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Gerichtstermin stand schon fest

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Wetteraukreis (dpa). Über den Verdächtigen im Fall der getöteten 14-jährigen Ayleen werden immer mehr neue Details bekannt. So wurde der 29-Jährige im Mai wegen zahlreicher Verkehrs- und Diebstahlsdelikte als Mehrfachintensivtäter eingestuft. Deswegen sollte eigentlich auch Anfang August eine Verhandlung vor einem Amtsgericht gegen ihn beginnen, bestätigte Oberstaatsanwalt Manuel Jung in Wetzlar am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Der 29-jährige Verdächtige aus Waldsolms steht im Verdacht, Ayleen aus Baden-Württemberg getötet zu haben. Die Leiche der Schülerin wurde im Teufelsee bei Weckesheim gefunden.

Jugendliche im Alter von 14 und 17 Jahren haben Anzeige gegen den Verdächtigen gestellt. Bereits bekannt war, dass der 29-Jährige im Frühjahr eine Schülerin auf dem Blütenfest in Rosbach belästigt haben soll. Deswegen wurde Strafanzeige wegen des Verdachts der versuchten Nötigung erstattet. Ende März und Anfang April gab es dann Anzeigen von zwei 14-Jährigen wegen sexueller Belästigung und Nötigung. »Die Anzeigen sind unmittelbar in die Bearbeitung gegangen«, sagte Jung. Die Akte ging an die Staatsanwaltschaft und liege nun wegen weiterer Ermittlungen wieder bei der Polizei. Warum weiter ermittelt werden muss, wollte Jung aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Nach Ende der Führungsaufsicht im Januar wurde der Verdächtige im Fall Ayleen nach den Worten Jungs am 19. Mai als Mehrfachintensivtäter eingestuft - wegen niederschwelliger Verkehrs- und Diebstahlsdelikte. Neun Anklagen gegen ihn seien gebündelt worden, bereits am 8. August hätte gegen ihn verhandelt werden sollen. »Der war hier auf dem Schirm«, sagte Jung. Hier sei zeitnah effektiv Aufarbeitung betrieben worden. Die Einstufung als Mehrfachintensivtäter sei kein Überwachungsprogramm wie die Führungsaufsicht. Jedoch sei der Mann auch unter der Aufsicht mit Diebstahls- und Verkehrsdelikten straffällig geworden.

Dass die Federführung der Ermittlungen im Fall Ayleen nach Hessen kommt, hält Jung für möglich. »Es gibt erste klare Signale aus Freiburg, dass der Fall nach Hessen abgegeben wird.«

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