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Erzieher in die Kindergärten

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Wetteraukreis (zds). Wo gehen die meisten Männer in den Kindergarten? Auf alle Fälle in den Städten. Bei der jüngsten Erfassung des »männlichen pädagogischen Personals« wurde für den Wetteraukreis ein Anteil von 6,8 Prozent ermittelt. Damit kletterte er um 0,5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: In Deutschland führte Leipzig mit 16,7 Prozent Männeranteil vor Potsdam und Kiel mit je 16,2 Prozent.

In der Bundesliga der Erzieher belegt der Wetteraukreis damit derzeit den 145. Platz unter 402 bundesweit ausgewerteten Stadtstaaten, Stadt- und Landkreisen.

Weiter eher Exoten

Die niedrigste Quote wird aus Bayern gemeldet: Der Kreis Tirschenreuth hat laut Erfassung einen Anteil von nur 0,8 Prozent.

Mehr Männer in die Kita ist eine politische Vorgabe. 2011 und in den folgenden Jahren gab es Appelle und ein Förderprogramm aus EU-Mitteln. Was hat es gebracht? 7,5 Prozent Männer gehören heute bundesweit zum pädagogischen Kita-Personal. 2011 waren es 3,8 Prozent. Die Zahl hat sich demnach verdoppelt, der Zuwachs ist also da. Doch nach wie vor gibt es starke Unterschiede beim männlichen Drang in die Kindertagesstätte. Männer sind deswegen weiter eher Exoten in den Einrichtungen zur vorschulischen Kinderbetreuung.

Im Wetteraukreis zeigte der Ruf nach mehr Männern aber durchaus gewissen Erfolg: Hier erhöhte sich die Männer-Quote von 4,1 (Jahr 2011) auf 6,8 (Jahr 2021) Prozent. In Hessen hat sich die Quote von 5,9 auf 9,3 Prozent entwickelt.

Trotzdem bleibt es dabei, dass die Erziehungstätigkeit in Kindertageseinrichtungen von Frauen dominiert wird. Aber wo ist das Problem? Dass Männer die Erziehung bereichern können, wird von der Wissenschaft weltweit anerkannt. Mehr Männer in die Kita zu locken, ist eine Variante.

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