingrid seit 1994 einen Gartenbaubetrieb außerhalb von Ockstadt »An den Weilerwiesen«. Es sei inzwischen der einzige Betrieb in der Wetterau, der noch Zierpflanzen produziere, aber nicht vor Ort verkaufe, schreibt die CDU Friedberg in einer Pressemitteilung.

Die Christdemokraten haben den Betrieb besucht. Die Sache mit den Zierpflanzen hat auch Landrat Jan Weckler erstaunt, und auf die Frage nach dem Warum erklärte Höfler: »Ich verkaufe an sechs Tagen in der Woche auf dem Blumengroßmarkt in Frankfurt. Das erspart mir zusätzliches Personal.« Durch die Trockenheit sei der Absatz an Gartenstauden momentan stark zurückgegangen. Zusätzlich bietet Höfler auf etwa 30 Pflanzenmärkten in ganz Deutschland seine Raritäten und Besonderheiten an.

Was die Pflanzen auszeichnen sollte

Auf dem zwei Hektar großen Grundstück stehen Glas- und Foliengewächshäuser mit einer Fläche von rund 5000 Quadratmetern. Bei einem Rundgang durch die Gewächshäuser erfuhren Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, Vorsitzender Bernd Wagner, Gerhard und Christa Bohl, Norbert Simmer, Stephan und Beate Ewald, Gisela Rasper, Anja Mülle und Gunther Best von der Friedberger CDU sowie Landrat Weckler, dass es in diesem Jahr keine Weihnachtssterne mehr aus Ockstadt geben werde. Die seien bei den stark gestiegenen Ölpreisen nicht mehr rentabel zu produzieren.

Auf den großen Rolltischen in den Gewächshäusern stehen dafür Tausende Töpfe mit Hunderten Pflanzenarten. Auf Wecklers Frage, nach welchen Kriterien er seine Pflanzen auswähle, antwortete Höfler: »Die Sorten sollten grundsätzlich neu und einfach in der Kultur sein. Sie sollten bei niedrigen Temperaturen zu kultivieren und schnell sein. Dazu sollten sie möglichst viele Resistenzen aufweisen und leicht zu vermarkten sein. Das heißt, dass die Pflanzen zum Zeitpunkt der Vermarktung nicht zu wuchtig sein dürfen.«

Fast alles ist Handarbeit

Burkhard Höfler baut nur an, was ihm gefällt, und setzt auf Qualität statt auf Quantität. Viele Pflanzen vermehrt er nur, um zu sehen, wie es funktioniert. An Gartencenter oder Baumärkte liefere er nicht, teilte Höfler mit, da er dann jeden einzelnen Topf mit einem Etikett versehen müsse, um die gesetzlich vorgeschriebene Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten. »Das ist für unseren Betrieb nicht leistbar, da das mit der Hand geschehen müsste. Entsprechende Maschinen sind zu teuer!«

Überhaupt ist fast alles, was unter den 5000 Quadratmetern Glas und Folie geschieht, Handarbeit: Stecklinge schneiden, eintopfen, gießen, düngen, auf Schädlingsbefall kontrollieren. »Das muss man eben mögen«, sagte Höfler lachend, der nebenbei noch Brieftauben züchtet. Die beiden erwachsenen Kinder helfen zwar zeitweise im Betrieb mit, wollen aber selbst den Betrieb nicht weiterführen. »Es ist ja nicht nur das Arbeiten mit den Pflanzen, man muss auch die ganze Wirtschaftlichkeit im Blick behalten und die Technik, das Bewässern, die Heizung, die Elektrik verstehen«, erklärte Höfler. Das mache es auch so schwer, überhaupt Nachwuchs für das Berufsfeld »Gärtner/in der Fachrichtung Zierpflanzenanbau« zu gewinnen.

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