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Ein Fest als Zeichen der Solidarität

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Von: Harald Schuchardt

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Jung und Alt testen die Pegasus-Spiele. Der Verlag will den Reingewinn des Festes verdoppeln und spenden. © Loni Schuchardt

Friedberg (lod). Ganz im Zeichen der Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung stand am Donnerstag ein Benefizevent, zu dem der Pegasus-Spiele-Verlag auf sein Betriebsgelände im Industriegebiet Süd eingeladen hatte. Unterstützt wurde die Feier unter dem Motto »#staywithukraine« von vielen freiwilligen Helfern, unter anderem aus den Reihen der Friedberger Tafel und den Colorado-Ranchers.

Die Resonanz war groß, schon um die Mittagszeit herrschte viel Betrieb auf dem Gelände und der abgesperrten Zufahrt. »Ich bin total geflasht«, sagt denn auch Andreas Finkernagel, mit Karsten Esser Pegasus-Gründer und -Geschäftsführer.

WZ-Mitarbeiter Harald Schuchardt führte durch das achtsündige Bühnenprogramm. Den musikalischen Auftakt übernahm die Frankfurter Band Foolproof um Frontfrau Sandra Garcia mit dem Robbie-Williams-Klassiker »Let me entertain you«. Der dreiköpfige Bläsersatz sorgte für einen satten Sound bei Hits wie »We are Family« oder »Sing Halleluja.« Ehrengast bei Foolproof war Naina Doroshenko, die Ende Februar nach dem Masterabschluss ihres Musikstudiums in Odessa geflüchtet war und derzeit in Karben lebt. Die 23-Jährige begeisterte mit ihrem ausgeprägten Gesang ebenso wie mit ihrem grandiosen Spiel auf der Bandura, dem ältesten ukrainischen Lauteninstrument.

Eine Reise quer durch die Musikwelt machten die beiden Honey Twins, Sängerin Renate Gantz-Bopp und Keyboarder Gerry Reutzel. Nach und nach holte das Duo ihre »Friends« dazu, die Sängerinnen Dagmar Bethke, Olga Dykan und Bettina Skottke sowie Saxofonist Ron Faust. Mit ihrer Mischung aus Pop, Gospel und hymnischen Songs wie »We are the world« begeisterte das Sextett die Besucher, die beim finalen »Give Peace a Chance« lautstark mitsangen.

Ein emotionaler Höhepunkt war der Auftritt der jungen Schülerinnen und Schüler aus der Friedberger Musikschule Minz, die von der aus der Ukraine stammenden Musiklehrerin Irina Mints geleitet wird. Mit der ukrainischen Nationalfahne betraten die Kinder die Bühne. Vierhändig spielten die Geschwister Pauline (8) und Salome Skulkin (14) die Nationalhymne ihres Heimatlandes. Die beiden Mädchen begeisterten auch bei ihren Soloauftritten mit hochkarätigem Klavierspiel ebenso wie deren Bruder Daniel (12), der auf der Gitarre »Allemande« von Johann Sebastian Bach spielte. Am Klavier überzeugten ferner Leonie Lin (10), Julian Fritz (10), Saya Glowacki (10), Minh Khang Nguen (10) sowie Kseniya Yanchuk (14) mit Kompositionen von Mozart, Haydn, Rachmaninow, List, Chopin und dem ukrainischen Komponisten Isaak Berkowitsch. Als Gast spielte die aus der Ukraine geflüchtete, zehn Jahre alte Zlata Moiseenko ein ukrainisches Volkslied.

Reinerlös wird gespendet

Eine musikalische Weltreise versprach das Duo United Feeling. Sängerin Patricia Rossini und ihr Begleiter Gaetano Trinaccio am Keyboard verbreiteten mit italienischen Klassikern ebenso Urlaubsstimmung wie mit Hits aus Spanien, Frankreich oder Brasilien. Dazu gesellte sich der ein oder andere Pop- und Rocktitel.

Das Finale gestaltete »X10derness«, das Bandprojekt des Karbener Berufsbildungswerks um den Wetterauer Kulturpreisträger Martin Schnur, mit einem bunten Mix aus Rock und Pop, von »Freiheit über »Imagine« bis hin zu Abba-Songs, die das Frontduo Eva Wagner und Marc Proffert im Duett sangen.

Vielfältig war nicht nur das Musikprogramm auf der Bühne. Auf die kleinen Gäste warteten eine Hüpfburg und das »Rotzfreche Spielmobil«. Man konnte in einer Ecke Pegasus-Spiele testen. Schnell verkauft waren die Lose der großen Tombola mit 500 Preisen im Wert von 10 000 Euro. Fürs leibliche Wohl war mit Waffeln, Kaffee und Kuchen sowie herzhaften Spezialitäten bestens gesorgt. Der erzielte Reingewinn aus dem Fest wird von Pegasus Spiele verdoppelt und an das »Aktionsbündnis Katastrophenhilfe« überwiesen.

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Mit der vierhändig gespielten ukrainische Nationalhyme wird das Programm der Musikschule Minz eröffnet. FOTOS: LOD © Loni Schuchardt
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Naina Doroshenko singt ukrainische Volkslieder und begleitet sich dazu auf der Bandura. © Loni Schuchardt

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