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Geldsegen für Innenstadt-Belebung

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Von: red Redaktion

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Friedberg (pm). Die Stadt Friedberg ist eine von 41 Kommunen in Hessen, die vom Landesprogramm »Zukunft Innenstadt« profitieren. Gleich mit zwei Projekten sind die Friedberger dabei und bekommen damit insgesamt 300 000 Euro aus dem Fördertopf des hessischen Wirtschaftsministeriums, wie aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung hervorgeht. »Die Projekte der Kommunen werden mit insgesamt zehn Millionen Euro umgesetzt.

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Aus den Händen von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir haben Bürgermeister Dirk Antkowiak und Wirtschaftsförder-in Merle Ljungh die Zuweisung entgegengenommen. Nicht mit dabei, aber maßgeblich für das Projekt mitverantwortlich, ist zudem Tobias Brandt, Amtsleiter für Stadtentwicklung, Liegenschaften und Rechtswesen.

Statt pendeln lieber

vor Ort arbeiten

»ProjectLab« und »CreaLab« heißen die beiden Konzepte, mit denen die Stadtverwaltung die Friedberger Innenstadt beleben möchte. Dabei steht »ProjectLab« für »projektbezogenes Laboratorium«. In einer Immobilie, die möglichst zwischen der Technischen Hochschule (THM) und dem Studentenwohnheim in der Burg liegt, sollen Räume sowohl für Start-Ups, Co-Working oder sogenannte »Maker Spaces« (offene Werkstätten) zur Verfügung gestellt werden.

»Die Stadt möchte damit unter anderem ihren zahlreichen Studenten einen Raum bieten, in dem projektbezogen gearbeitet werden kann. Zudem sollen hier Interessierte, die derzeit noch zur Arbeit pendeln, die Möglichkeit bekommen, gemeinsam zu arbeiten, anstatt Zeit und Geld auf der Straße zu verschwenden«, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Friedberg. »Mit dieser Gemeinschaft sollen nicht nur Möglichkeiten für eine neue Form der Zusammenarbeit entstehen, es soll dadurch auch die Altstadt belebt und durchmischt werden.«

Die Verwaltung verhandele derzeit noch mit Eigentümern potenzieller Immobilien, die in der Altstadt liegen. Dabei solle das »ProjectLab« einstweilen die Zeit bis zur geplanten Sanierung eines solchen Gebäudes überbrücken. Doch könnte das Konzept auch noch danach weitergeführt werden. 150 000 Euro stehen der Stadt für die nächsten Pläne nun zur Verfügung.

Ideen von Yoga

bis zum Mütter-Treff

Beim »CreaLab« (Kreatives Laboratorium) sollen laut Stadtverwaltung »verschiedene Protagonisten die Möglichkeit haben, Räume in der Innenstadt für Tätigkeiten zu nutzen, die man gemeinhin nicht im Zentrum vermuten würde. Hier sind die Ideen der Friedberger gefragt: Vom Yogaraum, über Demokratie-Projekte, eine Töpferwerkstatt oder einen Mütter-Treff ist in diesem Konzept vieles denkbar und möglich.«

In der Regel seien sowohl langfristige Mietverträge, als auch die zu hohen Kosten der meist gewerblich vermieteten Räume der Grund dafür, dass kulturelle und soziale Angebote in der Innenstadt fehlen, heißt es weiter aus dem Rathaus. »Die Räume für das nun geplante ›CreaLab-Friedberg‹ liegen in exponierter Lage direkt am Elvis-Presley-Platz im Zentrum Friedbergs. Damit können Anwohner das Haus sehr gut fußläufig erreichen, andere haben die Möglichkeit, an der nahen Bushaltestelle ein- und auszusteigen. Das kreative Laboratorium soll einen experimentellen Charakter bekommen. Aufgabe und Herausforderung soll es sein, die Räume so flexibel zu gestalten und zu koordinieren, dass die unterschiedlichen Protagonisten ihre Ideen bestmöglich entfalten und verwirklichen können. Auch für dieses Projekt stehen nun 150 000 Euro aus dem Landesprogramm zur Verfügung.«

Ziel sei es, mithilfe beider Konzepte das Stadtzentrum im Bereich der Haupteinkaufsstraße und der Altstadt aufzuwerten, neue Formate zu etablieren sowie kulturelle Angebote zu machen. Dabei sollen die Risiken auch für experimentellere Formate minimiert werden, denn die Stadt mietet oder kauft die Objekte an und stellt sie ihren Bürgern und Gästen zur Verfügung. »Während Leerstand überbrückt wird, können so neue Ideen ausprobiert und Zusammenhalt gefördert werden«, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Das Konzept für beide Vorhaben ist in Zusammenarbeit mit Friedberger Vereinen und Institutionen entstanden. Auch Immobilieneigentümer, interessierte Bürger, der lokale Kunstverein, die Diakonie und die THM wurden gefragt, was gewünscht wird. Mithilfe der sechsstelligen Zuweisung können nun einige der Wünsche realisiert werden.

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