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Erst Baum-, dann Wiesengräber

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Von: Jürgen Wagner

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Friedberg (jw). Seit einem Jahr bietet die Kreisstadt Baumbestattungen auf den Friedhöfen an. Wie Bürgermeister Dirk Antkowiak (CDU) am Montag im Sozialausschuss sagte, wurde diese Bestattungsform im vergangenen Jahr 31 Mal gewählt. In diesem Jahr seien es von bislang 82 Beisetzungen neun, die unter einem Baum vorgenommen wurden.

Was Friedberg noch nicht anbietet: einen Bestattungsbaum für eine ganze Familie zu reservieren. Das sei derzeit nicht umsetzbar, sagte Antkowiak. So gebe es auf dem Friedhof in Bauernheim etwa nur einen Baum für diese Bestattungsart; bei einer Reservierung gingen alle anderen Bewerber leer aus. Die meisten Baumbestattungen wurden bislang auf dem Hauptfriedhof vorgenommen (14), in Dorheim und Bruchenbrücken sind es jeweils sechs, auf den anderen Friedhöfen ein bis zwei oder noch gar keine (Bauernheim).

In Sachen Waldfriedhof Ossenheim berichtete Antkowiak, dass der Eigentümer momentan den Vertrag mit der Stadt überarbeiten lasse. »Sobald uns die finale Fassung vorliegt, legen wir den Bebauungsplan zur Offenlage vor.«

Neu angeboten werden sollen Wiesengräber, die eine Bestattung auch im Sarg unter einer Wiese ermöglichen: Pflegeleicht für Angehörige, die nicht am Ort wohnen. Statt eines Grabsteins wird am Fuße des Sargs bzw. der Urne eine Metallplatte mit Namen und Lebensdaten ebenerdig im Boden befestigt.

Und noch eine Sache wurde »beerdigt«: Der Friedberg-Pass, ein Antrag von SPD, Linken und Grünen, um Geringverdienern den Zugang zur Kultur zu ermöglichen, wird vorerst nicht weiterverfolgt. Das Land Hessen erarbeitet gerade einen Hessen-Pass.

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