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Friedberger Baustelle - Stadt räumt Probleme ein

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In Friedberg-Fauerbach: Die Baustelle im Ortskern sorgt für Probleme. © Nicole Merz

Die Sperrung in Fauerbach sorgt für Probleme, denn die Autofahrer ignorieren die ausgeschilderte Umleitung und fahren durch Seitenstraßen. Anwohner beschweren sich. Was unternimmt die Stadt?

Warnbaken, große Umleitungsschilder und lange Autoschlangen: Im Friedberger Stadtteil Fauerbach herrscht aktuell ein Ausnahmezustand. Grund dafür ist die Baustelle auf der Ecke Dorheimer Straße/Fauerbacher Straße. Tiefbauarbeiten sollen insgesamt einen Monat dauern, von Ende Juli bis Ende August. Trotz beschilderter Umleitung nutzten die Verkehrsteilnehmer allerdings umliegende Straßen, um auf schnellerem Weg die Baustelle zu umfahren. »Die Beschilderung ist einwandfrei«, betont Jürgen Schlerf, Amtsleiter für öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt Friedberg. »Sie ist mit Polizei, Wetteraukreis und Hessen Mobil abgesprochen. Es sind zum Teil riesige Tafeln angebracht, die kann man eigentlich nicht übersehen.«

Verkehrschaos-Vorwurf der FDP

Die Straßen rund um die Baustelle würden aktuell von deutlich mehr Autofahrern genutzt, auch wenn die Umleitung anders ausgeschildert sei. Auch Anwohner meldeten sich bei der WZ und bestätigten einen erhöhten Verkehr in den Seitenstraßen rund um die Großbaustelle. Und das, obwohl die Stadt erst Anfang des Monats die Verkehrschaos-Vorwürfe der FDP zurückgewiesen hatte (die WZ berichtete).

»Normalerweise dauert es bei Großbaustellen etwa drei Tage, bis die Verkehrsteilnehmer die Umleitung auch wirklich nutzen«, sagt Schlerf. Dieses Mal sei es aber anders, berichtet er. »Auch nach mehreren Tagen gibt es immer noch eine große Unvernunft bei den Menschen.«

Sperrung der Einbahnstraße

Besonders zu Beginn der Umbaumaßnahmen habe es des Weiteren Probleme bei einer Einbahnstraße gegeben. »Es gab ein Teilstück in der Straße ›Im Runden Garten‹, wo die Autofahrer ein Teilstück von etwa 40 Metern permanent gegen die Einbahnstraße gefahren sind«, sagt Schlerf. »Das war wirklich eine gefährliche Situation. Eigentlich ist die Verkehrslage klar, wenn man sich an die Regeln hält«, sagt er. Die Einbahnstraße sei dann geschlossen worden, die Anwohner wurden laut Schlerf informiert.

Stadt von Ausmaß überrascht

Dass gerade in der Ferienzeit die Situation in Fauerbach solche Ausmaße annehme, damit habe man im Rathaus nicht gerechnet, räumt Schlerf ein. »Es war klar, wir müssen handeln«, betont er. Damit die Verkehrsteilnehmer nicht mehr vermehrt durch die engen Seitenstraßen fahren, hat die Stadt nun Ordnungspolizisten abgezogen, um vor Ort in Fauerbach präsent zu sein. »Es ist morgens und nachmittags jeweils ein Trupp von zwei Leuten vor Ort. Sie kontrollieren, dass sich jeder an die Beschilderung hält.« Blitzer in den Seitenstraßen sind nach den Angaben Schlerfs nicht im Gespräch: »Wir gehen aktuell nicht davon aus, dass in den Seitenstraßen zu schnell gefahren wird. Die Autofahrer und auch die Lkw sollen aber einfach nicht durch diese engen Straßen fahren.«

Eine Baustelle sei immer ein Eingriff, sagt Schlerf. »Wir können es aber nicht anders regeln.« Er betont, dass die Stadt Friedberg tue, was sie tun könne. »Erfahrungsgemäß pendelt sich die Situation nach einigen Tagen ein.«

Planmäßig soll die Ortsdurchfahrt bis zum 22. August wieder offen sein.

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