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Gemälde mit einem Augenzwinkern

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Von: Harald Schuchardt

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Auf die gelungene Ausstellung stoßen an (v. l.) Eva-Maria Scharf, Günther Weil und Künstlerin Monika Barth. FOTOS: LOD © Loni Schuchardt

Friedberg-Ockstadt (har). Es ist gut zwei Jahre her, als Monika Barth in der Scheune der Apfelweinstraußwirtschaft »Zum Gerippte« ihre Gemälde aufhing. In der Saison 2020 der Straußwirtschaft sollten die Kunstwerke der Karbenerin gezeigt und die Ausstellung mit einer Vernissage eröffnet werden. Doch dann kam Corona. »Die Bilder bleiben hängen, bis das alles vorbei ist und wir die Scheune wieder ohne Einschränkungen nutzen können«, beschloss »Gerippte«-Wirtin Eva-Maria Scharf damals.

Die aktuellen Corona-Regeln lassen dies in diesem Jahr zu, und so fand am Freitagabend - mit zweijähriger Verspätung - die offizielle Eröffnung der Kunstausstellung statt. Dazu konnte Scharf neben der Künstlerin eine ganze Reihe von Gästen begrüßen, darunter auch Ehren-Ortsvorsteher Günther Weil, der alle bisherigen Ausstellungen eröffnet hatte.

Diese Tradition wird beibehalten, und so freute sich Weil sichtlich über seine Rolle als Laudator: »Es ist sehr schön, dass ich hier wieder reden darf. So viele Reden mache ich ja nun nicht mehr«, sagte Weil, der zunächst auf die Vita der 1965 in Frankfurt geborenen Künstlerin einging.

Schon währen ihres Studiums im Fachbereich visuelle Kommunikation an der Fachhochschule in Mainz malte Barth hin und wieder Bilder. Seit 1989 lebt und arbeitet die Diplom-Designerin in Karben-Petterweil und war unter anderem zehn Jahre in einer Werbeagentur tätig.

Ihre Malleidenschaft baute sie immer weiter aus und seit 18 Jahren gibt sie Mal- und Zeichenkurse, unter anderem an der Volkshochschule und in der evangelischen Bildungsstätte. »Handkäs und Äbbelwoi treffen auf Pfau und Nashorn« erklärte Weil angesichts der vielen Tiermotive, die unter dem Motto »Tierisch und farbenfroh« stehen.

Nicht nur Kunst, auch »gutes Speisen« sei längst ein Stück Kultur geworden und das passe im Gerippte bestens zusammen. »Deshalb bezeichne ich die Gerippte-Scheune schon lange als Kulturscheune«, erklärte Weil.

Dem konnte Barth in ihren Dankesworten nur zustimmen: »Ich finde es extrem schön, dass Eva und Erich Scharf Künstlern diesen Raum zur Verfügung stellen.«

Für Barth ist es schon die zweite Ausstellung in der Kulturscheune, gestaltete sie doch mit einigen Frauen aus ihren Malkursen bereits vor einigen Jahren eine Gemeinschaftsausstellung. Schon damals fielen die farbenfrohen und fröhlichen Acryl-Gemälde von Barth auf. »Ich male oft mit einem Augenzwinkern«, sagt Barth, die ihre Präsentation in den letzten Tagen noch etwas verändert hat: »Es sind jetzt einige Werke dabei, die während der Pandemie entstanden sind.«

Geradezu »malfrisch« ist beispielsweise ein Schwein mit einigen bunten Blüten auf dem Kopf. »Das ›Blumenschwein‹ ist Anfang der Woche fertig geworden«, erzählt die Künstlerin, die oft von Bildern und Fotos inspiriert wird. »Meine Intention ist immer, farbenfroh und fröhlich zu malen«, erklärt die Petterweilerin, die in der »Gerippte«-Scheune auch einige Aquarelle zeigt.

Was auffällt sind die unterschiedlichen Formate, vom kleinen quadratischen Bild bis hin zu großformatigen Werken, die viel Platz benötigen, wie die Gemälde mit Teilen eines Elefanten- bzw. eines Nashorngesichtes.

Und auch Kinder werden ihren Spaß an den Gemälden haben, gehören doch auch Kermit, der Frosch, und Micky Mouse sowie ein lustiges »Strandhuhn« zu den tierisch-fröhlichen Motiven der Karbenerin.

»Ich freu mich immer, wenn andere sich über meine Bilder freuen«, sagt Barth, die gerne Anregungen zum Malen weitergibt.

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Brandneu ist das Bild »Blumenschwein«. © Loni Schuchardt
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Am »Strandhuhn« könnten auch Kinder Spaß haben. © Loni Schuchardt

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