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Totenruhe gestört: Rund 50 Gräber in Friedberg geschändet

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Von: Jürgen Wagner

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Bürgermeister Dirk Antkowiak (links) zeigt sich fassungslos über die Zerstörungen auf dem Friedhof Friedberg.
Bürgermeister Dirk Antkowiak (links) zeigt sich fassungslos über die Zerstörungen auf dem Friedhof Friedberg. © Jürgen Wagner

Um an Metall zu kommen, haben Grabräuber auf dem Friedhof in Friedberg große Verwüstung angerichtet. Der Bürgermeister zeigte sich erschüttert.

Friedberg – Bronzefiguren fehlen, Grablichter sind aus der Verankerung gerissen, Blumen liegen neben Gräbern: In der Nacht zum Freitag (13. Mai) haben Metalldiebe den Hauptfriedhof in Friedberg heimgesucht. Offenbar hatten sie es vorwiegend auf Gegenstände aus Bronze abgesehen. Bürgermeister Dirk Antkowiak zeigte sich erschüttert von der Skrupellosigkeit der Diebe.

Grabschändung im Großformat: Von einem mannshohen Bronzekreuz sind nur die Stümpfe übrig. Blumenschalen wurden zerschlagen. Rund 50 Gräber sind betroffen. Das Diebesgut wurde mit Sackkarren zu den Ausgängen in der Oberen Liebfrauenstraße und im Städter Weg transportiert.

Fall erinnert an Diebstahl aus 2017: Gedenktafeln an Kriegsopfer in Friedberg gestohlen

Der Fall erinnert an den Diebstahl auf dem Dorheimer Friedhof im Oktober 2017: Damals waren fünf Bronzetafeln mit Namen und Lebensdaten der in den Weltkriegen Gefallenen gestohlen worden.

Auch auf dem Hauptfriedhof kam es wiederholt zu Diebstählen. Unter den aktuell betroffenen Gräbern ist auch das eines jungen Mannes, das schon mehrfach beschädigt wurde. Wie Antkowiak sagte, habe die Stadt Friedberg Anzeige wegen Störung der Totenruhe erstattet. (Jürgen Wagner)

Ein ähnlicher Fall ereignete sich auch vor rund drei Jahren: Immer wieder wurde das Grab eines 19-Jährigen auf dem Friedberger Hauptfriedhof zum Opfer von Vandalismus. Die Eltern verzweifelten.

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