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Eigenen Pumptrack gebaut

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Von: Harald Schuchardt

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hed_har_Junity_Sommer_3__4c © Loni Schuchardt

Friedberg (har). Mit dem Beginn der Sommerferien startete im Junity der Jugendkultursommer 2022. Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr finden noch bis Ende nächster Woche montags bis freitags von 15 bis 21 Uhr unterschiedliche kulturelle, politische und sportliche Workshops sowie zahlreiche offene Aktivitäten in der städtischen Jugendfreizeiteinrichtung statt.

»Wir rechnen mit über 200°Jugendlichen«, sagt Simone Junker, Initiatorin des Jugendkultursommers und seit Anfang des Jahres Leiterin im Junity. Ihr Optimismus ist angesichts der vielen Anmeldungen für die insgesamt 28°Workshops durchaus begründet. In der ersten Woche waren es neun Kurse, unter denen die Jugendlichen wählen konnten.

Zwei Lkw-Ladungen mit Erde verbaut

Dabei wurde ein nachhaltiges Projekt in Angriff genommen, welches auch noch nach den drei Wochen Bestand haben wird. Mehrere Jungs bauten auf dem bisher ungenutzten Areal an der Nordseite einen Pumptrack, eine aus Erde geformte Bahn mit Wellen und Steilkurven für Mountainbike- und BMX-Räder. Die Idee dazu hatte Marius Meisinger, der mit Junker, Jan Hecht und Daniel Hohl Ansprechpartner für die Jugendlichen ist. »Zwölf Jungs hatten sich angemeldet, dann kamen noch einige dazu«, freut sich Meisinger. Dementsprechend schnell gelang der Bau mit den zwei Lkw-Ladungen Erde, die der städtische Bauhof gelieferte. Da die Erde sehr trocken war und so kaum Halt bot, wurde aus einem Brunnen Wasser geholt. »Kein Trinkwasser«, betont Meisinger, während die Jungs die ersten Runden auf »ihrem« Pumptrack fuhren.

Waren es beim Parcoursbau nur Jungs, so waren in der Nähwerkstatt ausschließlich Mädchen aktiv. »Das macht richtig viel Spaß« sagt die 13 Jahre alte Liv Lutterbeck, die mit ihrer gleichaltrigen Freundin Anna Becker Umhängetaschen näht. Den Stoff durften die zehn Teilnehmerinnen am zweiten Kurstag im Stoffgeschäft Königskind selbst auswählen, nachdem am ersten Tag Probenähen angesagt gewesen war. Für Liv war die Nähwerkstatt, die von Simone Junker geleitet wurde, quasi eine Fortsetzung, denn »in der Projektwoche in der Schule habe ich auch genäht«, erzählt die 13-Jährige.

Ein Junge und sechs Mädchen nahmen am Workshop »Beauty-Produkte« teil. »Wir haben schon Badekugeln aus Knetseife und Filzwolle und kleine Seifen in Formen hergestellt«, erzählt Maja Hummel, die den Kurs leitet.

Duftseife mit

frischen Kräutern

Am Donnerstag begannen die Jugendlichen, Duftseife mit frischen Kräutern wie Lavendel, Melisse oder Rosmarin herzustellen. »Ich habe so was noch nie gemacht«, sagt Azra (12) aus Rosbach, die einen Teil ihrer Seife verschenken will. »Meine Mutter sagt immer, ich bin ein Dreckspatz, jetzt mache ich Seife und schenke sie ihr«, erklärte Viktoria (12). Auch die Seife wird im Freien produziert. Auf der Bühne im Saal findet dagegen der Workshop »Sing and Groove« mit Musikschullehrerin Regina Klein statt, allerdings - krankheitsbedingt - mit nur wenigen Teilnehmerinnen. Eine ist die 15 Jahre alte Lucie Krämer, die schon über Erfahrung im Schulchor verfügt. »Von Regina kann ich viel lernen«, sagt die Rockenbergerin und singt eindrucksvoll und ausdrucksstark das zuvor einstudierte »Lovely« von Billie Eilish. »Jetzt gibt es gleich Abendessen für alle«, verkündet Simone Junker am Abend. Zwei Jungs haben Chili gekocht.

Für die Woche vom 8. bis 12. August sind noch Anmeldungen über die Homepage www.junity.de möglich. Der Unkostenbeitrag für eine Woche beträgt 40 Euro, einschließlich Getränke, Essen am Abend sowie Wassereis. »Die Jugendlichen können auch in andere Kurse hineinschnuppern«, sagt Simone Junker.

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hed-har_Junity_Sommer_Fr_4c © Loni Schuchardt
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hed_har_Junity_Sommer_1__4c © Loni Schuchardt

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